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Wirtschaft im Fokus
Folge 10921.10.202611:05 KI-vertont

Bauzinsen-Hoch, China-Schock 2.0, Qiagen-Deal und SpaceX-Rekord (21.10.2026)

Themen

In dieser Folge

10
  1. 01

    China-Schock 2.0: Wie sich Europas Industrie gegen subventionierte Konkurrenz aus China wehren kann

    Tagesschau

    Chinas Exportoffensive setzt Europas Schlüsselindustrien wie Automobilbau, Chemie und Maschinenbau zunehmend unter Druck, wobei massive Staatssubventionen und ein womöglich unterbewerteter Yuan den chinesischen Herstellern helfen. Die EU-Kommission will neue Instrumente gegen unfaire Handelspraktiken entwickeln, doch Ökonomen sind uneins, ob und wie hoch Zölle sein sollten. Einigkeit besteht darin, dass Handelsschranken allein nicht genügen, sondern höchstens Zeit verschaffen, um technologisch aufzuholen und den Standort Europa zu stärken.

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  2. 02

    Bauzinsen auf höchstem Stand seit 2009: Iran-Konflikt und EZB-Zinserhöhung verteuern Immobilienkredite

    Manager Magazin

    Die durchschnittliche Verzinsung zehnjähriger Immobilienkredite in Deutschland hat laut Interhyp knapp 4,5 Prozent erreicht und liegt damit so hoch wie seit 2009 nicht mehr. Auslöser sind das Wiederaufflammen des Iran-Konflikts, die dadurch gestiegenen Inflationssorgen und die darauf folgende Leitzinserhöhung der EZB. Das belastet sowohl Kaufinteressenten als auch den Wohnungsbau, der etwa in Bayern deutliche Auftragsrückgänge verzeichnet.

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  3. 03

    Micron einigt sich mit Gewerkschaft in Taichung und wendet Produktionsstörung in Taiwan ab

    WirtschaftsWoche

    Der US-Chiphersteller Micron hat sich mit einer wichtigen Gewerkschaft am taiwanischen Standort Taichung geeinigt und damit eine mögliche Verschärfung der globalen Chip-Knappheit vorerst abgewendet. Beide Seiten zogen sich daraufhin aus dem für Donnerstag angesetzten Schlichtungsverfahren zurück, über die Inhalte der Vereinbarung ist bislang nichts bekannt. Offen bleibt, ob ein geplanter Warnstreik einer anderen Gewerkschaft am Standort Taoyuan stattfindet.

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  4. 04

    Business-Ticker: Deutsche Börse hebt Ziele an, CATL enttäuscht, Carrefour senkt Prognose

    FAZ Wirtschaft

    Die Deutsche Börse hebt nach einem starken Quartal zum zweiten Mal binnen weniger Monate ihre Jahresziele an, während CATL mit dem geringsten Gewinnzuwachs seit fast zwei Jahren Anleger enttäuscht. Carrefour senkt wegen der Unruhen in Frankreich seine Prognose, und Ryanair-Chef Michael O'Leary erwartet im kommenden Jahr den historisch stärksten Anstieg der Flugpreise in Europa. Zudem meldet Adidas Rekordzahlen samt 200 Millionen Euro erstatteter US-Zölle, Qualcomm kündigt einen Stellenabbau an und die insolvente Warenhauskette Galeria erhält einen Massekredit.

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  5. 05

    SpaceX erzielt dank Starlink und KI-Rechenzentren Rekordquartal mit 4,4 Milliarden Dollar Gewinn

    n-tv Wirtschaft

    SpaceX hat im dritten Quartal nach einem Vorjahresverlust von gut einer Milliarde Dollar einen Gewinn von 4,4 Milliarden Dollar erzielt und die Analystenerwartungen übertroffen. Der Umsatz stieg von rund 5,58 auf 14,58 Milliarden Dollar, getragen vom Satelliteninternet Starlink und von der KI-Sparte mit ihren Rechenzentren. Parallel sorgen Vorwürfe der Ukraine wegen angeblich gedrosselter Datenraten sowie der Wettbewerb um Satelliten-Funkfrequenzen in Europa für Aufmerksamkeit.

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  6. 06

    Dax holt Tagesverluste auf: Hoffnung auf Lösung im Nahost-Konflikt stützt die Börsen

    Manager Magazin

    Der Dax hat seine Tagesverluste am Dienstag fast vollständig aufgeholt und schloss mit einem minimalen Minus von 0,1 Prozent bei 25.304 Punkten, nachdem Gerüchte über einen Kompromissvorschlag im Konflikt zwischen den USA und dem Iran die Stimmung aufhellten. Gleichzeitig belasteten wachsende Zweifel am KI- und Halbleiterboom Werte wie Infineon, Siemens Energy und Siemens, während Qiagen und Eon zu den Gewinnern zählten. In den USA legte der Dow Jones zu, und Anleger blickten gespannt auf anstehende Quartalszahlen von SpaceX, Meta und IBM.

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  7. 07

    KI in Unternehmen: Führungsetagen, Start-ups und Change Management als Schlüssel zum Erfolg

    Welt Wirtschaft

    Bei einer Podiumsdiskussion zur Verleihung des Deutschen KI-Preises waren sich die Experten von PwC, MongoDB und DHL einig, dass KI nur dann wirtschaftlich wirkt, wenn sie alle Unternehmensebenen einschließlich der Führung erreicht. Als Hürden nannten sie fehlendes Anwenderwissen, ungeklärtes Management von KI-Teams, interne Widerstände und Hindernisse für Start-ups beim Einkauf von Großunternehmen. Zugleich plädierten sie dafür, Mitarbeitern die Angst zu nehmen und die Chancen der Technologie zu nutzen.

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  8. 08

    Bericht: EQT bietet über neun Milliarden Euro für Diagnostikkonzern Qiagen

    WirtschaftsWoche

    Laut Bloomberg verhandelt die schwedische Beteiligungsgesellschaft EQT in fortgeschrittenen Gesprächen über die Übernahme von Qiagen und hat ein verbindliches Angebot von mehr als 50 Dollar je Aktie vorgelegt. Auch der Investor KKR soll geboten haben, und der Aufsichtsrat des Dax-Konzerns berät diese Woche über eine mögliche Transaktion. Die Qiagen-Aktie legte zuletzt deutlich zu und notiert auf dem höchsten Stand seit Mitte Februar.

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  9. 09

    Anthropic: Vorläufiger Börsenprospekt weist Halbjahresverlust von über 80 Milliarden Dollar aus

    Manager Magazin

    Das KI-Start-up Anthropic hat im ersten Halbjahr laut einem Bericht des „Wall Street Journal“ einen Nettoverlust von mehr als 80 Milliarden Dollar verbucht, nach 13 Milliarden Dollar im Vorjahreszeitraum. Den Großteil davon, rund 72 Milliarden Dollar, machen Bilanzierungseffekte aus Wertänderungen von Wandelanleihen und anderen Finanzinstrumenten aus. Gleichzeitig stieg der Umsatz auf rund 16,3 Milliarden Dollar, und der geplante Börsengang könnte unter anderem dem frühen Investor Eric Schmidt große Gewinne bringen.

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  10. 10

    Wiener Wirtschaftsinstitut senkt Wachstumsprognose für die Ukraine auf 0,6 Prozent

    Spiegel Wirtschaft

    Das Wiener Institut für Internationale Wirtschaftsvergleiche (wiiw) warnt, dass die ukrainische Wirtschaft wegen der anhaltenden russischen Angriffe "mit dem Rücken zur Wand" stehe, und hat seine Wachstumserwartung für dieses Jahr auf 0,6 Prozent gesenkt. Zerstörte Energieanlagen, Infrastruktur und Verladeeinrichtungen am Schwarzen Meer belasten die Wirtschaft ebenso wie Teuerung und hohe Zinsen. Russland hingegen dürfte den Krieg laut wiiw auch im kommenden Jahr weiter finanzieren können.

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FAQ

Häufige Fragen

Warum setzt Chinas Exportoffensive Europas Industrie so stark unter Druck?

Chinesische Hersteller profitieren von massiven Staatssubventionen und möglicherweise von einem unterbewerteten Yuan, wodurch sie ihre Produkte besonders günstig anbieten können. Das trifft vor allem Schlüsselbranchen wie Automobilbau, Chemie und Maschinenbau.

Reichen Zölle aus, um europäische Unternehmen vor subventionierter Konkurrenz aus China zu schützen?

Nein, darüber sind sich Ökonomen weitgehend einig: Handelsschranken können höchstens Zeit verschaffen. Strittig ist, ob und in welcher Höhe Zölle sinnvoll sind; entscheidend bleiben technologischer Aufholprozess und ein gestärkter Standort Europa.

Was plant die EU-Kommission gegen unfaire Handelspraktiken aus China?

Die EU-Kommission will neue Instrumente gegen unfaire Handelspraktiken entwickeln. Details und konkrete Zollhöhen sind noch offen, zumal Ökonomen über den richtigen Ansatz uneinig sind.

Wie hoch sind die Bauzinsen in Deutschland aktuell und was treibt sie?

Laut Interhyp liegt die durchschnittliche Verzinsung zehnjähriger Immobilienkredite bei knapp 4,5 Prozent, so hoch wie seit 2009 nicht mehr. Ursachen sind der wieder aufgeflammte Iran-Konflikt, gestiegene Inflationssorgen und die darauf folgende Leitzinserhöhung der EZB.

Welche Folgen haben die gestiegenen Bauzinsen für Käufer und Wohnungsbau?

Die höheren Finanzierungskosten belasten Kaufinteressenten und den Wohnungsbau. In Bayern zeigen sich bereits deutliche Auftragsrückgänge.

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Hallo, hier ist Leo von Wirtschaft im Fokus. Heute geht es um eine Frage, die sich durch fast alle Meldungen zieht: Wie robust ist die Wirtschaft, wenn gleichzeitig die Zinsen steigen, geopolitische Spannungen die Märkte bewegen und Europas Industrie unter Druck steht? Wir schauen auf Chinas Exportoffensive, auf die höchsten Bauzinsen seit 2009, auf den KI-Boom und auf eine Reihe von Unternehmenszahlen, die zeigen, wie gespalten die Lage gerade ist. Beginnen wir mit den Zinsen, weil sie viele Haushalte direkt treffen. Die durchschnittliche Verzinsung für zehnjährige Immobilienkredite liegt laut Interhyp bei knapp 4,5 Prozent. Das ist der höchste Wert seit der Finanzkrise 2009. Im Mai waren es noch 3,9 Prozent. Damit wurde auch das Zinshoch von Ende 2023 überschritten. Auslöser ist das Wiederaufflammen des Iran-Konflikts. Er hat die Inflationssorgen verstärkt, und darauf hat die EZB mit einer Leitzinserhöhung reagiert. Für Käufer ist das spürbar. Interhyp-Chef Jörg Utecht rechnet vor, dass der jüngste Anstieg bei einer durchschnittlichen Finanzierung fast 200 Euro mehr Monatsrate bedeutet. Viele Kundinnen und Kunden werden deshalb vorsichtiger. Das kommt auch am Bau an. Die bayerischen Bauinnungen melden für Juli ein Auftragsminus im Wohnungsbau von 8,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Aufs Jahr gerechnet sind es 3,2 Prozent, und das gegenüber einem ohnehin schwachen Vorjahr. Laut Bericht sieht es in allen Bundesländern ähnlich aus. Die Immobilienpreise haben ihre früheren Höchststände zwar noch nicht wieder erreicht. Aber wenn Kredite teurer werden, bleibt ein Aufschwung am Bau erst mal aus. Das hat Folgen für Beschäftigung und Handwerk, und es zeigt, wie schnell sich geldpolitische Entscheidungen im Alltag niederschlagen. Diese Zinsdebatte hängt direkt mit der Lage an den Börsen zusammen. Am Dienstag fiel der Dax zeitweise fast bis an die Marke von 25.000 Punkten. Dann kamen Gerüchte, dass Vermittler aus Katar und Pakistan einen Kompromissvorschlag im Konflikt zwischen den USA und dem Iran vorgelegt haben könnten. Der Dax holte seine Verluste fast komplett auf und schloss bei 25.304 Punkten, ein minimales Minus von 0,1 Prozent. Das zeigt, wie sehr die Märkte an den Nachrichten aus dem Nahen Osten hängen. Eine Entspannung dort würde die Inflationssorgen dämpfen und damit auch den Zinsdruck. Gleichzeitig gibt es wachsende Zweifel am Boom bei Künstlicher Intelligenz und Halbleitern. Das belastete Werte wie Infineon, Siemens Energy und Siemens. Qiagen dagegen legte um 3,8 Prozent zu, getrieben von Übernahmegerüchten. In den USA gab es ebenfalls ein gemischtes Bild. 3M stieg um 5,3 Prozent, nachdem der Konzern zum zweiten Mal in Folge seinen Jahresausblick angehoben hatte. General Motors fiel dagegen um 5,4 Prozent, weil das Unternehmen vorsichtiger auf das Jahr blickt. Konzernchefin Mary Barra warnte vor zunehmenden Herausforderungen. Das passt zum Gesamtbild: Es läuft nicht schlecht, aber die Unsicherheit ist hoch. Damit kommen wir zu einem Thema, das Europas Wirtschaft strukturell beschäftigt, dem sogenannten China-Schock 2.0. Gemeint ist, dass chinesische Hersteller mit staatlicher Unterstützung immer stärker in Branchen vordringen, in denen Europa lange vorne lag, also Autobau, Chemie und Maschinenbau. Das Kiel Institut für Weltwirtschaft hat berechnet, dass China inzwischen in knapp 40 Prozent der traditionell starken europäischen Industriezweige konkurriert. Anfang der 2000er war es nur ein Viertel. Die OECD kommt zu einem ähnlichen Befund. Große chinesische Industrieunternehmen bekamen zwischen 2005 und 2024 im Schnitt drei- bis achtmal so viel staatliche Unterstützung wie vergleichbare Firmen aus OECD-Ländern. Fast 60 Prozent ihrer weltweiten Marktanteilsgewinne lassen sich laut OECD mit Subventionen erklären, und die Organisation hält das sogar für eine vorsichtige Schätzung. Dazu kommt ein möglicherweise zu schwacher Yuan. Der Ökonom Brad Setser hält ihn für rund 30 Prozent unterbewertet. Das macht chinesische Waren im Ausland zusätzlich billig. Für Deutschland sind die Zahlen deutlich. In den ersten acht Monaten dieses Jahres sanken die deutschen Exporte nach China um 12,9 Prozent, während die Einfuhren aus China um 10,1 Prozent stiegen. China ist im ersten Halbjahr nur noch der neuntwichtigste Exportmarkt für Deutschland, 2021 war es noch Rang zwei. Das heißt: Der Markt, auf den viele Unternehmen gesetzt haben, schrumpft, und gleichzeitig wächst der Wettbewerbsdruck im eigenen Land. Wie Europa reagieren soll, ist umstritten. Die EU-Kommission will neue Instrumente gegen unfaire Handelspraktiken entwickeln. Edgar Walk vom Bankhaus Metzler fordert für Auto und Maschinenbau Einfuhrzölle von mindestens 30 Prozent, warnt aber vor sogenannten Zombie-Unternehmen, die sich hinter Handelsbarrieren nicht mehr bewegen. Die Kieler Forschenden schlagen etwas anderes vor: Bei strategisch wichtigen Produkten soll der Zugang zum EU-Binnenmarkt an eine Produktion in Europa geknüpft werden, ähnlich wie bei der US-Regelung Section 232. Dafür bräuchte die EU aber eine neue Rechtsgrundlage. Einig sind sich die meisten Fachleute in einem Punkt: Zölle allein reichen nicht. Sie können höchstens Zeit verschaffen, um technologisch aufzuholen und den Standort zu stärken. Und wie schnell Technologie und Kapital derzeit wachsen, zeigt SpaceX. Das Unternehmen hat im dritten Quartal 4,4 Milliarden Dollar Gewinn gemacht, nach einem Verlust von gut einer Milliarde im Vorjahr. Der Umsatz stieg von rund 5,6 auf 14,6 Milliarden Dollar, deutlich mehr als erwartet. Getragen wird das vom Satelliteninternet Starlink, dessen Umsatz um 69 Prozent auf 5,2 Milliarden Dollar wuchs, und von der KI-Sparte. Deren Erlöse sprangen von 813 Millionen auf 7,56 Milliarden Dollar, und sie schreibt jetzt operativ Gewinn. Starlink hat inzwischen 13,6 Millionen Kunden. Interessant ist auch die politische Seite. Telekom, Telefonica, Vodafone und Orange wollen sich gemeinsam um europäische Satelliten-Funkfrequenzen bewerben, von denen die EU zwei Drittel für heimische Anbieter reserviert hat. Laut Financial Times drohte die US-Regierung bei Einschränkungen mit verheerenden Vergeltungsmaßnahmen. Hier geht es also um Wirtschaftsmacht und Abhängigkeiten. Wie stark der KI-Boom die Industrie prägt, sieht man auch in Taiwan. Der US-Chiphersteller Micron hat sich am Standort Taichung mit einer wichtigen Gewerkschaft geeinigt und damit eine mögliche Produktionsstörung vorerst abgewendet. Micron ist der drittgrößte Speicherchip-Hersteller der Welt und produziert in Taiwan unter anderem Speicherchips für KI-Server. Hintergrund sind Forderungen der Belegschaft nach höherer Gewinnbeteiligung, weil die KI-Nachfrage die Branche stark antreibt. Offen ist noch, ob eine andere Gewerkschaft am Standort Taoyuan wie geplant einen eintägigen Warnstreik macht. Wie wichtig das Thema ist, zeigen die taiwanischen Exportaufträge: Sie stiegen im September um 62,4 Prozent auf einen Rekordwert von 114 Milliarden Dollar. Das ist auch eine Lohnfrage. Wo große Gewinne entstehen, wollen die Beschäftigten mehr davon sehen. Zum Schluss ein Blick auf die Unternehmensmeldungen, die zeigen, wie unterschiedlich die Lage ist. Die Deutsche Börse hebt nach einem starken Quartal zum zweiten Mal ihre Jahresziele an und erwartet nun Nettoerlöse von mehr als 6,5 Milliarden Euro. Adidas meldet Rekordzahlen, mit einem Umsatzplus von neun Prozent auf 7,2 Milliarden Euro und einem Betriebsergebnis von über einer Milliarde Euro, unterstützt durch 200 Millionen Euro erstattete US-Zölle. Auf der anderen Seite enttäuscht der chinesische Batteriehersteller CATL mit dem geringsten Gewinnzuwachs seit fast zwei Jahren. Sein Marktanteil in China fiel von 49,8 auf 40,9 Prozent. Der Handelskonzern Carrefour senkt wegen der Unruhen in Frankreich seine Prognose. Konzernchef Alexandre Bompard sprach von einer beispiellosen Situation. Ryanair streicht in Belgien 20 Verbindungen, weil dort die Luftverkehrsabgabe von zwei auf sieben Euro steigen soll, und Ryanair-Chef Michael O'Leary erwartet im kommenden Jahr den historisch stärksten Anstieg der Flugpreise in Europa. Für Verbraucher ist das ein Hinweis, dass Preise weiter unter Druck bleiben. Und bei der insolventen Warenhauskette Galeria läuft der Betrieb in den 83 Filialen dank eines Massekredits vorerst weiter, der Insolvenzverwalter will aber jede Filiale einzeln prüfen. Für die Beschäftigten bleibt das eine unsichere Zeit. Was nehmen wir mit? Die Weltwirtschaft wächst dort, wo Technologie und KI im Spiel sind, während klassische Branchen, der Wohnungsbau und die europäische Industrie mit höheren Zinsen, geopolitischen Risiken und starker Konkurrenz kämpfen. Ob sich die Lage entspannt, hängt in den nächsten Wochen stark davon ab, wie es im Iran-Konflikt weitergeht und wie die EZB auf die Inflation reagiert. Das war es für heute. Wir haben über die höchsten Bauzinsen seit 2009, den wachsenden Druck durch China auf Europas Industrie, einen Rekordgewinn bei SpaceX und die Einigung bei Micron gesprochen. Morgen melde ich mich wieder mit den nächsten wichtigen Wirtschaftsthemen. Und noch ein Hinweis: Dieser Podcast ist vollständig KI-generiert, und alle Quellen und Hintergründe findet ihr auf unserer Website. Bis morgen, euer Leo.

Vorlage für die Sprachsynthese. Kleinere Abweichungen zur Audio-Datei möglich.

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