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Wirtschaft im Fokus
Folge 11428.10.202610:48 KI-vertont

Anthropic-IPO, Jio-Rekord und Mega-Fusion in Italiens Bankensektor (28.10.2026)

Jio feiert Rekord-IPO in Indien, die EZB winkt Intesas Mega-Deal durch, und Anthropics Börsengang beflügelt die Wall Street. Dazu: BASF zu Evonik, Fuest zur KI-Steuer und Frauen in Vorständen.

Themen

In dieser Folge

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  1. 01

    Jio Platforms feiert größten Börsengang der indischen Geschichte mit Kurssprung von über 21 Prozent

    WirtschaftsWoche

    Das indische Technologie- und Telekommunikationsunternehmen Jio Platforms hat den bislang größten Börsengang des Landes vollzogen. Die Aktien der Reliance-Industries-Tochter legten beim Handelsstart in Mumbai um mehr als 21 Prozent gegenüber dem Ausgabepreis zu, bei einem Marktwert von umgerechnet etwa 118 Milliarden Euro. Damit ist Jio Platforms nach Reliance Industries das wertvollste börsennotierte Unternehmen Indiens.

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  2. 02

    EZB genehmigt Intesa Sanpaolos 32-Milliarden-Euro-Übernahme von Monte dei Paschi

    Handelsblatt

    Die Europäische Zentralbank hat Italiens größter Bank Intesa Sanpaolo die Erlaubnis für die Übernahme des Konkurrenten Monte dei Paschi di Siena (MPS) erteilt. Das Angebot hat ein Volumen von 32 Milliarden Euro; zudem genehmigte die EZB die indirekte Kontrolle über die Investmentbank Mediobanca. Nun stehen noch die Billigung der Börsenaufsicht Consob und die Entscheidung der Kartellbehörde aus.

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  3. 03

    KI-Start-up aus Basel will klinische Studien als größte Kostenhürde der Pharmaindustrie günstiger machen

    Handelsblatt Unternehmen

    Die Suche nach neuen Medikamenten gilt als aufwendig und teuer, wobei das Problem laut dem Artikel selten am Molekül, sondern häufig am Design der klinischen Studie liegt. In der Pharmabranche rückt statt eines möglichst intensiven Einsatzes von KI-Rechenleistung nun der messbare Ertrag von KI-Investitionen in den Mittelpunkt. Ein Start-up mit Sitz in Basel verspricht in diesem Zusammenhang einen messbaren Rückfluss.

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  4. 04

    Wall Street schließt im Plus: Anthropic-Börsengang beflügelt KI- und Halbleiterwerte

    n-tv Wirtschaft

    Angetrieben von einer Rally bei Technologiewerten hat die Wall Street am Dienstag im Plus geschlossen, wobei Details zum bevorstehenden Börsengang von Anthropic vor allem Halbleiterwerten Auftrieb gaben. Der Nasdaq gewann 1,2 Prozent und der S&P 500 legte um 0,6 Prozent zu, während der Dow Jones kaum verändert blieb. Die laufende Zinssitzung der Fed scheint die Anleger kaum zu beunruhigen, da Experten mit unverändertem Leitzins rechnen.

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  5. 05

    Anthropic-Börsenprospekt: Zwischen Sicherheitsversprechen und Gründerkontrolle

    FAZ Wirtschaft

    Der Börsenprospekt des KI-Unternehmens Anthropic zeichnet ein ambivalentes Bild: Er beschwört das Potenzial der Technologie und warnt zugleich vor katastrophalen oder existenziellen Risiken für die Menschheit. Der Kommentar sieht das Selbstbild eines besonderen Unternehmens teils als Marketing und bei der Aktionärsstruktur als brüchig, weil sieben Gründer das Geschehen weitgehend kontrollieren können. Künftige Aktionäre müssten sich daher bewusst sein, dass sie wenig mitzubestimmen haben.

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  6. 06

    Thyssenkrupp bringt Werkstoffhändler TK Accelis an die Börse

    Süddeutsche Wirtschaft

    Thyssenkrupp schickt seine frühere Sparte Materials Services, die seit Juni als TK Accelis firmiert, an diesem Mittwoch aufs Börsenparkett. Das Essener Unternehmen versteht sich als Europas größter Werkstoffhändler und beliefert weltweit Fabriken mit Stahl, Kunststoffen und anderen Materialien. Der Börsengang erfolgt, nachdem mit Klöckner & Co. ein anderer bekannter Werkstoffhändler vom Kurszettel verschwunden ist.

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  7. 07

    DAX zum Handelsstart kaum verändert: KI-Zuversicht trifft auf steigende Ölpreise

    Tagesschau

    Der DAX pendelt am Vormittag um seinen Vortagesschluss von 25.590 Punkten, da sich positive Impulse aus der KI-Branche und starke Quartalszahlen mit steigenden Ölpreisen die Waage halten. Rückenwind kommen vom Rekordgewinn des Chipherstellers SK Hynix und von der Deutschen Bank, während Gerüchte über neue Angriffe auf den Iran Brent über 111 Dollar treiben. Am Abend stehen die Zahlen von Alphabet und Microsoft sowie der Zinsentscheid der US-Notenbank an.

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  8. 08

    BASF-Chef Kamieth: Evonik-Übernahme sinnvoll, aber nicht um jeden Preis

    Manager Magazin

    BASF-Vorstandschef Markus Kamieth hat betont, dass ein Zusammenschluss mit Evonik ein logischer Schritt wäre, der Konzern aber keine überhöhten Preise zahlen werde. Zukäufe seien Teil der Strategie, aber „ein Kann, kein Muss“. Gleichzeitig hob BASF die Gewinnprognose für 2026 erneut an und meldete für das dritte Quartal steigende Gewinne und Umsätze.

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  9. 09

    Clemens Fuest zur KI-Sondersteuer: Erst Wachstum, dann vielleicht Besteuerung

    Handelsblatt

    Digitalminister Karsten Wildberger (CDU) schlägt vor, KI-Umsätze mit einer Sondersteuer zu belegen, um Umschulung und Weiterbildung von Beschäftigten zu finanzieren. Der Hintergrund sind Sorgen, dass KI menschliche Arbeit verdrängt und Lohneinkommen sinken, wodurch auch die überwiegend lohnbasierten sozialen Sicherungssysteme unter Druck gerieten. Der Artikel weist darauf hin, dass sich die zu besteuernden Umsätze kaum klar abgrenzen lassen, weil KI fast überall zum Einsatz kommt.

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  10. 10

    Mehr Frauen in deutschen Vorständen, doch die Autoindustrie bremst den Fortschritt

    Spiegel Wirtschaft

    Laut einer Studie der Allbright-Stiftung ist der Frauenanteil in den Vorständen der 160 Unternehmen aus Dax, MDax und SDax nach zwei Jahren Stagnation auf 20,6 Prozent gestiegen, im Dax auf 28,5 Prozent. Die Autoindustrie hinkt dieser Entwicklung hinterher: Mit Ausnahme von Daimler Truck hatte kein großer Hersteller mehr als eine Frau im Vorstand. Allbright-Geschäftsführerin Wiebke Ankersen führt das auf die Industriekrise zurück, die die Aufmerksamkeit der Unternehmenslenker binde.

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FAQ

Häufige Fragen

Was zeichnet den Börsengang von Jio Platforms aus?

Jio Platforms, Tochter von Reliance Industries, hat den größten Börsengang der indischen Geschichte vollzogen. Die Aktie stieg am ersten Handelstag in Mumbai um mehr als 21 Prozent über den Ausgabepreis, der Marktwert liegt bei rund 118 Milliarden Euro. Damit ist Jio Platforms nach Reliance Industries das wertvollste börsennotierte Unternehmen Indiens.

Wie weit ist die Übernahme von Monte dei Paschi durch Intesa Sanpaolo?

Die EZB hat die 32 Milliarden Euro schwere Übernahme von Monte dei Paschi di Siena durch Intesa Sanpaolo genehmigt, ebenso die indirekte Kontrolle über die Investmentbank Mediobanca. Es fehlen noch die Zustimmung der Börsenaufsicht Consob und die Entscheidung der Kartellbehörde.

Warum setzt die Pharmabranche bei KI zunehmend auf messbaren Ertrag?

Laut dem Artikel liegt das Problem in der Wirkstoffentwicklung selten am Molekül, sondern häufig am Design der klinischen Studien, die ein großer Kostenfaktor sind. Entscheidend ist daher nicht mehr ein möglichst intensiver Einsatz von KI-Rechenleistung, sondern der nachweisbare Rückfluss der Investitionen. Ein Basler Start-up verspricht genau diesen messbaren Ertrag.

Wie reagierte die Wall Street auf die Details zum geplanten Anthropic-Börsengang?

Die Wall Street schloss am Dienstag im Plus, vor allem Halbleiterwerte profitierten von den Details zum Anthropic-Börsengang. Der Nasdaq legte 1,2 Prozent zu, der S&P 500 0,6 Prozent, der Dow Jones blieb kaum verändert. Die laufende Fed-Sitzung belastete kaum, da Experten einen unveränderten Leitzins erwarten.

Welche Risiken sehen Kommentatoren im Anthropic-Börsenprospekt für künftige Aktionäre?

Der Prospekt betont das Potenzial der KI und warnt zugleich vor katastrophalen oder existenziellen Risiken. Der Kommentar sieht das Selbstbild als besonderes Unternehmen teils als Marketing. Zudem können sieben Gründer das Geschehen weitgehend kontrollieren, sodass Aktionäre wenig mitzubestimmen haben.

Vollständiges Transkript

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Hallo, hier ist Leo von Wirtschaft im Fokus. Heute geht es um Börsengänge, Übernahmen und die Frage, wie lange der KI-Boom die Märkte noch trägt. Dazu kommen steigende Ölpreise und ein Zinsentscheid in den USA, auf den alle schauen. Fangen wir mit der Stimmung an den Märkten an. Die Wall Street hat am Dienstag im Plus geschlossen. Der Nasdaq gewann 1,2 Prozent, der S&P 500 legte um 0,6 Prozent zu, und der Dow Jones blieb mit rund 52.400 Punkten fast unverändert. Besonders gefragt waren Halbleiterwerte, deren Branchenindex den dritten Tag in Folge zulegte. Auslöser waren unter anderem Details zum bevorstehenden Börsengang des KI-Unternehmens Anthropic. Ein Marktbeobachter sagte, KI- und Chipaktien hätten in den vergangenen Wochen stark gelitten und seien reif für eine Gegenbewegung gewesen. Die Zinssitzung der US-Notenbank Fed beunruhigt die Anleger bisher kaum. Experten rechnen damit, dass der Leitzins in der Spanne von 3,75 bis 4,0 Prozent bleibt. Am Abend entscheidet die Fed, und danach kommen noch die Zahlen von Microsoft und Alphabet. Amazon folgt am Donnerstag. Auch der DAX bewegt sich am Vormittag kaum, nahe seinem Vortagesschluss von 25.590 Punkten. Dafür gibt es zwei Gründe. Auf der positiven Seite stehen der Rekordgewinn des südkoreanischen Chipherstellers SK Hynix und starke Quartalszahlen. SK Hynix hat sein Quartalsergebnis versiebenfacht und rechnet damit, dass die Nachfrage nach Speicherchips für KI das Angebot noch bis 2030 übersteigt. Der koreanische Leitindex Kospi sprang daraufhin um 6,6 Prozent nach oben. Auf der anderen Seite drücken steigende Ölpreise. Gerüchte über neue Angriffe auf den Iran haben die Nordseesorte Brent über 111 Dollar getrieben. Für Unternehmen und Verbraucher ist das keine gute Nachricht, denn teures Öl macht Energie, Transport und am Ende viele Produkte teurer. Für die Inflation und damit auch für die Zinspolitik ist das ein Risikofaktor, den man im Blick behalten sollte. Bleiben wir beim Thema KI, denn das Geld, das dort fließt, wird immer gewaltiger. Meta hat seine Kapitalerhöhung zur Finanzierung der KI-Expansion auf die Rekordsumme von 97,5 Milliarden Dollar aufgestockt. Die Aktie gab daraufhin um 1,6 Prozent nach. Anleger honorieren solche Summen also nicht automatisch. Und genau hier setzt der Börsenprospekt von Anthropic an, den die FAZ kommentiert hat. Er zeichnet ein zwiespältiges Bild. Das Unternehmen beschreibt große Chancen, etwa schnelleren medizinischen Fortschritt. Zugleich warnt es auf mehr als neunzig Seiten Risikofaktoren auch vor existenziellen Gefahren, zum Beispiel vor Modellen, die die geopolitische Ordnung destabilisieren könnten. Der Kommentator sieht das Bild vom besonderen, sicherheitsbewussten Unternehmen teilweise als Marketing. Vor allem kritisiert er die Aktionärsstruktur: Sieben Gründer behalten die Kontrolle, selbst wenn sie den größten Teil ihrer gewöhnlichen Aktien verkaufen. Anthropic orientiert sich damit an Konzernen wie Meta und SpaceX. Für künftige Anleger heißt das: Sie kaufen Anteile an einem Zukunftsthema, haben aber wenig mitzureden. Das sollte man vorher wissen. Dass die Euphorie auch eine Kehrseite hat, zeigt ein Beispiel aus der Pharmabranche. In Basel arbeitet ein Start-up daran, klinische Studien mit KI günstiger zu machen. Denn nicht das Molekül ist oft das Problem, sondern das Design der Studie, und genau das treibt die Kosten. In der Branche geht es inzwischen weniger darum, möglichst viel KI-Rechenleistung zu verbrauchen. Stattdessen zählt der messbare Ertrag, der sogenannte Return on AI. In Biotech-Firmen mit starkem Technologiefokus sind bereits Milliarden geflossen. Ob sich das lohnt, ist bisher offen. Das Start-up verspricht jedenfalls einen messbaren Rückfluss, und genau daran wird sich auch der Rest des KI-Booms messen lassen müssen. Nach Indien: Dort hat Jio Platforms den größten Börsengang der Landesgeschichte hingelegt. Die Aktie startete mehr als 21 Prozent über dem Ausgabepreis von 1.119 Rupien, das sind etwa 10,6 Euro. Der Marktwert liegt bei umgerechnet rund 118 Milliarden Euro. Damit ist die Tochter des Mischkonzerns Reliance Industries nun hinter dem Mutterkonzern das wertvollste börsennotierte Unternehmen Indiens. Die Nachfrage war deutlich höher als das Angebot. Jio versorgt mehr als 530 Millionen Mobilfunk- und Breitbandkunden und expandiert zunehmend in digitale Dienste und KI. Das zeigt, wie viel Kapital derzeit in große Digital- und Infrastrukturgeschichten in Schwellenländern fließt. Jetzt zu den Unternehmensnachrichten aus Deutschland, und da gibt es heute viel. Thyssenkrupp hat seine frühere Sparte Materials Services, die seit Juni TK Accelis heißt, an die Börse gebracht. Es ist Europas größter Werkstoffhändler und beliefert weltweit Fabriken mit Stahl, Kunststoffen und anderen Materialien. Das Unternehmen hat 15.300 Beschäftigte und nach eigenen Angaben 250.000 Kunden. Thyssenkrupp-Aktionäre bekamen für je 20 Aktien eine TK-Accelis-Aktie, und Thyssenkrupp behält über eine Holding die Mehrheit. Interessant ist das Umfeld: Der Konkurrent Klöckner & Co. ist seit diesem Sommer nicht mehr börsennotiert, weil ein US-Rivale ihn übernommen hat. Die Branche sortiert sich also gerade neu. Auch bei BASF ist viel Bewegung. Der Konzern hat im dritten Quartal sein bereinigtes Ergebnis um 15 Prozent auf gut 1,6 Milliarden Euro gesteigert. Der Umsatz stieg um 14 Prozent auf 16,4 Milliarden Euro. Die Prognose für 2026 hob BASF auf 7,4 bis 7,8 Milliarden Euro an, vorher waren es 6,9 bis 7,7 Milliarden. Ausschlaggebend waren deutlich höhere Preise in mehreren Segmenten. Die Aktie rutschte trotzdem ins Minus. Dazu kommt das Thema Evonik. Nach Insiderberichten hat BASF sein Angebot zuletzt auf 24 Euro je Aktie erhöht, das bewertet Evonik mit gut elf Milliarden Euro. Der Evonik-Vorstand hatte eine erste Offerte abgelehnt. BASF-Chef Markus Kamieth sagte nun, ein Zusammenschluss wäre logisch, aber Zukäufe seien ein Kann und kein Muss. Man werde nur weitermachen, wenn es für die Aktionäre einen Mehrwert schafft. Das klingt nach Verhandlungstaktik, aber auch nach Disziplin. Nicht alle deutschen Konzerne haben gute Nachrichten. Mercedes-Benz hat wegen des schwachen Chinageschäfts und steigender Kosten die Gewinnprognose gesenkt. Vorstandschef Ola Källenius will die China-Strategie überdenken. Bei Symrise gab es einen Dämpfer: Der Hersteller von Duft- und Geschmacksstoffen erwartet für 2026 eine Marge in der unteren Hälfte seiner Zielspanne, was die Aktie zum größten DAX-Verlierer macht. Besser läuft es im Finanzsektor. Die Deutsche Bank verdiente im dritten Quartal nach Steuern rund 1,9 Milliarden Euro, etwa zwei Prozent mehr als im Vorjahr, und könnte ihr Ertragsziel von 33 Milliarden Euro für das Gesamtjahr übertreffen. Die Fondsgesellschaft DWS verzeichnete mit 30,9 Milliarden Euro Nettozuflüssen einen Rekord, verfehlte aber bei Erträgen und Gewinn die Erwartungen der Analysten. Viel Geld kommt also herein, doch das Ergebnis wächst nicht im gleichen Tempo. Zum Schluss noch ein Blick auf Italien, wo sich ein großer Umbau der Bankenlandschaft anbahnt. Die Europäische Zentralbank hat Intesa Sanpaolo die Übernahme von Monte dei Paschi di Siena genehmigt. Das Angebot hat ein Volumen von 32 Milliarden Euro. Außerdem genehmigte die EZB die indirekte Kontrolle über die Investmentbank Mediobanca. Offen sind noch die Börsenaufsicht Consob, die das Angebot Anfang kommenden Monats billigen dürfte, und die Kartellbehörde, die in der zweiten Novemberhälfte entscheiden soll. Um Bedenken auszuräumen, will Intesa die Hälfte der MPS-Filialen an den Versicherer Unipol abgeben. Heikel ist außerdem, dass Intesa über Mediobanca indirekt 13,4 Prozent am Versicherer Generali hielte. Der Kartellchef deutete an, dass es dafür Auflagen geben könnte, damit die Beteiligung ein reines Finanzinvestment bleibt. Was bleibt also von diesem Tag? Die Märkte leben im Moment stark von der KI-Erzählung, von Chips über Milliarden-Kapitalerhöhungen bis zum Börsengang von Anthropic. Gleichzeitig mahnen Ölpreis, Zinsentscheid und schwächere Zahlen bei einzelnen Konzernen zur Vorsicht. Und die Unternehmen sortieren sich neu, mit Übernahmen, Abspaltungen und Börsengängen. Wenn ihr nur vier Dinge mitnehmt: Erstens, die Fed entscheidet heute Abend und wird den Leitzins voraussichtlich nicht ändern. Zweitens, Brent liegt über 111 Dollar, das kann die Inflation anheizen. Drittens, BASF hebt die Prognose an und will Evonik, aber nicht um jeden Preis. Und viertens, Jio und TK Accelis zeigen, dass der Börsengang-Markt lebt. Morgen melde ich mich wieder mit den wichtigsten Wirtschaftsthemen, dann hoffentlich mit der Reaktion der Märkte auf die Fed und die Zahlen der Tech-Riesen. Noch ein Hinweis: Dieser Podcast ist vollständig KI-generiert. Alle Quellen und Hintergründe findet ihr auf unserer Website. Bis morgen!

Vorlage für die Sprachsynthese. Kleinere Abweichungen zur Audio-Datei möglich.

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