KI bei den US-Zwischenwahlen: Chatbots, Rechenzentren, Musk (04.11.2026)
KI-Chatbots patzen bei Wahlinfos, ChatGPT kratzt an Googles Suchvolumen, und vor den Midterms muss sich KI im Wahlkampf bewähren. Dazu: OpenAIs neues Wort für Rechenzentren und Anthropics schnellere Agenten.
In dieser Folge
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Fehlerhafte Wahlinfos: Warum KI-Chatbots vor den US-Zwischenwahlen kein verlässlicher Ratgeber sind
Wired AIAm Tag der US-Zwischenwahlen greifen viele Wähler auf KI-Chatbots zurück, obwohl diese häufig veraltete, erfundene oder aus parteiischen Quellen stammende Informationen liefern. Untersuchungen von Forum AI und NewsGuard zeigen, dass bei fast 40 Prozent der Antworten mindestens ein Faktenfehler auftritt und die Systeme in großem Umfang sogenannte „Pink-Slime“-Seiten zitieren. Expertin Nina Jankowicz kritisiert, Unternehmen hätten die Fähigkeiten von KI massiv überversprochen.
Original - 02
OpenAI: ChatGPT-Suchanfragen erreichen 20 Prozent des Google-Volumens
The Verge AILaut OpenAI entspricht das Volumen der über ChatGPT laufenden Suchanfragen inzwischen 20 Prozent des Google-Volumens. ChatGPT-Produktchef Adam Fry gab dies bei einem Pressetermin bekannt und zählt dabei nur Anfragen, die eine Websuche auslösen. Parallel setzt OpenAI auf eine visuelle, interaktive Oberfläche und auf Werbung als möglichen Weg zur Profitabilität.
Original - 03
Guardian sucht Erfahrungsberichte zu KI als Inspiration für Torten und Backwaren
The Guardian AIDer Guardian ruft Bäckerinnen, Bäcker und Kuchenliebhaber dazu auf, von ihren Erfahrungen mit KI-Werkzeugen wie Claude und ChatGPT als kreative Inspirationsquelle zu berichten. Im Mittelpunkt steht die Frage, was passiert, wenn künstliche Intelligenz auf das handwerkliche Backen trifft und ob daraus außergewöhnliche Kreationen oder große Pannen entstehen.
Original - 04
Anthropic führt Message Threads für schnellere langlaufende KI-Agenten ein
The DecoderAnthropic hat für die Claude-Plattform die Funktion Message Threads als öffentliche Beta veröffentlicht. Statt bei jeder Anfrage den gesamten Gesprächsverlauf neu zu senden, wird nur noch das Neue seit der letzten Nachricht übermittelt. Laut Anthropic sinkt dadurch die Wartezeit bis zur ersten Antwort bei sehr langen Anfragen um rund 35 Prozent.
Original - 05
Midterms 2026: Demokraten gewinnen in Texas, Ohio und Pennsylvania – Musk, Rechenzentren und Kaliforniens Milliardärssteuer im Fokus
Business InsiderBei den US-Zwischenwahlen 2026 zeichnet sich laut Projektionen ein Senatsgewinn der Demokraten ab, darunter ein überraschender Erfolg von James Talarico in Texas gegen Ken Paxton, den Elon Musk mit mindestens 158 Millionen Dollar unterstützt hatte. In mehreren Rennen, etwa in Ohio und Pennsylvania, spielte der Streit um Rechenzentren und KI eine zentrale Rolle. Daneben steht in Kalifornien eine einmalige Steuer von 5 Prozent auf Vermögen von über einer Milliarde Dollar zur Abstimmung.
Original - 06
KI steht nicht zur Wahl, wird aber bei den Zwischenwahlen auf die Probe gestellt
Business InsiderBei den US-Zwischenwahlen 2026 könnte sich die Machtverteilung in Washington verschieben, da Prognosen einen Verlust der republikanischen Kontrolle über beide Kongresskammern für wahrscheinlich halten. Künstliche Intelligenz spielt dabei vor allem über Rechenzentren, Wahlkampfspenden und eine geplante Milliardärssteuer in Kalifornien eine Rolle. Die Ergebnisse könnten zeigen, wie groß die Akzeptanz für KI-Infrastruktur in der Bevölkerung ist und wie Tech-Konzerne künftig um Wähler werben.
Original - 07
Rechenzentren unbeliebt: OpenAI will sie nun „Compute Campuses“ nennen
The Guardian AIOpenAI will Rechenzentren künftig „Compute Campuses“ nennen, um ihr schlechtes Image aufzubessern, da eine Mehrheit der US-Amerikaner sie ablehnt und sie zu einem Thema der Zwischenwahlen geworden sind. Die Kolumnistin Arwa Mahdawi hält die Umbenennung für wenig überzeugend und verweist auf weitere Mittel der Branche, etwa wohlwollende Berichterstattung bei Fox News und das zunehmend harte Vorgehen gegen Protestierende.
Original - 08
Webinar zu KI-Coding-Agenten: Claude Code, GitHub Copilot und OpenAI Codex im Entwicklungsalltag
HeiseEin vierstündiges Online-Webinar zeigt, wie Entwicklerinnen und Entwickler Coding-Agenten wie Claude Code, GitHub Copilot und OpenAI Codex in die Arbeit mit Xcode integrieren und deren Ergebnisse prüfen. Referent Klaus M. Rodewig behandelt neben Workflows und Code-Review auch Risiken wie Prompt Injection sowie rechtliche und wirtschaftliche Aspekte. Der Termin ist der 3. Dezember 2026.
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Fehlerhafte Wahlinfos: Warum KI-Chatbots vor den US-Zwischenwahlen kein verlässlicher Ratgeber sind
Wired AIAm Tag der US-Zwischenwahlen greifen viele Wähler auf KI-Chatbots zurück, obwohl diese häufig veraltete, erfundene oder aus parteiischen Quellen stammende Informationen liefern. Untersuchungen von Forum AI und NewsGuard zeigen, dass bei fast 40 Prozent der Antworten mindestens ein Faktenfehler auftritt und die Systeme in großem Umfang sogenannte „Pink-Slime“-Seiten zitieren. Expertin Nina Jankowicz kritisiert, Unternehmen hätten die Fähigkeiten von KI massiv überversprochen.
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OpenAI: ChatGPT-Suchanfragen erreichen 20 Prozent des Google-Volumens
The Verge AILaut OpenAI entspricht das Volumen der über ChatGPT laufenden Suchanfragen inzwischen 20 Prozent des Google-Volumens. ChatGPT-Produktchef Adam Fry gab dies bei einem Pressetermin bekannt und zählt dabei nur Anfragen, die eine Websuche auslösen. Parallel setzt OpenAI auf eine visuelle, interaktive Oberfläche und auf Werbung als möglichen Weg zur Profitabilität.
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Guardian sucht Erfahrungsberichte zu KI als Inspiration für Torten und Backwaren
The Guardian AIDer Guardian ruft Bäckerinnen, Bäcker und Kuchenliebhaber dazu auf, von ihren Erfahrungen mit KI-Werkzeugen wie Claude und ChatGPT als kreative Inspirationsquelle zu berichten. Im Mittelpunkt steht die Frage, was passiert, wenn künstliche Intelligenz auf das handwerkliche Backen trifft und ob daraus außergewöhnliche Kreationen oder große Pannen entstehen.
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Anthropic führt Message Threads für schnellere langlaufende KI-Agenten ein
The DecoderAnthropic hat für die Claude-Plattform die Funktion Message Threads als öffentliche Beta veröffentlicht. Statt bei jeder Anfrage den gesamten Gesprächsverlauf neu zu senden, wird nur noch das Neue seit der letzten Nachricht übermittelt. Laut Anthropic sinkt dadurch die Wartezeit bis zur ersten Antwort bei sehr langen Anfragen um rund 35 Prozent.
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Midterms 2026: Demokraten gewinnen in Texas, Ohio und Pennsylvania – Musk, Rechenzentren und Kaliforniens Milliardärssteuer im Fokus
Business InsiderBei den US-Zwischenwahlen 2026 zeichnet sich laut Projektionen ein Senatsgewinn der Demokraten ab, darunter ein überraschender Erfolg von James Talarico in Texas gegen Ken Paxton, den Elon Musk mit mindestens 158 Millionen Dollar unterstützt hatte. In mehreren Rennen, etwa in Ohio und Pennsylvania, spielte der Streit um Rechenzentren und KI eine zentrale Rolle. Daneben steht in Kalifornien eine einmalige Steuer von 5 Prozent auf Vermögen von über einer Milliarde Dollar zur Abstimmung.
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KI steht nicht zur Wahl, wird aber bei den Zwischenwahlen auf die Probe gestellt
Business InsiderBei den US-Zwischenwahlen 2026 könnte sich die Machtverteilung in Washington verschieben, da Prognosen einen Verlust der republikanischen Kontrolle über beide Kongresskammern für wahrscheinlich halten. Künstliche Intelligenz spielt dabei vor allem über Rechenzentren, Wahlkampfspenden und eine geplante Milliardärssteuer in Kalifornien eine Rolle. Die Ergebnisse könnten zeigen, wie groß die Akzeptanz für KI-Infrastruktur in der Bevölkerung ist und wie Tech-Konzerne künftig um Wähler werben.
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Rechenzentren unbeliebt: OpenAI will sie nun „Compute Campuses“ nennen
The Guardian AIOpenAI will Rechenzentren künftig „Compute Campuses“ nennen, um ihr schlechtes Image aufzubessern, da eine Mehrheit der US-Amerikaner sie ablehnt und sie zu einem Thema der Zwischenwahlen geworden sind. Die Kolumnistin Arwa Mahdawi hält die Umbenennung für wenig überzeugend und verweist auf weitere Mittel der Branche, etwa wohlwollende Berichterstattung bei Fox News und das zunehmend harte Vorgehen gegen Protestierende.
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Webinar zu KI-Coding-Agenten: Claude Code, GitHub Copilot und OpenAI Codex im Entwicklungsalltag
HeiseEin vierstündiges Online-Webinar zeigt, wie Entwicklerinnen und Entwickler Coding-Agenten wie Claude Code, GitHub Copilot und OpenAI Codex in die Arbeit mit Xcode integrieren und deren Ergebnisse prüfen. Referent Klaus M. Rodewig behandelt neben Workflows und Code-Review auch Risiken wie Prompt Injection sowie rechtliche und wirtschaftliche Aspekte. Der Termin ist der 3. Dezember 2026.
Original
Häufige Fragen
Warum sind KI-Chatbots bei Wahlinformationen kein verlässlicher Ratgeber?
Untersuchungen von Forum AI und NewsGuard zeigen, dass bei fast 40 Prozent der Chatbot-Antworten zu den US-Zwischenwahlen mindestens ein Faktenfehler auftritt. Die Systeme liefern teils veraltete oder erfundene Angaben und zitieren in großem Umfang parteiische „Pink-Slime“-Seiten. Expertin Nina Jankowicz kritisiert, Unternehmen hätten die Fähigkeiten von KI massiv überversprochen.
Wie stark hat sich ChatGPT als Suchwerkzeug etabliert?
Laut OpenAI entspricht das Volumen der Suchanfragen über ChatGPT inzwischen 20 Prozent des Google-Volumens. Gezählt werden dabei nur Anfragen, die eine Websuche auslösen. OpenAI setzt zudem auf eine visuelle, interaktive Oberfläche und prüft Werbung als möglichen Weg zur Profitabilität.
Was bringt die neue Funktion Message Threads von Anthropic?
Message Threads, derzeit als öffentliche Beta auf der Claude-Plattform verfügbar, übermitteln nur noch das Neue seit der letzten Nachricht statt jedes Mal den gesamten Gesprächsverlauf. Laut Anthropic sinkt die Wartezeit bis zur ersten Antwort bei sehr langen Anfragen um rund 35 Prozent. Das beschleunigt vor allem langlaufende KI-Agenten.
Welche Rolle spielt KI bei den US-Zwischenwahlen 2026?
KI steht nicht selbst zur Wahl, wirkt aber über Rechenzentren, Wahlkampfspenden und Kaliforniens geplante Milliardärssteuer von 5 Prozent auf Vermögen über einer Milliarde Dollar in die Wahlen hinein. In Rennen wie Ohio und Pennsylvania war der Streit um Rechenzentren zentral. Die Ergebnisse könnten zeigen, wie groß die Akzeptanz für KI-Infrastruktur ist und wie Tech-Konzerne künftig um Wähler werben.
Was bedeuten die Zwischenwahlen für die Machtverhältnisse in Washington?
Prognosen halten einen Verlust der republikanischen Kontrolle über beide Kongresskammern für wahrscheinlich. Projektionen deuten zudem auf einen Senatsgewinn der Demokraten hin, etwa durch James Talarico in Texas gegen Ken Paxton, den Elon Musk mit mindestens 158 Millionen Dollar unterstützt hatte.
Vollständiges Transkript
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Hallo, hier ist Maya von KI Kompakt. Heute dreht sich vieles um die Frage: Wie weit können wir KI vertrauen, und wer baut gerade die Infrastruktur dahinter? Dazu kommen die US-Zwischenwahlen, bei denen künstliche Intelligenz gleich auf mehreren Ebenen eine Rolle spielt. Und eine Neuerung von Anthropic für alle, die mit Agenten arbeiten. Fangen wir mit den Wahlen an. Am Tag der Zwischenwahlen greifen viele Menschen in den USA zu KI-Chatbots. Laut Pew Research hat rund die Hälfte der befragten Erwachsenen schon mal einen Chatbot genutzt. Acht Prozent davon haben sich vor den Wahlen über Kandidaten und Positionen informiert. Das Problem: Die Antworten sind oft schlecht. Untersuchungen von Forum AI und NewsGuard zeigen, dass fast 40 Prozent der Antworten mindestens einen Faktenfehler enthalten. Ein paar Beispiele. Googles Gemini nannte für die Briefwahlanforderung in Pennsylvania den 3. November als Frist. Tatsächlich war es der 27. Oktober. Googles AI Mode wollte in der Vorwoche die Ergebnisse der Wahl 2020 gar nicht nennen. Und Claude hat im August bei einer Frage zum Kongressabgeordneten Don Davis aus North Carolina diesen mit einem gleichnamigen ehemaligen Schulleiter vermischt. Dazu kommt ein Quellenproblem. Laut NewsGuard zitieren gängige Chatbots bei Fragen zu den Zwischenwahlen in fast der Hälfte der Fälle sogenannte Pink-Slime-Seiten. Das sind Seiten, die wie seriöse Nachrichtenportale aussehen, aber von politischen oder ideologischen Gruppen oder Einzelpersonen finanziert werden. ChatGPT schnitt am schlechtesten ab, mit Verweisen auf solche Seiten in über 70 Prozent der Suchen. Grok von xAI war mit 30 Prozent am besten, was aber auch nicht gerade beruhigend ist. Google und Anthropic haben auf Anfragen nicht reagiert. OpenAI verwies auf einen Blogbeitrag zum eigenen Vorgehen bei den Wahlen 2026. Nina Jankowicz vom American Sunlight Project sagt, KI sei vorhersagend und erfinde oft Antworten, wenn sie keine hat. Die Unternehmen hätten die Fähigkeiten massiv überversprochen. Die Einordnung für uns: Bei allem, was sich schnell ändert oder rechtlich verbindlich ist, also Fristen, Wahllokale, Regeln, gehört der Blick auf die offizielle Quelle. Ein Chatbot ist da bestenfalls ein Wegweiser. Das passt zur nächsten Meldung, denn ausgerechnet ChatGPT wird als Suchmaschine immer wichtiger. OpenAI sagt, das Volumen der Suchanfragen über ChatGPT entspreche inzwischen 20 Prozent des Google-Volumens. Die Zahl nannte ChatGPT-Produktchef Adam Fry bei einem Pressetermin. Wichtig ist, was OpenAI als Suche zählt: nur Eingaben, die eine Websuche auslösen. Aufgaben wie ein Begriff erklären oder eine einfache Anleitung fallen raus. Woher die Vergleichszahl für Google stammt, sagte Fry nicht. Man sollte die 20 Prozent also als Hausnummer lesen, nicht als geprüfte Messung. Trotzdem ist der Trend spannend. Zur Erinnerung: Microsoft-Chef Satya Nadella sagte 2023 im Kartellverfahren gegen Google, Bing habe nach über einem Jahrzehnt nur etwa 3 Prozent Marktanteil. Und Google selbst hat im Verfahren KI als möglichen Störfaktor bezeichnet und gesagt, ChatGPT könne ernsthaft konkurrieren. OpenAI nutzt für einen erheblichen Teil der Suchen wohl Microsoft Bing und einen eigenen Index. Es gibt sogar Spekulationen, dass einige Anfragen über Google laufen. Dazu baut OpenAI die Oberfläche um. Die sogenannte Intelligent UI soll visuelle, interaktive Elemente in die Antworten bringen. Fry sagte dazu: „Du sprichst mit einer Leinwand." Und beim Geld wird es konkret. OpenAI kündigte im Vormonat an, in ChatGPT künftig Bilder gesponserter Produkte zu zeigen, und strebt einen möglichen Börsengang Anfang nächsten Jahres an. Für Unternehmen und Marketing-Teams heißt das: Sichtbarkeit in KI-Antworten wird ein eigenes Thema, ähnlich wie früher Suchmaschinenoptimierung. Und für Nutzer heißt es: Die Frage, wer für welche Antwort bezahlt hat, wird wichtiger. Jetzt zu den Entwicklern. Anthropic hat für die Claude-Plattform Message Threads als öffentliche Beta gestartet. Die Idee ist einfach. Bisher wurde bei jeder Anfrage der komplette Gesprächsverlauf neu gesendet. Jetzt geht nur noch das Neue seit der letzten Nachricht über die Leitung. Laut Anthropic sinkt dadurch die Wartezeit bis zum ersten Token bei Anfragen zwischen 500.000 und einer Million Tokens um rund 35 Prozent. Profitieren sollen vor allem Coding-Agenten, Computer-Use-Agenten und Workflows mit vielen Dokumenten oder Bildern. Ein paar Details sind wichtig. Der Thread bleibt zwischen den Anfragen verschlüsselt im Arbeitsspeicher und läuft nach fünf Minuten Inaktivität ab. Der Token-Verbrauch bleibt gleich, weil Claude weiterhin den gesamten Verlauf liest. Es wird also schneller, aber nicht billiger. Verfügbar ist die Funktion auf der Claude-Plattform sowie über AWS, Microsoft Foundry und Google Cloud. Für alle, die lange laufende Agenten betreiben, ist das ein praktischer Gewinn, weil sich Wartezeiten bei großen Kontexten sonst richtig summieren. Und damit zur Infrastruktur, die all das trägt. Rechenzentren sind bei den US-Zwischenwahlen zu einem echten Wahlkampfthema geworden. Laut früheren Umfragen will die große Mehrheit der Amerikaner sie nicht in der Nachbarschaft haben. Viele machen sie für steigende Stromrechnungen verantwortlich. Politiker reagieren mit Forderungen von Moratorien bis zu zusätzlichen Schutzmaßnahmen für Wasserversorgung und Strompreise. Ein paar Beispiele aus den Rennen. In Ohio soll laut Associated Press Sherrod Brown den Senator Jon Husted schlagen. Die Wahlkampforganisation der Senatsrepublikaner hatte KI-Labore im Sommer gewarnt: Wenn Husted verliert und das den Rechenzentren angelastet wird, würden Politiker im ganzen Land sie meiden. In Pennsylvania soll Bob Harvie den fünfmaligen Abgeordneten Brian Fitzpatrick besiegen. Harvie forderte ein Moratorium für Rechenzentren und kritisierte Fitzpatricks Unterstützung für ein großes Amazon-Rechenzentrum in Falls Township. In Michigan fordert Senatskandidat Abdul El-Sayed staatliche Beteiligungen an KI-Unternehmen. Sein Gegner Mike Rogers will eine Pause beim Bau von Rechenzentren. Wenn sich beide Lager bei dem Thema annähern, zeigt das, wie stark der Druck von unten geworden ist. Auch das Geld spielt eine Rolle. Laut New York Times hat Elon Musk fast eine halbe Milliarde Dollar gespendet, die höchste Summe eines Nicht-Kandidaten in einem einzelnen Wahlzyklus. Mindestens 158 Millionen Dollar gingen an die Kampagne von Ken Paxton in Texas. Dort gewann den Projektionen zufolge aber der Demokrat James Talarico. Und OpenAI spricht laut einem von Politico eingesehenen Memo seiner obersten Lobbyistin schon potenzielle Präsidentschaftsbewerber für 2028 an, wie sie über KI reden sollten. Die Branche positioniert sich also früh. In Kalifornien steht außerdem eine einmalige Steuer von 5 Prozent auf Vermögen von über einer Milliarde Dollar zur Abstimmung. Einige KI-Milliardäre sind laut Bericht schon nach Florida gezogen. Mark Zuckerberg erwog einen Wegzug, bis Meta eingriff. Gouverneur Gavin Newsom und Google-Mitgründer Sergey Brin sind dagegen. Eine Umfrage sah die Gegner mit 50 zu 42 Prozent vorn. Das Ergebnis kann Tage oder Wochen dauern. Zurück zu den Rechenzentren, denn OpenAI versucht es mit Sprache. Das Unternehmen will sie künftig „Compute Campuses" nennen. Ein Sprecher sagte, der Begriff beschreibe Größe und Rolle der Infrastruktur besser und stehe für langfristige Investitionen in Rechenleistung, Energieinfrastruktur und qualifizierte Arbeit. Die Kolumnistin Arwa Mahdawi vom Guardian bleibt skeptisch. Sie verweist auf eine Morning-Consult-Studie von 2017: Ein Drittel der Amerikaner wusste nicht, dass der Affordable Care Act und Obamacare dasselbe sind. Rund 80 Prozent der Republikaner lehnten Obamacare stark ab, den Affordable Care Act aber nur etwa 60 Prozent. Wörter wirken also tatsächlich. Dazu kommt laut Media Matters: Seit dem 18. August stieg die Zahl rechenzentrumsfreundlicher Aussagen von Fox-News-Personen und -Gästen um 420 Prozent. An dem Tag hatte das National Republican Senatorial Committee vor den Folgen der Ablehnung für republikanische Kandidaten gewarnt. Ob eine neue Bezeichnung hilft, wenn der Strompreis steigt, ist fraglich. Zum Abschluss noch etwas Leichteres. Der Guardian sucht Erfahrungsberichte von Bäckerinnen, Bäckern und Kuchenliebhabern, die Claude oder ChatGPT als Inspiration für Torten genutzt haben. Kunden entwerfen mit KI ihre Traumtorte und bringen sie zum Bäcker. Die Redaktion will wissen, ob daraus außergewöhnliche Kreationen oder gewaltige Desaster entstanden sind. Ein kleines Beispiel dafür, wie normal diese Werkzeuge im Alltag geworden sind, auch im Handwerk. Was nehmen wir mit? KI wird gleichzeitig mächtiger und angreifbarer. Als Informationsquelle für Wahlen taugen Chatbots noch nicht verlässlich. Als Suchmaschine gewinnen sie Boden, mit Werbung als Geschäftsmodell. Und die Rechenzentren dahinter werden zur politischen Frage. Technik und Politik lassen sich bei KI nicht mehr trennen. Das war es für heute. Ich freue mich auf morgen. Dieser Podcast ist übrigens vollständig KI-generiert, und alle Quellen und Hintergründe findet ihr auf unserer Website.
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