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Wirtschaft im Fokus
Folge 11123.10.202611:01 KI-vertont

KI-Sorgen belasten Börsen, Ölpreis steigt, EQT greift nach Qiagen (23.10.2026)

Dax und Nasdaq geraten wegen KI-Sorgen und hohem Ölpreis unter Druck, SK Hynix sagt den Solidigm-Börsengang ab, Verdi droht Banken mit Warnstreiks, EQT greift nach Qiagen, und Südamerika steht vor dem Rohstoff-Superzyklus.

Themen

In dieser Folge

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  1. 01

    Dax und Nasdaq unter Druck: Sorgen um KI-Bewertungen und Ölpreis nahe Jahreshoch

    Manager Magazin

    Steigende Ölpreise, höhere Zinsen und Zweifel an der Rentabilität der KI-Investitionen haben den Dax zum Wochenschluss um 0,6 Prozent auf 25.220 Punkte gedrückt, wobei sinkende US-Anleiherenditen die Verluste begrenzten. An der Nasdaq fiel der Nasdaq 100 nach negativ aufgenommenen Investitionsplänen von Meta um 2,9 Prozent. Der Ölpreis der Sorte Brent liegt mit rund 115 Dollar nahe dem Jahreshoch von 120 Dollar, da Angriffe der Huthi-Miliz auf Saudi-Arabien die Furcht vor Lieferausfällen verstärken.

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  2. 02

    SK Hynix sagt geplanten US-Börsengang der Speichersparte Solidigm ab

    Manager Magazin

    SK Hynix hat den geplanten Börsengang seiner auf NAND-Flash-Speicher spezialisierten Tochter Solidigm in den USA vorerst abgesagt. Der Schritt spiegelt die eingetrübte Stimmung gegenüber KI-Aktien und wachsende Sorgen über steigende Kreditkosten wider, zugleich haben auch Bedenken in Südkorea gegenüber Auslandsbörsengängen zugenommen. Die Aktie des Chipkonzerns schloss nach der Ankündigung 4,4 Prozent höher.

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  3. 03

    Verdi ruft zu Warnstreiks bei privaten Banken auf – Volvo Cars rutscht in die Verlustzone, EQT will Qiagen übernehmen

    FAZ Wirtschaft

    Verdi ruft die rund 150.000 Beschäftigten der privaten Banken vor der zweiten Tarifrunde am 2. November zu ersten bundesweiten Warnstreiks auf und fordert sechs Prozent mehr Gehalt. Volvo Cars meldet im dritten Quartal einen Verlust und streicht weitere rund 2500 Stellen, während der Finanzinvestor EQT Qiagen mit einem Unternehmenswert von rund 10,8 Milliarden Euro übernehmen will. Zudem prüft Evonik Insidern zufolge eine Übernahme von Ashland, Spotify und Jenoptik heben ihre Erwartungen an, und in Ungarn wurde der frühere Notenbankchef György Matolcsy verhaftet.

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  4. 04

    Nasdaq verliert 2,6 Prozent: KI-Ausgabensorgen und Meta-Zahlen belasten Technologiewerte

    n-tv Wirtschaft

    Die Furcht vor einem kostspieligen KI-Wettrüsten hat die US-Börsen belastet: Der Nasdaq Composite fiel um 2,6 Prozent auf 26008,86 Punkte und verzeichnete damit den größten Tagesverlust seit Anfang Juni. Auslöser waren vor allem Meta, dessen Aktie nach Ankündigung zusätzlicher Ausgabenverpflichtungen in Milliardenhöhe und verfehlten Gewinnerwartungen um 7 Prozent nachgab. Anleger flüchteten in Staatsanleihen, deren Renditen kräftig sanken, während der Ölpreis wegen der Spannungen im Nahen Osten stieg.

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  5. 05

    Norwegens Staatsfonds verbucht im dritten Quartal Verlust von 26,4 Milliarden Euro

    Manager Magazin

    Der weltgrößte Staatsfonds Norwegens hat im dritten Quartal einen Verlust von 278 Milliarden Kronen (26,44 Milliarden Euro) verbucht. Nach Angaben des Fondsverwalters sind vor allem gestiegene Zinsen verantwortlich, die den Marktwert der Anleihe-Investments drückten, während der Aktienbereich minimal im Plus lag. Das Fondsvolumen belief sich Ende September auf 22,014 Billionen Kronen, fast 2,1 Billionen Euro.

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  6. 06

    KfW: Mittelständler investieren weiter zögerlich – Rekordanteil verschiebt Vorhaben

    n-tv Wirtschaft

    Nach einer Analyse der Förderbank KfW haben 2025 nur 40 Prozent der 3,9 Millionen Mittelständler in Deutschland Investitionsprojekte umgesetzt. Im laufenden Jahr hat ein Drittel der Unternehmen geplante Investitionen verschoben oder verkleinert, so viele wie nie zuvor, obwohl es oft nicht an finanziellen Mitteln mangelt. Als Hauptbremsen nennen die Firmen hohe Kosten, die unsichere Konjunktur und Bürokratie.

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  7. 07

    Klimaneutralität bis 2045: Investitionsbedarf von bis zu 6,4 Billionen Euro

    FAZ Wirtschaft

    Eine von der KfW in Auftrag gegebene Prognos-Studie beziffert den Investitionsbedarf für die Energiewende bis 2045 auf 5,7 bis 6,4 Billionen Euro, das sind 270 bis 300 Milliarden Euro pro Jahr. Das ist deutlich mehr als die durchschnittlich 110 Milliarden Euro, die zwischen 2018 und 2023 in den Klimaschutz flossen. Während Deutschland generell unter schwachen Investitionen leidet, wie der Investitionsgipfel der Bundesregierung zeigte, fällt der Bedarf je nach Sektor sehr unterschiedlich aus.

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  8. 08

    Bundesregierung startet Dialog für Raffineriestrategie zur Sicherung der Standorte in Deutschland

    WirtschaftsWoche

    Das von Katherina Reiche (CDU) geführte Wirtschaftsministerium hat einen Dialog mit der Mineralölwirtschaft gestartet, an dessen Ende eine Raffineriestrategie für das Kabinett stehen soll. Ziel ist es, die Raffineriestandorte langfristig zu sichern und zugleich den Umbau auf klimafreundlichere Energieträger voranzutreiben. Das Ministerium begründet dies unter anderem damit, dass ein Wegfall der Anlagen nicht durch Importe ausgeglichen werden könne und besonders die Chemieindustrie bedrohen würde.

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  9. 09

    Südamerika vor neuem Rohstoff-Superzyklus: Investoren erwarten Boom durch Rohstoffhunger und politische Kurswechsel

    Handelsblatt

    Hohe Rohstoffpreise, ein schwächerer Dollar und marktfreundlichere Regierungen in Ländern wie Argentinien, Chile und Kolumbien schaffen nach Einschätzung von Investmentbanken und Vermögensverwaltern günstige Voraussetzungen für einen Wirtschaftsboom in Südamerika. Auch in Brasilien deutet sich vor der Stichwahl um die Präsidentschaft ein Richtungswechsel an. Experten ziehen Parallelen zum Rohstoffboom der 2000er-Jahre, der vor allem durch die chinesische Nachfrage getrieben wurde.

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  10. 10

    KI-Regulierung: Warum Europa mit Reallaboren, Zulassungslogik und Haftungsregeln Vorbild sein soll

    FAZ Wirtschaft

    Die Rechtswissenschaftler Rolf Schwartmann und Lucia Burkhardt argumentieren, dass KI als autonomes, gewissenloses Werkzeug ein unabänderliches Produktrisiko birgt und deshalb einen verlässlichen Regulierungsrahmen braucht. Sie sehen in der europäischen KI-Verordnung, die nur sichere, kontrollierbare und nachvollziehbare Systeme in sensiblen Bereichen zulässt, einen Weg, der Forderungen von KI-Forschern wie Geoffrey Hinton nahekommt. Zusätzlich fordern sie ein spezifisches KI-Haftungsregime und staatliche KI-Reallabore, in denen Hersteller ihre Produkte unter behördlicher Aufsicht entwickeln und testen können.

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FAQ

Häufige Fragen

Warum standen Dax und Nasdaq zuletzt unter Druck?

Auslöser waren Zweifel an der Rentabilität der hohen KI-Investitionen, steigende Zinsen und ein Ölpreis nahe dem Jahreshoch. Der Dax schloss zum Wochenschluss 0,6 Prozent tiefer bei 25.220 Punkten. Der Nasdaq 100 verlor nach den als negativ aufgenommenen Investitionsplänen von Meta 2,9 Prozent.

Wie stark belastet die Furcht vor einem teuren KI-Wettrüsten die Technologiewerte?

Der Nasdaq Composite fiel um 2,6 Prozent auf 26.008,86 Punkte, der größte Tagesverlust seit Anfang Juni. Meta gab um 7 Prozent nach, weil das Unternehmen zusätzliche Ausgabenverpflichtungen in Milliardenhöhe ankündigte und die Gewinnerwartungen verfehlte. Anleger flüchteten zugleich in Staatsanleihen, deren Renditen kräftig sanken.

Warum liegt der Ölpreis nahe dem Jahreshoch und was bedeutet das für Märkte?

Brent kostet mit rund 115 Dollar fast so viel wie das Jahreshoch von 120 Dollar, weil Angriffe der Huthi-Miliz auf Saudi-Arabien die Furcht vor Lieferausfällen verstärken. Der hohe Ölpreis treibt die Inflationssorgen und damit den Zinsdruck an den Aktienmärkten.

Warum hat SK Hynix den US-Börsengang von Solidigm abgesagt?

SK Hynix hat den geplanten Börsengang der NAND-Flash-Tochter vorerst abgesagt, da sich die Stimmung gegenüber KI-Aktien eingetrübt hat und die Kreditkosten steigen. Hinzu kommen wachsende Bedenken in Südkorea gegenüber Auslandsbörsengängen. Die Aktie des Konzerns schloss nach der Ankündigung 4,4 Prozent höher.

Warum verbuchte Norwegens Staatsfonds im dritten Quartal einen Verlust und wie hoch war er?

Der weltgrößte Staatsfonds verzeichnete einen Verlust von 278 Milliarden Kronen (26,44 Milliarden Euro), vor allem weil gestiegene Zinsen den Marktwert der Anleihen drückten. Der Aktienbereich lag minimal im Plus. Das Fondsvolumen betrug Ende September 22,014 Billionen Kronen, knapp 2,1 Billionen Euro.

Vollständiges Transkript

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Hallo, hier ist Leo von Wirtschaft im Fokus. Heute geht es um drei Dinge, die sich gegenseitig verstärken: einen Ölpreis nahe seinem Jahreshoch, steigende Zinsen und wachsende Zweifel, ob sich die riesigen Investitionen in künstliche Intelligenz am Ende auszahlen. Dazu kommen ein paar Nachrichten aus der Realwirtschaft, die zeigen, wie diese Gemengelage bei Unternehmen und Beschäftigten ankommt. Beginnen wir an den Börsen. Der Dax ging am Freitag mit einem Minus von 0,6 Prozent bei 25.220 Punkten aus dem Handel. Der MDax gab um 0,2 Prozent nach und stand bei rund 30.000 Punkten. Noch deutlicher war der Rückschlag in den USA. Der Technologieindex Nasdaq 100 verlor 2,9 Prozent und fiel unter die Marke von 29.000 Punkten, den tiefsten Stand seit Mitte September. Der breiter gefasste Nasdaq Composite büßte 2,6 Prozent ein, sein größter Tagesverlust seit Anfang Juni. Der Dow Jones blieb dagegen praktisch unverändert. Ausgelöst wurde der Abverkauf vor allem durch Meta. Der Konzern hat zusätzliche Ausgabenverpflichtungen in Milliardenhöhe angekündigt und zugleich die Gewinnerwartungen verfehlt. Die Aktie fiel um etwa 7 Prozent. Der Chipsektor rutschte um 6,7 Prozent ab, auch Nvidia und CoreWeave gaben nach. Nvidia-Chef Jensen Huang sagte dazu, der Branche fehle das Kapital, um das Wachstum der sogenannten Neoclouds anzukurbeln. Das sind junge Anbieter von Rechenleistung für KI. Ein Investor meinte, der Markt schütte das Kind mit dem Bade aus. Die Sorge dahinter ist aber real: Wenn Unternehmen immer mehr Geld in Rechenzentren stecken, aber unklar bleibt, wann es sich rechnet, werden hohe Bewertungen schnell unbequem. Spannend ist, was gleichzeitig am Anleihemarkt passierte. Obwohl der Ölpreis stieg, fielen die Renditen der US-Staatsanleihen kräftig. Die Rendite der zweijährigen Anleihe sank um fast 0,19 Prozentpunkte auf 4,6 Prozent, der größte Tagesrückgang seit über einem Jahr. Die zehnjährige Rendite rutschte erstmals seit einem Monat unter 5 Prozent. Die Commerzbank-Experten lesen das so: Am Anleihemarkt wogen die Wachstumssorgen schwerer als die Inflationsängste. Anleger flüchten also in sichere Papiere, weil sie fürchten, dass die Konjunktur unter den hohen Preisen und Zinsen leidet. Der Ölpreis bleibt dabei der große Unsicherheitsfaktor. Brent kostet je nach Handelsplatz gut 113 bis 115 Dollar je Fass, der Jahreshöchststand liegt bei 120 Dollar. Seit Jahresbeginn hat sich Öl um mehr als 85 Prozent verteuert. Neue Angriffe der Huthi-Miliz auf Saudi-Arabien und Berichte über erneute US-israelische Pläne gegen den Iran schüren die Angst vor Lieferausfällen. Der Krieg zwischen den USA und dem Iran nähert sich dem neunten Monat. Für Verbraucher und Unternehmen heißt das: Energie bleibt teuer, und der Preisdruck lässt nicht nach. Und genau das treibt die Notenbanken. Mehrere von ihnen, darunter die US-Notenbank und die Europäische Zentralbank, haben ihre Leitzinsen angehoben, wegen anhaltender Inflation und einer robusten US-Wirtschaft. Die US-Notenbank entscheidet in weniger als einer Woche über eine mögliche weitere Erhöhung. Wie sehr das die Anleger belastet, zeigt der norwegische Staatsfonds, der größte der Welt. Er verbuchte im dritten Quartal einen Verlust von 278 Milliarden Kronen, umgerechnet gut 26 Milliarden Euro. Schuld waren vor allem die gestiegenen Zinsen, die den Wert der Anleihen drückten. Die Aktien lagen minimal im Plus, Energiewerte legten zu, zinsempfindliche Bereiche wie der Immobiliensektor verloren. Der Fonds ist mit gut 22 Billionen Kronen, knapp 2,1 Billionen Euro, so groß, dass er Anteile an mehr als 7.100 Unternehmen hält. Sein stellvertretender Chef Trond Grande sprach von einer nahezu unveränderten, am Ende leicht negativen Rendite. Das Quartal ist ein gutes Beispiel dafür, dass steigende Zinsen selbst bei breit gestreuten Anlagen Spuren hinterlassen. Dazu passt eine Meldung aus Südkorea. SK Hynix hat den geplanten US-Börsengang seiner Speichersparte Solidigm vorerst abgesagt. Geplant war, bis zu 15 Milliarden Dollar einzunehmen, bei einer Bewertung von 150 Milliarden Dollar. Mit dem Geld sollte eine neue Fabrik in den USA entstehen, um die große Nachfrage nach Chips für KI-Rechenzentren zu bedienen. Als Gründe gelten die getrübte Stimmung bei KI-Aktien und die steigenden Kreditkosten. SK Hynix betont, an den Wachstumsaussichten habe sich nichts geändert, und will weiter nach anderen Finanzierungswegen suchen. Die Aktie schloss sogar 4,4 Prozent höher, weil die Sorge vor einer Verwässerung der Anteile nachließ. Man sieht: Wenn Geld teurer wird und Anleger vorsichtiger werden, wird es selbst für Branchenriesen schwieriger, ehrgeizige Pläne über die Börse zu finanzieren. Wie sich das in der deutschen Wirtschaft niederschlägt, zeigt eine neue Analyse der Förderbank KfW. Danach haben 2025 nur 40 Prozent der rund 3,9 Millionen Mittelständler Investitionsprojekte umgesetzt. Im laufenden Jahr hat ein Drittel der Firmen geplante Investitionen verschoben oder verkleinert, so viele wie nie zuvor. Insgesamt investierte der Mittelstand 2025 rund 218 Milliarden Euro, drei Milliarden weniger als im Vorjahr. Rechnet man die Preissteigerungen heraus, ging es das dritte Jahr in Folge bergab. Von 2019 bis 2025 sanken die Unternehmensinvestitionen in Deutschland insgesamt um 8,3 Prozent. KfW-Chefvolkswirt Dirk Schumacher nennt das problematisch für den Standort. Bemerkenswert ist sein Hinweis, dass es oft gar nicht am Geld fehlt. Die Unternehmen nennen als größte Bremsen hohe Preise für Energie, Material und Löhne, die unsichere Konjunktur und Bürokratie. Gleichzeitig wächst der Bedarf. Eine Studie von Prognos im Auftrag der KfW beziffert die nötigen Investitionen für die Klimaneutralität bis 2045 auf 5,7 bis 6,4 Billionen Euro. Das sind 270 bis 300 Milliarden Euro pro Jahr, mehr als das Doppelte der durchschnittlich 110 Milliarden, die zwischen 2018 und 2023 in den Klimaschutz flossen. Die Bundesregierung hat diese Woche bei einem Investitionsgipfel in Berlin vor rund 200 möglichen Investoren um Kapital geworben. Als konkretes Ergebnis wurde eine Ankündigung von Amazon über 16 Milliarden Euro genannt. Das ist ein Anfang, aber die Lücke zwischen dem, was nötig wäre, und dem, was tatsächlich fließt, bleibt groß. Auch am Arbeitsmarkt wird es unruhiger. Verdi ruft die rund 150.000 Beschäftigten der privaten Banken zu ersten bundesweiten Warnstreiks auf, vor der zweiten Tarifrunde am 2. November. Die Gewerkschaft fordert sechs Prozent mehr Gehalt bei zwölf Monaten Laufzeit und für Nachwuchskräfte monatlich 300 Euro mehr. Außerdem will sie verbindliche Regeln zu Beschäftigungsschutz und Qualifizierung beim Einsatz von KI und die Möglichkeit, Gehalt in bis zu 20 zusätzliche freie Tage umzuwandeln. Die Arbeitgeber legten beim Auftakt Anfang Oktober kein Angebot vor und sehen in der Forderung nach freien Tagen eine Arbeitszeitverkürzung von fast zehn Prozent. Bei hoher Inflation geht es in solchen Runden vor allem darum, die Kaufkraft zu sichern. Bei Volvo Cars zeigt sich, was schwache Nachfrage bedeutet. Der Autobauer rutschte im dritten Quartal mit einem bereinigten operativen Verlust von 3,7 Milliarden Kronen, rund 333 Millionen Euro, in die roten Zahlen, nach einem Gewinn von 5,8 Milliarden Kronen im Vorjahr. Gründe sind der schleppende Anlauf des Elektro-SUV EX60 und die schwache Nachfrage in China und den USA. Volvo streicht weitere rund 2.500 Stellen, davon 2.000 in Schweden, zusätzlich zu den 3.000, die schon 2025 angekündigt wurden. Die Aktie brach um fast 30 Prozent ein und zog auch Volkswagen, Mercedes-Benz und Porsche nach unten. Es gibt aber auch Lichtblicke. Der Finanzinvestor EQT will gemeinsam mit dem Staatsfonds von Abu Dhabi und CPP Investments den Diagnostikspezialisten Qiagen übernehmen, mit 46,50 Euro je Aktie in bar und einem Unternehmenswert von rund 10,8 Milliarden Euro. Vorstand und Aufsichtsrat empfehlen die Annahme einstimmig, Qiagen würde von der Börse genommen. Jenoptik hebt seine Prognose für die operative Marge auf 22 Prozent an, bei einem um gut 40 Prozent gestiegenen Auftragseingang. Spotify steigerte den Umsatz um 16 Prozent auf knapp 5 Milliarden Euro, die Aktie legte um 11 Prozent zu. Und Evonik prüft laut Insidern eine Übernahme des US-Unternehmens Ashland. Es gibt also durchaus Firmen, die trotz des schwierigen Umfelds wachsen oder kaufen. Zusammengefasst: Teures Öl, steigende Zinsen und die Frage, ob sich die KI-Investitionen lohnen, belasten Märkte und Unternehmen zugleich. Der Mittelstand hält sich zurück, obwohl der Investitionsbedarf riesig ist, und die Beschäftigten fordern Ausgleich für höhere Preise. Entscheidend wird jetzt, was die US-Notenbank in der kommenden Woche tut und ob sich die Lage im Nahen Osten beruhigt. Das waren die Highlights: ein Nasdaq im Minus, Öl nahe am Jahreshoch, ein Staatsfonds mit Zinsverlust, ein investitionsmüder Mittelstand und Warnstreiks bei den Banken. Morgen melde ich mich mit den nächsten wichtigen Wirtschaftsthemen wieder bei euch. Noch ein Hinweis: Dieser Podcast ist vollständig KI-generiert, alle Quellen und Hintergründe findet ihr auf unserer Website. Bis morgen!

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