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Wirtschaft im Fokus
Folge 11022.10.202611:59 KI-vertont

DAX unter Druck: KI-Zweifel trotz SAP, Deepseek-Milliardenrunde (22.10.2026)

Deepseek will knapp 15 Milliarden Dollar einsammeln, der DAX gibt trotz starker SAP-Zahlen nach, Barclays streicht 5000 Stellen, und Osteuropa wächst 2026 deutlich schneller als die Eurozone.

Themen

In dieser Folge

10
  1. 01

    Deepseek steht Insidern zufolge vor Finanzierungsrunde über knapp 15 Milliarden Dollar

    Handelsblatt

    Das chinesische KI-Start-up Deepseek hat Insidern zufolge rund 100 Milliarden Yuan von bestehenden und neuen Investoren eingesammelt und steht kurz vor dem Abschluss der Runde. Zu den größten Geldgebern zählen der Batteriehersteller CATL und der WeChat-Betreiber Tencent. Die Runde gilt auch als mögliches Signal für einen Börsengang.

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  2. 02

    WIIW-Prognose: Mittel-, Ost- und Südosteuropa wächst 2026 deutlich stärker als die Eurozone

    FAZ Wirtschaft

    Das Wiener Institut für Internationale Wirtschaftsvergleiche erwartet für die 23 Länder Mittel-, Ost- und Südosteuropas 2026 ein Wachstum von 1,8 Prozent, während für die Eurogruppe nur 0,9 Prozent prognostiziert werden. Trotz hoher Energiepreise, geopolitischer Unsicherheit und der Schwäche der deutschen Industrie stützen vor allem Investitionen die Konjunktur, während die Abhängigkeit von Deutschland abnimmt. Risiken bleiben die steigende Staatsverschuldung, hohe Energiekosten und der Krieg zwischen Russland und der Ukraine.

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  3. 03

    Europäisches Patentamt: Europas Hochschulen lassen zu viele Patente verfallen

    FAZ Wirtschaft

    Einer Studie des Europäischen Patentamts zufolge schöpft Europas Spitzenforschung ihr wirtschaftliches Potenzial nicht aus, weil der Technologietransfer schwächelt. Fast 41 Prozent der Patente europäischer Universitäten verfallen nach zehn Jahren, bei US-Universitäten sind es gut 26 Prozent. Das Amt schlägt vor, kleine Technologietransferbüros durch gebündelte Förder- und Investorenangebote zu stärken, und warnt vor wachsendem Druck aus China.

    Original
  4. 04

    Elektrostahl aus Gelsenkirchen: Warum das Thyssenkrupp-Werk für die Energiewende wichtig ist

    Handelsblatt

    In Gelsenkirchen betreibt eine Thyssenkrupp-Tochter ein Stahlwerk, das seit 1866 besteht und heute Elektrostahl statt herkömmlichen Stahls herstellt. Dieses Material, genauer das „kornorientierte Elektroband“, ist ein zentraler Bestandteil von Transformatoren und damit eine Voraussetzung für den Ausbau des Stromnetzes. Der Artikel stellt den Standort als Beispiel für die Herausforderungen der Stahlbranche und die Frage nach dem Schutz vor China dar.

    Original
  5. 05

    DAX gibt trotz starker SAP-Zahlen nach: Anleger zweifeln an KI-Rally

    Tagesschau

    Der DAX fällt im frühen Handel um ein Prozent auf rund 25.390 Punkte, weil die Quartalszahlen von Meta und Tesla die hohen Erwartungen der Anleger nicht erfüllen. Die Zweifel an der Rentabilität der milliardenschweren KI-Investitionen halten an, auch die starken SAP-Zahlen geben dem Gesamtmarkt keinen neuen Schwung. In den USA deuten die Terminmärkte zudem auf deutliche Verluste an der Technologiebörse Nasdaq hin.

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  6. 06

    Lindner fordert als Automanager weniger Regulierung: „Lasst uns in Ruhe“

    Welt Wirtschaft

    Der frühere Bundesfinanzminister Christian Lindner, heute stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Autoland AG, hat die Politik aufgefordert, die Wirtschaft nicht mit neuen Gesetzen, Verordnungen, Subventionen und Steuern zu belasten. Im Gespräch mit „Auto Motor und Sport“ sagte er, aus Unternehmenssicht erlebe er die Kosten von Regulierung noch unmittelbarer als zuvor in der Politik. Seine Partei, die FDP, steht nach verpassten Parlamentseinzügen weiterhin unter Druck.

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  7. 07

    Barclays streicht 5000 Stellen und steigert zugleich den Quartalsgewinn

    Handelsblatt

    Die britische Großbank Barclays will im Zuge struktureller Kostensenkungen 5000 Stellen abbauen und begründet dies mit spürbaren Effizienzgewinnen durch Künstliche Intelligenz. Gleichzeitig stieg der Vorsteuergewinn im dritten Quartal um zwölf Prozent auf 2,3 Milliarden Pfund und entsprach damit in etwa den Analystenerwartungen. Getragen wurde das Ergebnis vor allem vom starken Aktienhandel, während der Handel mit festverzinslichen Wertpapieren deutlich einbrach.

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  8. 08

    Dax gibt nach: Tech-Schwäche überlagert starke SAP-Zahlen, Ölpreise steigen

    Manager Magazin

    Der Ausverkauf im Technologiesektor setzt sich am Donnerstag fort, sodass der Dax um ein Prozent auf 25.384 Punkte fällt und auch gute SAP-Zahlen die Stimmung nicht aufhellen. Zweifel an der Rentabilität der KI-Investitionen belasten zudem die asiatischen Märkte kräftig, während ein Angriff auf ein Ölfeld in Saudi-Arabien die Ölpreise wieder steigen lässt. Positiv fällt die Übernahmeofferte von EQT für Qiagen auf, die den Kurs des Laborausrüsters deutlich anhebt.

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  9. 09

    Sartorius dämpft Umsatzprognose wegen Rückzahlung von US-Zöllen an Kunden

    WirtschaftsWoche

    Der Göttinger Labor- und Pharmazulieferer Sartorius rechnet für das laufende Jahr nur noch mit einem währungsbereinigten Umsatzwachstum in der unteren Hälfte der Spanne von fünf bis neun Prozent. Hintergrund ist die Kompensation von Kunden für bereits gezahlte US-Zölle, nachdem der Supreme Court bestimmte Zölle für unzulässig erklärt hatte. Die Ebitda-Marge soll dennoch auf etwas über 30 Prozent steigen.

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  10. 10

    Investitionsgipfel: Ökonomen zweifeln an Aussagekraft der 228-Milliarden-Zusagen, sehen aber positives Signal

    WirtschaftsWoche

    Beim ersten Investitionsgipfel der Bundesregierung haben Unternehmen laut Wirtschaftsministerin Katherina Reiche Investitionen von 228,6 Milliarden Euro zugesagt. Ökonomen werten den Gipfel überwiegend als positives Signal, bemängeln aber, dass unklar bleibt, ob das Geld zusätzlich fließt, in welchem Zeitraum und von wem es stammt. Zugleich liegen die privaten Investitionen weiterhin unter dem Niveau vor Corona, sodass Reformen etwa bei Bürokratie und Steuerlast gefordert werden.

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FAQ

Häufige Fragen

Wie viel Kapital sammelt das KI-Start-up Deepseek ein und wer investiert?

Insidern zufolge hat das chinesische Unternehmen rund 100 Milliarden Yuan (knapp 15 Milliarden Dollar) von bestehenden und neuen Investoren eingeworben, der Abschluss der Runde steht kurz bevor. Zu den größten Geldgebern zählen der Batteriehersteller CATL und der WeChat-Betreiber Tencent. Die Runde gilt auch als mögliches Signal für einen Börsengang.

Wie stark wächst Mittel-, Ost- und Südosteuropa 2026 im Vergleich zur Eurozone?

Das Wiener Institut für Internationale Wirtschaftsvergleiche (WIIW) erwartet für die 23 Länder der Region 2026 ein Wachstum von 1,8 Prozent, für die Eurogruppe nur 0,9 Prozent. Getragen wird die Entwicklung vor allem von Investitionen, während die Abhängigkeit von Deutschland sinkt. Risiken sind die steigende Staatsverschuldung, hohe Energiekosten und der Krieg zwischen Russland und der Ukraine.

Warum lassen Europas Hochschulen so viele Patente verfallen?

Laut einer Studie des Europäischen Patentamts verfallen fast 41 Prozent der Patente europäischer Universitäten nach zehn Jahren, bei US-Universitäten sind es gut 26 Prozent. Als Ursache nennt das Amt einen schwachen Technologietransfer, durch den das wirtschaftliche Potenzial der Spitzenforschung ungenutzt bleibt. Es empfiehlt, kleine Transferbüros durch gebündelte Förder- und Investorenangebote zu stärken.

Warum ist das Elektrostahl-Werk in Gelsenkirchen für die Energiewende relevant?

Die Thyssenkrupp-Tochter in Gelsenkirchen stellt kornorientiertes Elektroband her, einen zentralen Bestandteil von Transformatoren. Diese sind eine Voraussetzung für den Ausbau des Stromnetzes. Der Standort steht zudem beispielhaft für die Herausforderungen der Stahlbranche und die Frage, wie sie sich vor China schützen kann.

Warum ist der DAX trotz starker SAP-Zahlen gefallen?

Der DAX verlor im frühen Handel ein Prozent auf rund 25.390 Punkte, weil die Quartalszahlen von Meta und Tesla die hohen Anlegererwartungen verfehlten. Die Zweifel an der Rentabilität der milliardenschweren KI-Investitionen halten an, und auch die starken SAP-Zahlen gaben dem Gesamtmarkt keinen neuen Schwung. Die Terminmärkte deuteten zudem auf deutliche Verluste an der US-Technologiebörse Nasdaq hin.

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Hallo, hier ist Leo von Wirtschaft im Fokus. Heute dreht sich vieles um eine Frage: Was bringt das viele Geld, das weltweit in Künstliche Intelligenz fließt? Dazu schauen wir auf Europas Wachstum, auf Innovationskraft und Industrie und auf die Debatte über zu viel Regulierung. Fangen wir am Aktienmarkt an. Der DAX ist am Donnerstag im frühen Handel um etwa ein Prozent auf rund 25.390 Punkte gefallen. Am Vortag hatte er noch mit einem Plus von 1,4 Prozent bei 25.645 Punkten geschlossen. Der Auslöser sind die Quartalszahlen von Meta und Tesla, die die hohen Erwartungen der Anleger nicht erfüllt haben. Meta will in diesem Jahr bis zu 145 Milliarden Dollar in KI und Rechenzentren investieren. Der Umsatz stieg im Quartal zwar um mehr als ein Viertel auf knapp 65 Milliarden Dollar. Gleichzeitig muss der Konzern fast zehn Milliarden Dollar für Rechtsstreitigkeiten zurückstellen. Dazu kommt eine Strafe von 25 Milliarden Dollar, zu der ein Richter Meta wenige Stunden vor der Zwischenbilanz verurteilt hat. Bei Tesla brach der Gewinn um mehr als 40 Prozent auf rund 800 Millionen Dollar ein, der Umsatz stagnierte bei gut 28 Milliarden Dollar. Ein Marktbeobachter von IG Markets bringt die Stimmung so auf den Punkt: Anleger wollen zunehmend sehen, wie aus hohen Investitionen dauerhaft höhere Gewinne werden. Reine Wachstumsfantasie trägt die Kurse nicht mehr selbstverständlich. Hinzu kommen nach Einschätzung eines anderen Analysten die jüngsten Unruhen in Frankreich, weiterhin hohe Ölpreise und Risiken im Nahen Osten. Die Ölpreise sind am Donnerstag sogar weiter gestiegen. Und auch aus den USA kommt wenig Rückenwind, denn die Terminmärkte deuten auf deutliche Verluste an der Technologiebörse Nasdaq hin. Dabei gab es durchaus gute Nachrichten, zum Beispiel von SAP. Der Softwarekonzern hat im dritten Quartal kräftig zugelegt. Die Erlöse stiegen um zwölf Prozent auf 10,27 Milliarden Euro, der bereinigte operative Gewinn sogar um 18 Prozent auf 3,03 Milliarden Euro. Besonders stark lief das Cloud-Geschäft: Der Umsatz wuchs um 25 Prozent auf 6,67 Milliarden Euro, und das Auftragsvolumen in der Cloud legte währungsbereinigt um 26 Prozent auf 24,1 Milliarden Euro zu. Den Gesamtmarkt konnte das aber nicht mitziehen. Der Tech-Ausverkauf überlagert die starken SAP-Zahlen. Das zeigt, wie nervös die Anleger gerade sind, wenn es um das Thema KI geht. Wie unterschiedlich die Reaktionen auf KI ausfallen, zeigt der nächste Fall. In China steht das KI-Start-up Deepseek Insidern zufolge kurz vor dem Abschluss einer riesigen Finanzierungsrunde. Rund 100 Milliarden Yuan, also knapp 15 Milliarden Dollar, sollen von bestehenden und neuen Geldgebern zusammengekommen sein. Das ursprüngliche Ziel lag bei 50 Milliarden Yuan und wurde damit verdoppelt. Zu den größten Investoren zählen der Batteriehersteller CATL und der WeChat-Betreiber Tencent. Neu dabei sind unter anderem der Hausgerätehersteller Midea, der Essenslieferant Meituan und der Autobauer Geely. Insgesamt beteiligen sich mehr als 15 Investoren. Vor der Kapitalspritze wird Deepseek mit 500 Milliarden Yuan bewertet. Wichtig: Der Abschluss wird in den kommenden Tagen erwartet, Details könnten sich aber noch ändern. Die Runde gilt auch als mögliches Signal für einen Börsengang. Reuters hatte schon im September berichtet, dass das Unternehmen eine Investmentbank für eine Erstnotiz am chinesischen STAR Market angeheuert hat. Während also an westlichen Börsen gezweifelt wird, fließt in China weiter sehr viel Kapital in KI. Und KI verändert längst auch den Arbeitsmarkt. Die britische Großbank Barclays will 5000 Stellen streichen und begründet das mit Effizienzgewinnen durch Künstliche Intelligenz. Ende 2025 hatte die Bank weltweit rund 93.000 Beschäftigte. Man wolle die Kosten strukturell senken, um Kapazitäten für Investitionen zu schaffen, heißt es. Das passiert nicht in einer Krise. Der Vorsteuergewinn stieg im dritten Quartal um zwölf Prozent auf 2,3 Milliarden Pfund. Getragen wurde das vor allem vom Aktienhandel, dessen Erträge um 47 Prozent zulegten. Im Handel mit festverzinslichen Wertpapieren dagegen sanken sie um 19 Prozent, stärker als bei den US-Konkurrenten. Die Aktionäre profitieren auch: Ein neuer Aktienrückkauf über 500 Millionen Pfund hebt die Ausschüttungen in diesem Jahr auf 2,8 Milliarden Pfund. Die Botschaft ist klar: Unternehmen nutzen KI, um Kosten zu drücken, und das hat Folgen für die Beschäftigung, auch in einer Branche, in der es gerade gut läuft. Blicken wir nun auf die Konjunktur in Europa. Das Wiener Institut für Internationale Wirtschaftsvergleiche, kurz WIIW, erwartet für die 23 Länder Mittel-, Ost- und Südosteuropas in diesem Jahr 1,8 Prozent Wachstum. Für die Eurogruppe sind es nur 0,9 Prozent. Für die östlichen EU-Mitglieder der Region liegt die Prognose sogar bei 2,2 Prozent. Und das trotz hoher Energiepreise, geopolitischer Unsicherheit und einer schwachen deutschen Industrie. Laut WIIW-Direktor Mario Holzner sind die Rohölpreise seit der Frühjahrsprognose um mehr als 50 Prozent gestiegen, europäische Erdgas-Futures um rund 70 Prozent. Trotzdem hält sich die Region gut, vor allem, weil Investitionen den Konsum als wichtigsten Wachstumstreiber ablösen. Der stellvertretende Direktor Richard Grieveson sagt, der Wachstumsimpuls aus Südosteuropa werde bis 2028 fast doppelt so groß sein wie der aus Deutschland. Die Abhängigkeit von uns nimmt also ab. Polen ist das Paradebeispiel: Dort rechnet das Institut mit 3,7 Prozent Wachstum in diesem Jahr und 3,0 Prozent im nächsten. Geholfen hat auch, dass ukrainische Flüchtlinge in den Arbeitsmarkt integriert wurden. Für Ungarn werden nach dem Regierungswechsel zu Ministerpräsident Péter Magyar 1,7 Prozent in diesem und 2,6 Prozent im nächsten Jahr erwartet. Außerdem könnten dort rund 16,4 Milliarden Euro blockierter EU-Mittel in drei Jahren freigegeben werden. Es gibt aber auch Risiken. In den elf östlichen EU-Ländern sind die Staatsausgaben seit 2017 von unter 40 auf über 46 Prozent der Wirtschaftsleistung gestiegen, überwiegend auf Pump. In Ungarn und Rumänien fressen Zinszahlungen schon acht bis neun Prozent der Staatsausgaben auf. Für die Ukraine und Russland erwartet das WIIW jeweils nur 0,6 Prozent Wachstum. In Russland belasten Treibstoffengpässe nach Drohnenangriffen auf Raffinerien. Wenn Europa mithalten will, braucht es Innovationen, und da zeigt eine neue Studie des Europäischen Patentamts eine Schwäche. Fast 41 Prozent der Patente europäischer Universitäten verfallen nach zehn Jahren. Bei US-Universitäten sind es gut 26 Prozent. Die Forschung ist also stark, doch der Weg von der Idee zum Produkt klappt nicht gut genug. Untersucht wurden 809 Technologietransferbüros, fast 91 Prozent davon sind kleine oder mittelgroße Einrichtungen. Sie können zwar schnell Patente, Lizenzen oder Ausgründungen anschieben, haben aber weniger Spezialwissen, Abläufe und Netzwerke in die Wirtschaft als große Büros. Patentamtspräsident António Campinos fordert deshalb, den Technologietransfer zu stärken, den Zugang zu Geld zu verbessern und einen stärker integrierten Binnenmarkt für Innovation zu schaffen. Die Zahl der Anmeldungen mit Beteiligung von Hochschulen und Forschungsinstituten ist von rund 3200 im Jahr 2006 auf rund 8000 im Jahr 2025 gestiegen. Der gemeinsame Anteil von Deutschland, Frankreich und Großbritannien sank allerdings von fast 64 auf etwa 55 Prozent, während etwa die Niederlande und Spanien stark aufholen. Unter den Forschungsorganisationen liegt die Fraunhofer-Gesellschaft mit 619 Anmeldungen auf Rang zwei in Europa. Das Patentamt warnt zudem vor wachsendem Druck aus China. Dass Innovation auch ein Industriethema ist, zeigt ein Blick nach Gelsenkirchen. Dort betreibt eine Thyssenkrupp-Tochter seit 1866 ein Stahlwerk. Heute entsteht dort Elektrostahl, der mit Strom statt im Hochofen gefertigt wird. Es geht um das sogenannte kornorientierte Elektroband, ein wichtiger Bestandteil von Transformatoren. Ohne Transformatoren funktioniert kein Stromnetz, und für den Netzausbau der Energiewende werden sie in großer Zahl gebraucht. Auch Rechenzentren sind ein Anwendungsfeld, womit wir wieder beim KI-Boom wären. Die Stahlbranche steht laut Bericht vor so großen Herausforderungen wie vielleicht noch nie, und die Frage nach dem Schutz vor China steht im Raum. Dieser Standort zeigt aber, dass Stahl made in Germany in Zukunftsbereichen gefragt sein kann. Zum Schluss noch ein Blick auf die Wirtschaftspolitik. Der frühere Bundesfinanzminister Christian Lindner, der im kommenden Jahr Konzernchef des Automobilhandelskonzerns Autoland AG werden soll, fordert von der Politik weniger Belastung für Unternehmen. Im Gespräch mit „Auto Motor und Sport“ sagte er sinngemäß: Lasst uns in Ruhe, also keine neuen Gesetze, Verordnungen, Subventionen und Steuern. Aus Unternehmenssicht erlebe er die Kosten von Regulierung noch unmittelbarer als zuvor in der Politik. Wenn eine neue Regel nichts verbessere, solle man sie nicht erlassen. Zudem kritisierte er, die Politik dürfe nicht aus der Lebenswirklichkeit einiger Großstadtquartiere ableiten, wie ganz Deutschland mobil sein solle. Man kann das unterschiedlich bewerten. Klar ist, dass die Frage, wie viel Regulierung die Wirtschaft verträgt, angesichts hoher Energiekosten und schwacher Industrie weiter aktuell bleibt. Unterm Strich zeigt der Tag: Die Hoffnungen auf KI sind riesig, aber die Märkte wollen jetzt Belege, dass sich die Milliarden auszahlen. Gleichzeitig wächst Europa ungleich, mit Schwung im Osten und Südosten und Nachholbedarf bei Innovation und Industrie. Das waren die wichtigsten Themen für heute: die Zweifel an der KI-Rally trotz starker SAP-Zahlen, Deepseeks Rekordrunde, der Stellenabbau bei Barclays, das starke Wachstum in Mittel- und Osteuropa, die Patentschwäche an Europas Hochschulen und die Debatte über weniger Regulierung. Danke fürs Zuhören, und morgen bin ich wieder für euch da. Noch ein Hinweis: Dieser Podcast ist vollständig KI-generiert, und alle Quellen und Hintergründe findet ihr auf unserer Website.

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