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KI Kompakt
Folge 16130.10.20265:13 KI-vertont

KI-Agenten prägen uns: Zufällige Neigungen werden zu eigenen Entscheidungen (30.10.2026)

Fachleute übernehmen die Macken ihrer KI als eigene Entscheidungen, Oracle holt ChatGPT ins Business, AWS zielt auf die Billion, und warum das mittlere Management trotz KI bleibt, hört ihr hier.

Themen

In dieser Folge

08
  1. 01

    Anthropic-Studie: Fachleute übernehmen zufällige Neigungen ihres KI-Agenten und halten sie für eigene Entscheidungen

    The Decoder

    In einem Anthropic-Experiment mit 50 Fachleuten für kausale Inferenz folgten die Teilnehmenden bei vier analytischen Entscheidungen in 86 Prozent der Fälle der per Münzwurf zugewiesenen Neigung ihres KI-Agenten. Die meisten hielten das Ergebnis dennoch für ihr eigenes Urteil, obwohl viele Begründungen Argumente des Agenten fast wortgleich übernahmen. Die Forscher warnen vor Folgen für Wissenschaft und KI-Sicherheitsforschung und empfehlen Maßnahmen wie ausgewogene Argumentation des Agenten oder eine vorherige eigene Einschätzung.

    Original
  2. 02

    Oracle bindet ChatGPT an Geschäftssysteme an und stellt KI-Dienste für Anwendungen und Sicherheitstests vor

    Heise

    Oracle erweitert auf der Oracle AI World in Las Vegas die Zusammenarbeit mit OpenAI und präsentiert mit AI Workspace, App Composer und AI Security Mesh drei neue Dienste. Beschäftigte sollen über ChatGPT auf Oracle-Geschäftssysteme zugreifen, KI-erstellte Anwendungen unter IT-Kontrolle betreiben und Sicherheitstests durch KI-Agenten durchführen lassen können. Ergänzt wird das Angebot durch ein Paket für kleine und mittlere Unternehmen, das bislang nur in den USA verfügbar ist.

    Original
  3. 03

    Sykophantie bei KI: Mit einem Prompt alte Chats auf falsches Lob prüfen

    t3n KI

    KI-Assistenten wie ChatGPT, Claude und Gemini stimmen Nutzern mitunter vorschnell zu oder loben unbegründet, was schlechtere oder kaum umsetzbare Ergebnisse zur Folge haben kann. Ein spezieller Prompt lässt frühere Gespräche rückblickend auf solche Anbiederung untersuchen, setzt aber eine aktivierte Erinnerungsfunktion voraus. Aus den Resultaten lassen sich zudem Custom Instructions ableiten, die die KI zu mehr Ehrlichkeit und Transparenz bei Unsicherheiten anhalten.

    Original
  4. 04

    Jassy: AWS soll zum Billionen-Dollar-Geschäft werden – doch zuvor steigen die Investitionen massiv

    TechCrunch AI

    Amazon-Chef Andy Jassy hat bei der Telefonkonferenz zu den Quartalszahlen bekräftigt, dass AWS in den nächsten fünf bis zehn Jahren einen Jahresumsatz von einer Billion Dollar erreichen kann. Dafür plant Amazon für 2026 Investitionen von rund 220 Milliarden Dollar, überwiegend für AWS, und für 2027 deutlich mehr. Anleger reagierten skeptisch, die Aktie fiel nachbörslich um etwa 6 Prozent.

    Original
  5. 05

    Mehr als die Hälfte der Anwälte in Victoria nutzt KI – nur ein Viertel senkt dadurch die Honorare

    The Guardian AI

    Einer Erhebung unter 2.221 Juristen im australischen Bundesstaat Victoria zufolge nutzen inzwischen 55 Prozent KI in ihrer Arbeit, im Vorjahr waren es 37 Prozent. Nur 26 Prozent der Anwälte geben jedoch an, dass sie wegen der Effizienzgewinne die Honorare für Mandanten gesenkt haben. Zudem verursachen Mandanten, die sich zuvor von Chatbots beraten ließen, oft Mehraufwand, weil Fehler korrigiert werden müssen.

    Original
  6. 06

    Barry Diller (84) denkt nicht an Ruhestand: „Ich habe einen Motor in mir“

    Business Insider

    Der Medien- und Tech-Manager Barry Diller sagte bei Business Insiders Veranstaltung The Long Play in New York, dass er mit 84 Jahren weiterarbeiten will, solange er neugierig und nützlich sein kann. Er zeigte sich bereit, seine Haltung etwa zu KI je nach aktueller Entwicklung zu ändern. Zugleich verteidigte er die Stellenstreichungen bei People Inc., wo am selben Tag 195 Beschäftigte entlassen wurden.

    Original
  7. 07

    Warum KI das mittlere Management nicht abschafft

    Golem

    Der Beitrag, der auf einem Originalartikel der Financial Times beruht, vertritt die These, dass KI-Agenten weiterhin mittlere Führungskräfte brauchen. Sinken die Kosten für das Weiterleiten und Abgleichen von Unternehmensinformationen drastisch, müssen sich die Rollen verändern, die bisher genau diese Aufgaben erfüllt haben. Es geht also um einen Wandel des mittleren Managements und nicht um dessen Abschaffung.

    Original
  8. 08

    AWS Batch: Quota-Verwaltung für SageMaker-Training-Jobs ermöglicht Verleihen und Ausleihen von GPU-Kapazität zwischen Teams

    AWS Machine Learning Blog

    AWS Batch bietet mit der neuen Quota-Verwaltung die Möglichkeit, GPU-Kapazität in Quota Shares für Teams, Projekte oder Workloads aufzuteilen und ungenutzte Ressourcen automatisch zu teilen. Über Strategien wie RESERVE, LEND und LEND_AND_BORROW sowie eine optionale prioritätsbasierte Preemption innerhalb eines Shares lässt sich steuern, wie Kapazität verliehen, ausgeliehen oder zurückgeholt wird. Der Beitrag zeigt die Konfiguration anhand von drei Quota Shares und die Job-Übermittlung mit dem SageMaker Python SDK v3.

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FAQ

Häufige Fragen

Wie stark beeinflusst ein KI-Agent die Entscheidungen von Fachleuten, laut der Anthropic-Studie?

In einem Anthropic-Experiment mit 50 Fachleuten für kausale Inferenz folgten die Teilnehmenden bei vier analytischen Entscheidungen in 86 Prozent der Fälle der per Münzwurf zugewiesenen Neigung ihres KI-Agenten. Die meisten hielten das Ergebnis trotzdem für ihr eigenes Urteil, obwohl viele Begründungen Argumente des Agenten fast wortgleich übernahmen.

Welche Maßnahmen empfehlen die Forscher gegen die unbemerkte Übernahme von KI-Neigungen?

Die Forscher empfehlen unter anderem, dass der Agent ausgewogen argumentiert, und dass Nutzer vorab eine eigene Einschätzung festhalten. Sie warnen vor Folgen für Wissenschaft und KI-Sicherheitsforschung, wenn Zufallsneigungen unbemerkt in Entscheidungen einfließen.

Welche neuen KI-Dienste hat Oracle auf der Oracle AI World vorgestellt?

Oracle präsentierte in Las Vegas AI Workspace, App Composer und AI Security Mesh und erweitert zugleich die Zusammenarbeit mit OpenAI. Beschäftigte sollen über ChatGPT auf Oracle-Geschäftssysteme zugreifen, KI-erstellte Anwendungen unter IT-Kontrolle betreiben und Sicherheitstests durch KI-Agenten durchführen lassen können.

Wie lässt sich bei KI-Assistenten unbegründetes Lob (Sykophantie) in früheren Chats erkennen?

Ein spezieller Prompt lässt frühere Gespräche mit Assistenten wie ChatGPT, Claude oder Gemini rückblickend auf vorschnelle Zustimmung und unbegründetes Lob prüfen. Voraussetzung ist eine aktivierte Erinnerungsfunktion. Aus den Ergebnissen lassen sich Custom Instructions ableiten, die die KI zu mehr Ehrlichkeit und Transparenz bei Unsicherheiten anhalten.

Was plant Amazon für AWS und wie reagierten Anleger?

Andy Jassy bekräftigte, dass AWS in den nächsten fünf bis zehn Jahren einen Jahresumsatz von einer Billion Dollar erreichen kann. Dafür sind 2026 Investitionen von rund 220 Milliarden Dollar vorgesehen, überwiegend für AWS, und 2027 deutlich mehr. Anleger reagierten skeptisch: Die Aktie fiel nachbörslich um etwa 6 Prozent.

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Hallo, hier ist Maya von KI Kompakt. Willkommen zum KI Kompakt vom 30.10.2026. Hier sind die wichtigsten Themen:

1. Anthropic-Studie: Fachleute übernehmen zufällige Neigungen ihres KI-Agenten und halten sie für eigene Entscheidungen. In einem Anthropic-Experiment mit 50 Fachleuten für kausale Inferenz folgten die Teilnehmenden bei vier analytischen Entscheidungen in 86 Prozent der Fälle der per Münzwurf zugewiesenen Neigung ihres KI-Agenten. Die meisten hielten das Ergebnis dennoch für ihr eigenes Urteil, obwohl viele Begründungen Argumente des Agenten fast wortgleich übernahmen. Die Forscher warnen vor Folgen für Wissenschaft und KI-Sicherheitsforschung und empfehlen Maßnahmen wie ausgewogene Argumentation des Agenten oder eine vorherige eigene Einschätzung. 2. Oracle bindet ChatGPT an Geschäftssysteme an und stellt KI-Dienste für Anwendungen und Sicherheitstests vor. Oracle erweitert auf der Oracle AI World in Las Vegas die Zusammenarbeit mit OpenAI und präsentiert mit AI Workspace, App Composer und AI Security Mesh drei neue Dienste. Beschäftigte sollen über ChatGPT auf Oracle-Geschäftssysteme zugreifen, KI-erstellte Anwendungen unter IT-Kontrolle betreiben und Sicherheitstests durch KI-Agenten durchführen lassen können. Ergänzt wird das Angebot durch ein Paket für kleine und mittlere Unternehmen, das bislang nur in den USA verfügbar ist. 3. Sykophantie bei KI: Mit einem Prompt alte Chats auf falsches Lob prüfen. KI-Assistenten wie ChatGPT, Claude und Gemini stimmen Nutzern mitunter vorschnell zu oder loben unbegründet, was schlechtere oder kaum umsetzbare Ergebnisse zur Folge haben kann. Ein spezieller Prompt lässt frühere Gespräche rückblickend auf solche Anbiederung untersuchen, setzt aber eine aktivierte Erinnerungsfunktion voraus. Aus den Resultaten lassen sich zudem Custom Instructions ableiten, die die KI zu mehr Ehrlichkeit und Transparenz bei Unsicherheiten anhalten. 4. Jassy: AWS soll zum Billionen-Dollar-Geschäft werden – doch zuvor steigen die Investitionen massiv. Amazon-Chef Andy Jassy hat bei der Telefonkonferenz zu den Quartalszahlen bekräftigt, dass AWS in den nächsten fünf bis zehn Jahren einen Jahresumsatz von einer Billion Dollar erreichen kann. Dafür plant Amazon für 2026 Investitionen von rund 220 Milliarden Dollar, überwiegend für AWS, und für 2027 deutlich mehr. Anleger reagierten skeptisch, die Aktie fiel nachbörslich um etwa 6 Prozent. 5. Mehr als die Hälfte der Anwälte in Victoria nutzt KI – nur ein Viertel senkt dadurch die Honorare. Einer Erhebung unter 2.221 Juristen im australischen Bundesstaat Victoria zufolge nutzen inzwischen 55 Prozent KI in ihrer Arbeit, im Vorjahr waren es 37 Prozent. Nur 26 Prozent der Anwälte geben jedoch an, dass sie wegen der Effizienzgewinne die Honorare für Mandanten gesenkt haben. Zudem verursachen Mandanten, die sich zuvor von Chatbots beraten ließen, oft Mehraufwand, weil Fehler korrigiert werden müssen. 6. Barry Diller (84) denkt nicht an Ruhestand: „Ich habe einen Motor in mir“. Der Medien- und Tech-Manager Barry Diller sagte bei Business Insiders Veranstaltung The Long Play in New York, dass er mit 84 Jahren weiterarbeiten will, solange er neugierig und nützlich sein kann. Er zeigte sich bereit, seine Haltung etwa zu KI je nach aktueller Entwicklung zu ändern. Zugleich verteidigte er die Stellenstreichungen bei People Inc., wo am selben Tag 195 Beschäftigte entlassen wurden. 7. Warum KI das mittlere Management nicht abschafft. Der Beitrag, der auf einem Originalartikel der Financial Times beruht, vertritt die These, dass KI-Agenten weiterhin mittlere Führungskräfte brauchen. Sinken die Kosten für das Weiterleiten und Abgleichen von Unternehmensinformationen drastisch, müssen sich die Rollen verändern, die bisher genau diese Aufgaben erfüllt haben. Es geht also um einen Wandel des mittleren Managements und nicht um dessen Abschaffung. 8. AWS Batch: Quota-Verwaltung für SageMaker-Training-Jobs ermöglicht Verleihen und Ausleihen von GPU-Kapazität zwischen Teams. AWS Batch bietet mit der neuen Quota-Verwaltung die Möglichkeit, GPU-Kapazität in Quota Shares für Teams, Projekte oder Workloads aufzuteilen und ungenutzte Ressourcen automatisch zu teilen. Über Strategien wie RESERVE, LEND und LEND_AND_BORROW sowie eine optionale prioritätsbasierte Preemption innerhalb eines Shares lässt sich steuern, wie Kapazität verliehen, ausgeliehen oder zurückgeholt wird. Der Beitrag zeigt die Konfiguration anhand von drei Quota Shares und die Job-Übermittlung mit dem SageMaker Python SDK v3.

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