Dax auf Fünfwochenhoch: EZB-Entscheid, Vonovia-Absturz, Big-Tech-Zahlen (29.10.2026)
Der Dax klettert vor dem EZB-Zinsentscheid auf ein Fünfwochenhoch, während Vonovia nach gesenkter Prognose einbricht. Dazu: Wirbel um Lagarde und der Ruf nach einer deutschen Beteiligung an der Rüstungsbank DSRB.
In dieser Folge
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Dax legt vor EZB-Zinsentscheid rund ein Prozent zu – Quartalszahlen bestimmen den Handel
HandelsblattIm Vormittagshandel am Donnerstag gewinnt der Dax rund ein Prozent auf 25.971 Punkte, gestützt von überwiegend positiven Quartalszahlen. Im Mittelpunkt stehen neben den Unternehmensergebnissen der anstehende Zinsentscheid der Europäischen Zentralbank sowie die nachbörslichen Zahlen von Alphabet und Microsoft vom Vorabend.
Original - 02
Vonovia senkt Wachstumsziele für 2028 und stoppt neue Investitionen in Manage-to-Green
Handelsblatt UnternehmenDer Immobilienkonzern Vonovia reagiert auf gestiegene Zinsen und einen schwachen Transaktionsmarkt mit gesenkten Zielen für 2028 und einem vorläufigen Stopp neuer Manage-to-Green-Investitionen. Das Neubaugeschäft für den eigenen Bestand wird reduziert und strategisch überprüft, zudem soll ein Maßnahmenplan die Liquidität schützen. Für 2026 erwartet das Unternehmen Ergebnisse in der unteren Hälfte beziehungsweise am unteren Ende der bisherigen Prognosespannen.
Original - 03
Wirtschaftsverbände fordern deutsche Beteiligung an neuer Rüstungsbank DSRB
FAZ WirtschaftAcht deutsche Wirtschaftsverbände drängen die Bundesregierung in einer gemeinsamen Stellungnahme, Gründungsmitglied der geplanten Defence, Security and Resilience Bank (DSRB) zu werden. Die Bank soll langfristige, günstige Finanzierungen für Verteidigung, Sicherheit und Resilienz bereitstellen und vor allem Finanzierungslücken beim Mittelstand und bei Zulieferern schließen. Ohne deutsche Beteiligung drohen nach Ansicht der Verbände Nachteile beim Marktzugang, während die Gründungsstaaten ihre Satzung bereits am 30. November in Luxemburg unterzeichnen wollen.
Original - 04
Microsoft überzeugt mit KI-Wachstum, Alphabet verbrennt Milliarden: Anleger reagieren mit Kursausschlägen
TagesschauDie Quartalszahlen von Microsoft und Alphabet zeigen, wie unterschiedlich sich die milliardenschweren KI-Investitionen auswirken: Microsoft übertraf mit einem Free Cash Flow von 18,6 Milliarden Dollar die Erwartungen deutlich, während Alphabet tief in die roten Zahlen rutschte. An der Wall Street verlor die Alphabet-Aktie nachbörslich zeitweise mehr als zehn Prozent, Microsoft legte um 3,5 Prozent zu. Anleger beobachten die steigenden Kosten für den KI-Ausbau zunehmend mit Sorge, was sich auch in Rekordständen bei den Absicherungskosten gegen Zahlungsausfälle niederschlägt.
Original - 05
Dax steigt auf Fünfwochenhoch: SAP legt zu, Vonovia bricht nach Prognosesenkung ein
Manager MagazinDer Dax hat seine Erholung am Donnerstag fortgesetzt und notierte zuletzt mit 25.994 Punkten auf dem höchsten Stand seit fünf Wochen, getragen vor allem von SAP, Adidas und Henkel. Die US-Notenbank Fed hatte den Leitzins erwartungsgemäß unverändert gelassen, woraufhin die Wall Street leicht im Plus schloss, und auch die EZB dürfte ihren Kurs halten. Vonovia und Volkswagen gerieten dagegen nach schwachen Zahlen und Prognosen unter Druck.
Original - 06
DAX legt vor EZB-Zinsentscheid trotz Milliardenverlusts bei VW zu
TagesschauDer DAX steigt vor dem EZB-Zinsentscheid im frühen Handel um rund 0,5 Prozent auf 25.830 Punkte, obwohl Volkswagen einen Quartalsverlust von 5,8 Milliarden Euro meldet. Anleger rechnen nicht mit einer Zinsänderung, hoffen aber auf Hinweise zum künftigen Kurs der Notenbank. Daneben bestimmen Quartalszahlen von Unternehmen wie Henkel, Microsoft und Alphabet die Stimmung.
Original - 07
EZB dürfte Leitzins bei 2,50 Prozent belassen – Zinserhöhung im Dezember wird erwartet
Manager MagazinDie Europäische Zentralbank wird ihren Einlagensatz am Donnerstag nach Einschätzung nahezu aller von Bloomberg befragten Ökonomen unverändert bei 2,50 Prozent belassen. Angesichts einer Inflation von 3,8 Prozent und der Energiepreise infolge des Iran-Kriegs rechnen viele Experten jedoch im Dezember mit einer Anhebung, während die Lage am französischen Anleihemarkt für Unsicherheit sorgt. Auch die US-Notenbank Fed hat ihren Leitzins am Mittwoch stabil gehalten, an den Märkten wird dort ebenfalls eine Erhöhung im Dezember erwartet.
Original - 08
Acht Wirtschaftsverbände fordern deutsche Beteiligung an neuer Rüstungsförderbank DSRB
WirtschaftsWocheEin Bündnis aus acht deutschen Wirtschaftsverbänden drängt die Bundesregierung, sich an der geplanten Defence, Security & Resilience Bank (DSRB) zu beteiligen. Die Bundesregierung lehnt dies bislang ab und setzt stattdessen auf das EU-Programm SAFE. Die Verbände warnen, deutsche Unternehmen könnten bei Finanzierung und Aufträgen ins Hintertreffen geraten, wenn Deutschland außen vor bleibt.
Original - 09
Gerüchte um vorzeitigen Abgang von EZB-Chefin Lagarde belasten Notenbank in schwieriger Lage
TagesschauSeit Monaten wird spekuliert, dass Christine Lagarde Anfang November zur Vorsitzenden des Weltwirtschaftsforums in Davos gewählt wird und ihr Amt als EZB-Präsidentin vorzeitig aufgibt. Das geschieht, während die Inflation im Euroraum auf 3,8 Prozent gestiegen ist und die Haushaltskrise in Frankreich die Finanzmärkte beunruhigt. Ökonomen erwarten, dass die EZB bei ihrer Sitzung im Oktober den Leitzins nicht anhebt, im Dezember aber einen weiteren Zinsschritt folgen lässt.
Original - 10
Deutsche Regas setzt zweites LNG-Schiff in Mukran auf Rügen ein
HandelsblattDie Deutsche Regas nimmt für ihr Terminal „Deutsche Ostsee“ in Mukran auf Rügen ein zweites LNG-Spezialschiff in Betrieb. Damit sollen in Deutschland spätestens ab Anfang 2028 insgesamt sechs schwimmende Terminalschiffe im Einsatz sein, was die Versorgungssicherheit in Deutschland und Europa erhöhen soll. Das Schiff stellt die japanische Reederei Mitsui O.S.K. Lines bereit; der Vertrag soll am Donnerstag unterzeichnet werden.
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Dax legt vor EZB-Zinsentscheid rund ein Prozent zu – Quartalszahlen bestimmen den Handel
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Vonovia senkt Wachstumsziele für 2028 und stoppt neue Investitionen in Manage-to-Green
Handelsblatt UnternehmenDer Immobilienkonzern Vonovia reagiert auf gestiegene Zinsen und einen schwachen Transaktionsmarkt mit gesenkten Zielen für 2028 und einem vorläufigen Stopp neuer Manage-to-Green-Investitionen. Das Neubaugeschäft für den eigenen Bestand wird reduziert und strategisch überprüft, zudem soll ein Maßnahmenplan die Liquidität schützen. Für 2026 erwartet das Unternehmen Ergebnisse in der unteren Hälfte beziehungsweise am unteren Ende der bisherigen Prognosespannen.
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Wirtschaftsverbände fordern deutsche Beteiligung an neuer Rüstungsbank DSRB
FAZ WirtschaftAcht deutsche Wirtschaftsverbände drängen die Bundesregierung in einer gemeinsamen Stellungnahme, Gründungsmitglied der geplanten Defence, Security and Resilience Bank (DSRB) zu werden. Die Bank soll langfristige, günstige Finanzierungen für Verteidigung, Sicherheit und Resilienz bereitstellen und vor allem Finanzierungslücken beim Mittelstand und bei Zulieferern schließen. Ohne deutsche Beteiligung drohen nach Ansicht der Verbände Nachteile beim Marktzugang, während die Gründungsstaaten ihre Satzung bereits am 30. November in Luxemburg unterzeichnen wollen.
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Microsoft überzeugt mit KI-Wachstum, Alphabet verbrennt Milliarden: Anleger reagieren mit Kursausschlägen
TagesschauDie Quartalszahlen von Microsoft und Alphabet zeigen, wie unterschiedlich sich die milliardenschweren KI-Investitionen auswirken: Microsoft übertraf mit einem Free Cash Flow von 18,6 Milliarden Dollar die Erwartungen deutlich, während Alphabet tief in die roten Zahlen rutschte. An der Wall Street verlor die Alphabet-Aktie nachbörslich zeitweise mehr als zehn Prozent, Microsoft legte um 3,5 Prozent zu. Anleger beobachten die steigenden Kosten für den KI-Ausbau zunehmend mit Sorge, was sich auch in Rekordständen bei den Absicherungskosten gegen Zahlungsausfälle niederschlägt.
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Dax steigt auf Fünfwochenhoch: SAP legt zu, Vonovia bricht nach Prognosesenkung ein
Manager MagazinDer Dax hat seine Erholung am Donnerstag fortgesetzt und notierte zuletzt mit 25.994 Punkten auf dem höchsten Stand seit fünf Wochen, getragen vor allem von SAP, Adidas und Henkel. Die US-Notenbank Fed hatte den Leitzins erwartungsgemäß unverändert gelassen, woraufhin die Wall Street leicht im Plus schloss, und auch die EZB dürfte ihren Kurs halten. Vonovia und Volkswagen gerieten dagegen nach schwachen Zahlen und Prognosen unter Druck.
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DAX legt vor EZB-Zinsentscheid trotz Milliardenverlusts bei VW zu
TagesschauDer DAX steigt vor dem EZB-Zinsentscheid im frühen Handel um rund 0,5 Prozent auf 25.830 Punkte, obwohl Volkswagen einen Quartalsverlust von 5,8 Milliarden Euro meldet. Anleger rechnen nicht mit einer Zinsänderung, hoffen aber auf Hinweise zum künftigen Kurs der Notenbank. Daneben bestimmen Quartalszahlen von Unternehmen wie Henkel, Microsoft und Alphabet die Stimmung.
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EZB dürfte Leitzins bei 2,50 Prozent belassen – Zinserhöhung im Dezember wird erwartet
Manager MagazinDie Europäische Zentralbank wird ihren Einlagensatz am Donnerstag nach Einschätzung nahezu aller von Bloomberg befragten Ökonomen unverändert bei 2,50 Prozent belassen. Angesichts einer Inflation von 3,8 Prozent und der Energiepreise infolge des Iran-Kriegs rechnen viele Experten jedoch im Dezember mit einer Anhebung, während die Lage am französischen Anleihemarkt für Unsicherheit sorgt. Auch die US-Notenbank Fed hat ihren Leitzins am Mittwoch stabil gehalten, an den Märkten wird dort ebenfalls eine Erhöhung im Dezember erwartet.
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Acht Wirtschaftsverbände fordern deutsche Beteiligung an neuer Rüstungsförderbank DSRB
WirtschaftsWocheEin Bündnis aus acht deutschen Wirtschaftsverbänden drängt die Bundesregierung, sich an der geplanten Defence, Security & Resilience Bank (DSRB) zu beteiligen. Die Bundesregierung lehnt dies bislang ab und setzt stattdessen auf das EU-Programm SAFE. Die Verbände warnen, deutsche Unternehmen könnten bei Finanzierung und Aufträgen ins Hintertreffen geraten, wenn Deutschland außen vor bleibt.
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Gerüchte um vorzeitigen Abgang von EZB-Chefin Lagarde belasten Notenbank in schwieriger Lage
TagesschauSeit Monaten wird spekuliert, dass Christine Lagarde Anfang November zur Vorsitzenden des Weltwirtschaftsforums in Davos gewählt wird und ihr Amt als EZB-Präsidentin vorzeitig aufgibt. Das geschieht, während die Inflation im Euroraum auf 3,8 Prozent gestiegen ist und die Haushaltskrise in Frankreich die Finanzmärkte beunruhigt. Ökonomen erwarten, dass die EZB bei ihrer Sitzung im Oktober den Leitzins nicht anhebt, im Dezember aber einen weiteren Zinsschritt folgen lässt.
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Deutsche Regas setzt zweites LNG-Schiff in Mukran auf Rügen ein
HandelsblattDie Deutsche Regas nimmt für ihr Terminal „Deutsche Ostsee“ in Mukran auf Rügen ein zweites LNG-Spezialschiff in Betrieb. Damit sollen in Deutschland spätestens ab Anfang 2028 insgesamt sechs schwimmende Terminalschiffe im Einsatz sein, was die Versorgungssicherheit in Deutschland und Europa erhöhen soll. Das Schiff stellt die japanische Reederei Mitsui O.S.K. Lines bereit; der Vertrag soll am Donnerstag unterzeichnet werden.
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Häufige Fragen
Wie hat sich der Dax rund um den EZB-Zinsentscheid entwickelt?
Der Dax legte am Donnerstag zu und erreichte zuletzt mit rund 25.994 Punkten den höchsten Stand seit fünf Wochen. Getragen wurde er von überwiegend positiven Quartalszahlen, vor allem bei SAP, Adidas und Henkel. Am Markt wird erwartet, dass die EZB ihren Kurs hält, nachdem auch die US-Notenbank Fed den Leitzins unverändert gelassen hat.
Warum senkt Vonovia seine Wachstumsziele für 2028?
Vonovia reagiert auf gestiegene Zinsen und einen schwachen Transaktionsmarkt. Neue Investitionen in Manage-to-Green werden vorläufig gestoppt, das Neubaugeschäft für den eigenen Bestand wird reduziert und strategisch überprüft. Ein Maßnahmenplan soll die Liquidität schützen, und für 2026 werden Ergebnisse am unteren Ende der bisherigen Prognosespannen erwartet.
Was fordern die Wirtschaftsverbände zur geplanten Rüstungsbank DSRB?
Acht deutsche Wirtschaftsverbände fordern, dass die Bundesregierung Gründungsmitglied der Defence, Security and Resilience Bank wird. Die Bank soll langfristige, günstige Finanzierungen für Verteidigung, Sicherheit und Resilienz bereitstellen und vor allem Lücken bei Mittelstand und Zulieferern schließen. Ohne deutsche Beteiligung befürchten die Verbände Nachteile beim Marktzugang, die Satzung soll am 30. November in Luxemburg unterzeichnet werden.
Wie unterscheiden sich die KI-Auswirkungen bei Microsoft und Alphabet in den Quartalszahlen?
Microsoft übertraf mit einem Free Cash Flow von 18,6 Milliarden Dollar die Erwartungen deutlich, die Aktie legte nachbörslich um 3,5 Prozent zu. Alphabet rutschte durch die hohen KI-Investitionen tief in die roten Zahlen, und die Aktie verlor zeitweise mehr als zehn Prozent. Anleger sehen die steigenden KI-Ausbaukosten zunehmend kritisch, was sich auch in Rekordständen bei den Absicherungskosten gegen Zahlungsausfälle zeigt.
Welche Rolle spielen Unternehmenszahlen wie die von Volkswagen für den Dax?
Quartalszahlen bestimmen derzeit maßgeblich die Stimmung am Markt. Volkswagen meldete einen Quartalsverlust von 5,8 Milliarden Euro und geriet wie Vonovia nach schwachen Zahlen und Prognosen unter Druck. Der Dax insgesamt konnte dennoch zulegen, da starke Ergebnisse anderer Konzerne die Verluste ausglichen.
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Hallo, hier ist Leo von Wirtschaft im Fokus. Heute dreht sich vieles um einen Termin: Die Europäische Zentralbank entscheidet über ihren Leitzins. Dazu kommen eine Menge Unternehmenszahlen, die zeigen, wie unterschiedlich die Lage in einzelnen Branchen gerade ist. Und wir schauen auf einen Vorstoß der deutschen Wirtschaft, der mit Finanzierung und Verteidigung zu tun hat. Fangen wir mit dem Zins an. Die EZB dürfte ihren Leitzins heute bei 2,5 Prozent belassen. Am Markt rechnet praktisch niemand mit einer Bewegung. Spannend ist deshalb weniger die Entscheidung selbst als der Ton drumherum. Einige Anleger erwarten, dass die Notenbank im Dezember eher an der Zinsschraube nach oben drehen könnte. Marktbeobachter wie Thomas Altmann von QC Partners sagen: Entscheidend wird, ob EZB-Präsidentin Christine Lagarde eine mögliche Erhöhung schon verbal vorbereitet. Auch die US-Notenbank Fed hat gestern Abend, wie erwartet, ihren Leitzins unverändert gelassen. Die Wall Street schloss darauf leicht im Plus. Der deutsche Aktienmarkt zeigt sich davon ziemlich unbeeindruckt, im positiven Sinn. Der Dax hat seine Erholung fortgesetzt und steht bei rund 26.000 Punkten. Das ist der höchste Stand seit fünf Wochen. Zur Einordnung: Das Allzeithoch liegt bei 26.619 Punkten, es fehlt also nicht mehr viel. Getragen wird der Markt vor allem von den Quartalszahlen, und die fallen überwiegend gut aus, wenn auch mit deutlichen Ausnahmen. Beginnen wir mit den Gewinnern. Henkel hat ein überraschend starkes drittes Quartal vorgelegt. Die Erlöse stiegen um elf Prozent auf 5,7 Milliarden Euro, und der Konzern schaut jetzt optimistischer auf das Gesamtjahr. Die Aktie legte zeitweise deutlich zu. Auch Adidas kommt gut an: Das Unternehmen will im Weihnachtsgeschäft auch in Europa wieder wachsen. Größter Dax-Gewinner am Vormittag war SAP mit einem Plus von knapp fünf Prozent. Der Softwarekonzern will für seine KI-Funktionen künftig günstigere Modelle nutzen und erhofft sich dadurch Einsparungen von zwei Milliarden Euro in den kommenden beiden Jahren. Das zeigt gut, wie sehr es inzwischen darum geht, was KI kostet, und nicht nur darum, was sie kann. Auf der anderen Seite steht Volkswagen. Der Konzern meldet für das dritte Quartal einen Verlust von 5,8 Milliarden Euro. Der Konzern begründet das mit Sondereffekten, vor allem mit einer Abschreibung auf den Firmenwert der Tochter Porsche. Dazu kommt das schwache China-Geschäft. Interessant ist, dass die Aktie trotzdem um rund zwei Prozent zulegte. Die Anleger scheinen die Abschreibung als einmalige Belastung zu sehen und nicht als Zeichen, dass das laufende Geschäft zusammenbricht. Ob diese Gelassenheit berechtigt ist, wird sich in den nächsten Quartalen zeigen. Ein deutlich ernsteres Signal kommt aus der Immobilienbranche. Vonovia, Deutschlands größter Vermieter, senkt seine Wachstumsziele für 2028 und stoppt vorerst neue Investitionen in sein Programm Manage-to-Green. Das Neubaugeschäft für den eigenen Bestand wird reduziert und strategisch überprüft. Außerdem soll ein Maßnahmenplan die Liquidität schützen. Der Grund sind gestiegene Zinsen und ein schwacher Markt für Immobilienverkäufe. Seit der Eskalation im Nahen Osten ist die Rendite der achtjährigen Vonovia-Anleihen um etwa 1,4 Prozentpunkte gestiegen. Auch die EZB-Entscheidung im September hat die Finanzierung nach Unternehmensangaben zusätzlich belastet. Konkret rechnet Vonovia für 2026 nur noch mit Ergebnissen am unteren Ende der bisherigen Prognosen. Das Mietwachstum soll bei etwa 3,8 Prozent liegen statt bei vier. Für 2027 peilt der Konzern rund vier Prozent an, und das liegt deutlich unter dem, was Analysten erwartet hatten, nämlich 4,8 Prozent. Das Ziel für 2028 sinkt von etwa fünf auf etwa 4,5 Prozent. Konzernchef Luka Mucic betont, das operative Kerngeschäft bleibe stabil, aber höhere Finanzierungskosten drückten auf das Ergebnis. Die Aktie verlor im Dax zeitweise bis zu 7,3 Prozent. Für uns alle ist das ein Hinweis darauf, wie direkt Zinsen auf Wohnungsbau und damit am Ende auch auf das Angebot an Wohnungen durchschlagen können. Wenn ein so großer Anbieter weniger baut und weniger investiert, wird der Wohnungsmarkt nicht entspannter. Auch im Bankensektor gab es Gegenwind. Die niederländische Bank ING hat die Erwartungen der Analysten verfehlt und streicht im Zuge eines Konzernumbaus 400 Stellen. Die Aktie verlor bis zu vier Prozent, die der spanischen BBVA sogar bis zu 5,4 Prozent. Und beim Triebwerksbauer MTU zeigt sich, dass selbst eine angehobene Prognose nicht immer reicht: Das Unternehmen erhöhte nach einem überraschend guten Quartal seinen Ausblick, die Aktie fiel trotzdem um bis zu 3,1 Prozent. Offenbar waren die Erwartungen schon sehr hoch. Damit kommen wir zum großen Thema an den internationalen Märkten: die Milliarden, die in künstliche Intelligenz fließen. Gestern nach Börsenschluss haben Microsoft und Alphabet Zahlen vorgelegt, und die könnten unterschiedlicher kaum sein. Microsoft steigerte den Umsatz um 19 Prozent auf 92,3 Milliarden Dollar, der Gewinn stieg von 27,7 auf 36,6 Milliarden Dollar. Der freie Geldzufluss, also das Geld, das nach allen Investitionen übrig bleibt, lag bei 18,6 Milliarden Dollar, doppelt so hoch wie erwartet. Die Cloud-Sparte Azure wuchs um 48 Prozent, nach 43 Prozent im Quartal davor. Die Aktie legte um 3,5 Prozent zu. Interessant ist auch eine Einordnung von Marcel Tietjen von BearingPoint: Microsofts Wachstum hänge künftig weniger von der Zahl der Nutzer ab, sondern davon, wie viel Arbeit KI-Agenten in Unternehmen übernehmen. Lizenzeinnahmen verlieren demnach an Bedeutung. Bei Alphabet sieht es ganz anders aus. Umsatz und Gewinn verfehlten die Erwartungen, auch weil die Werbeeinnahmen schwächelten. Der Gewinn sank um etwa ein Viertel auf knapp 26,2 Milliarden Dollar. Der freie Geldfluss war mit rund minus neun Milliarden Dollar deutlich negativ, und zwar weit schlechter, als Analysten es erwartet hatten. Die Google-Cloud verdoppelte zwar ihren Umsatz, doch die Ausgaben für Rechenzentren sind enorm. Finanzchefin Anat Ashkenazi bekräftigte, dass der Konzern im Jahr 2026 bis zu 205 Milliarden Dollar in KI investieren will, und kündigte für das Jahr danach noch deutlich höhere Ausgaben an. Die Börse reagierte hart: Die Aktie fiel nachbörslich zeitweise um fast elf Prozent, der Börsenwert schrumpfte um mehr als 400 Milliarden Dollar. Warum ist das auch für uns hier wichtig? Weil die Frage, ob sich die KI-Investitionen lohnen, gerade neu gestellt wird. Amazon, Alphabet, Meta und Oracle haben seit Jahresbeginn Anleihen von deutlich mehr als 200 Milliarden Dollar ausgegeben. Meta plant zudem neue Aktien für knapp 100 Milliarden Dollar, eine erste Tranche über 37,5 Milliarden Dollar. Anleger schauen mit wachsender Sorge auf diese Kosten, und das zeigt sich auch bei den Absicherungskosten gegen Zahlungsausfälle, die auf Rekordständen liegen. Die Botschaft des gestrigen Abends lautet also: Der Markt belohnt KI-Wachstum, das sich in Geld verwandelt, und bestraft Ausgaben, die den Gewinn noch nicht erkennbar stützen. Zu spüren war das auch in Asien: Samsung Electronics verneunfachte im dritten Quartal fast seinen Gewinn, doch weil der Nettogewinn die Erwartungen verfehlte, fiel die Aktie um vier Prozent. Zum Schluss noch ein Blick auf ein wirtschaftspolitisches Thema, das gerade Fahrt aufnimmt. Acht deutsche Wirtschaftsverbände fordern von der Bundesregierung, Gründungsmitglied der neuen Defence, Security and Resilience Bank zu werden, kurz DSRB. Mit dabei sind unter anderem der Rüstungsverband BDSV, der Maschinenbauverband VDMA, die Industrie- und Handelskammer DIHK, der Sparkassenverband, der Start-up-Verband und das Handwerk. Die Bank soll langfristige und günstige Finanzierungen für Verteidigung, Sicherheit und Resilienz bereitstellen und vor allem Lücken beim Mittelstand und bei Zulieferern schließen. Vorgestellt wurde sie im Juli auf dem NATO-Gipfel in Ankara. Der Hauptsitz soll in Kanada liegen, das europäische Zentrum in Luxemburg. Gründungsstaaten sind bisher Kanada, Albanien, Belgien, Griechenland, Lettland, Luxemburg, Rumänien, die Türkei und die Ukraine. Schon am 30. November wollen sie die Satzung unterzeichnen. Deutschland müsste eine Einlage von bis zu 1,5 Milliarden Euro leisten und würde mit höchstens 7,5 Milliarden Euro haften. Eine Zusage der Bundesregierung gibt es bislang nicht. Das Argument der Verbände: Deutschland plant bis 2029 Rüstungsausgaben von rund 200 Milliarden Euro. Das Geld fließt aber vor allem an die großen direkten Auftragnehmer, während der Mittelstand Kapazitäten vorfinanzieren muss und nur schwer an Kredite kommt. Vorgesehen sind unter anderem Garantien für Kredite an kleinere Firmen, zinsgünstige Langfristkredite und Eigenkapital. BDSV-Geschäftsführerin Elisabeth Hauschild sagt, Deutschland müsse bei der Unterzeichnung mit an Bord sein. Ohne Beteiligung drohen aus Sicht der Verbände Nachteile beim Marktzugang. Die Entscheidung der Regierung dürfte also in den nächsten Wochen fallen, und sie ist auch eine Frage der Haushaltsdisziplin. Was bleibt von diesem Tag? Zinsen und Finanzierungskosten sind der rote Faden. Sie belasten Vonovia, sie bestimmen die Stimmung vor der EZB-Entscheidung, und sie spielen auch bei den Debatten über KI-Investitionen und Rüstungsfinanzierung eine zentrale Rolle. Der Dax zeigt sich trotzdem robust, weil viele Unternehmen bessere Zahlen liefern als befürchtet. Das war es für heute. Wir haben auf den bevorstehenden EZB-Zinsentscheid geschaut, auf den Dax auf Fünfwochenhoch, auf Vonovias gesenkte Ziele, auf den KI-Gegensatz zwischen Microsoft und Alphabet und auf die Forderung der Wirtschaft nach einer deutschen Beteiligung an der neuen Rüstungsbank. Morgen melde ich mich wieder mit den nächsten wichtigen Wirtschaftsthemen. Bis dahin, machen Sie es gut. Noch ein Hinweis: Dieser Podcast ist vollständig KI-generiert. Alle Quellen und Hintergründe finden Sie auf unserer Website.
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