KI-Boom, China-Risiko und Chemie-Krise: Wirtschaft im Spannungsfeld (03.11.2026)
Evonik legt kräftig zu, JD.com darf Ceconomy unter Auflagen kaufen, Anthropic meldet Rekordumsatz und Milliardenverluste, und Marvell greift nach Lumentum. Dazu: Wie der Wohnungsmangel das Wachstum bremst.
In dieser Folge
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KI für den Mittelstand: Nordrhein-Westfalen setzt auf Anwendungen und regionale Netzwerke
Handelsblatt UnternehmenNordrhein-Westfalen konkurriert nicht mit großen KI-Modellen wie ChatGPT, sondern setzt auf maßgeschneiderte Anwendungen für Mittelstand und Dienstleister, die aus einem dichten Netz von Städten, Hochschulen und Unternehmen hervorgehen. Als Beispiel gilt das Kölner Start-up Hidesk, dessen Telefon-KI etwa bei der Düsseldorfer Firma Maela Anfragen automatisch bearbeitet und das nach elf Monaten von der Plattform Anny übernommen wurde. Laut dem Szenekenner Marius Rosenberg braucht das Land für ein starkes Ökosystem allerdings mehr Austausch zwischen den Regionen und sichtbare Leuchtturm-Unternehmen.
Original - 02
Evonik steigert Gewinn im dritten Quartal um 40 Prozent und hebt Ausblick an – BASF-Übernahme bleibt offen
WirtschaftsWocheDer Spezialchemiekonzern Evonik hat im dritten Quartal den bereinigten operativen Gewinn um 40 Prozent auf 629 Millionen Euro gesteigert und den Umsatz um 13 Prozent auf 3,8 Milliarden Euro erhöht. Für 2026 zeigt sich der Vorstand zuversichtlicher, da Lieferengpässe asiatischer Wettbewerber infolge der Nahost-Krise dem Konzern nutzen. Zugleich betont Interimschef Claus Rettig die Eigenständigkeit, während BASF weiter für eine Übernahme wirbt und Evonik ein Angebot von 24,00 Euro je Aktie abgelehnt hat.
Original - 03
EU-Kommission genehmigt JD.com-Übernahme von Mediamarkt-Saturn-Mutter Ceconomy unter Auflagen
Spiegel WirtschaftDie EU-Kommission hat die Übernahme der Mediamarkt-Saturn-Muttergesellschaft Ceconomy durch den chinesischen Konzern JD.com genehmigt und beendet damit eine monatelange Phase der Ungewissheit. Zuvor hatte die Behörde vorläufige Bedenken wegen möglicher staatlicher Hilfen für JD.com geäußert, die nun durch verbindliche Zusagen ausgeräumt wurden. Diese Verpflichtungen gelten zehn Jahre lang und sollen Quersubventionen an Ceconomy verhindern.
Original - 04
Europäische Firmen untergraben mit dem Ausbau ihres Chinageschäfts das „Derisking“
HandelsblattEuropäische und vor allem deutsche Unternehmen verlagern immer mehr Wertschöpfung nach China und gefährden damit nach Ansicht des Gastkommentars die europäische Strategie, wirtschaftliche Abhängigkeiten von der Volksrepublik abzubauen. Die Vorteile aus Marktnähe und niedrigeren Kosten gehen demnach zulasten Europas. Zugleich geraten die deutschen Autobauer in China zunehmend unter Druck, wie einbrechende Verkäufe und schwach ausgelastete Werke zeigen.
Original - 05
Geschäftsklima in der Chemieindustrie sinkt im Oktober auf -5,9 Punkte
ifo InstitutDas Geschäftsklima in der Chemieindustrie hat sich im Oktober deutlich verschlechtert: Der Index fiel auf -5,9 Punkte, nach +3,0 Punkten im September. Vor allem die Geschäftserwartungen sanken, während Nachfrage, Neuaufträge und Kapazitätsauslastung zulegten. Wegen notwendiger Umstrukturierungen planen die Unternehmen dennoch einen weiteren Personalabbau.
Original - 06
US-Börsen uneinheitlich vor Zwischenwahlen: KI-Sorgen belasten Chipwerte, Ölpreis fällt um acht Prozent
n-tv WirtschaftZum Wochenstart haben die US-Börsen uneinheitlich geschlossen, weil sich Anleger vor den Zwischenwahlen und den Apple-Quartalszahlen zurückhielten. Sorgen über ausufernde Investitionen in Künstliche Intelligenz belasteten vor allem Chiphersteller und Techwerte, während der Ölpreis nach Friedenssignalen aus dem Iran um acht Prozent nachgab.
Original - 07
Anthropic meldet vor Börsengang Rekordumsatz und Milliardenverluste
Spiegel WirtschaftDas KI-Unternehmen Anthropic hat kurz vor seinem geplanten Börsengang laut SEC-Unterlagen im dritten Quartal einen Umsatz von 17 Milliarden Dollar erzielt, rund 1100 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Dem steht ein Quartalsverlust von 23,3 Milliarden Dollar gegenüber, der größtenteils auf eine bilanzielle Anpassung zurückgeht. Zugleich plant das Unternehmen enorme Investitionen in Rechenzentren und Infrastruktur.
Original - 08
Wissenschaftlicher Beirat: Wohnungsmangel bremst das Wirtschaftswachstum in Deutschland
FAZ WirtschaftDer Wissenschaftliche Beirat beim Bundeswirtschaftsministerium sieht in knappem und teurem Wohnraum ein Hemmnis für das Wachstum, weil hohe Wohnkosten Umzüge zu besser bezahlten Jobs erschweren. Als Gegenmittel schlagen die Ökonomen unter anderem vor, Kommunen stärker für die Ausweisung von Bauland zu belohnen und Eigentümer sowie Bauherren über eine erweiterte Infrastrukturkostenumlage oder einen Planungswertausgleich stärker an den Kosten zu beteiligen. Zugleich fehlen in Deutschland geschätzt mehr als eine Million Wohnungen, während der Neubau seit Jahren stockt.
Original - 09
Marvell will Glasfaser- und Laserspezialisten Lumentum für 115 Milliarden Dollar übernehmen
Manager MagazinDer Chipkonzern und Netzwerkausrüster Marvell will Lumentum, einen Spezialisten für Glasfaser- und Lasertechnik, in einer reinen Aktientransaktion erwerben, wobei Lumentum inklusive Schulden mit 115 Milliarden Dollar bewertet wird. Marvell-Chef Matt Murphy begründet den Schritt mit dem grundlegenden Wandel der KI-Infrastruktur hin zur optischen Verbindungstechnik. Der Abschluss wird für die erste Jahreshälfte 2028 erwartet.
Original - 10
Wirtschaftswachstum: In welchen Bereichen die USA Deutschland überholen
Spiegel WirtschaftDer Beitrag aus dem Wirtschaftsressort des SPIEGEL befasst sich mit dem Vergleich der Wirtschaftsentwicklung in den USA und in Deutschland. Im Mittelpunkt steht die Frage, in welchen Bereichen die Vereinigten Staaten beim Wachstum an Deutschland vorbeiziehen.
Original
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KI für den Mittelstand: Nordrhein-Westfalen setzt auf Anwendungen und regionale Netzwerke
Handelsblatt UnternehmenNordrhein-Westfalen konkurriert nicht mit großen KI-Modellen wie ChatGPT, sondern setzt auf maßgeschneiderte Anwendungen für Mittelstand und Dienstleister, die aus einem dichten Netz von Städten, Hochschulen und Unternehmen hervorgehen. Als Beispiel gilt das Kölner Start-up Hidesk, dessen Telefon-KI etwa bei der Düsseldorfer Firma Maela Anfragen automatisch bearbeitet und das nach elf Monaten von der Plattform Anny übernommen wurde. Laut dem Szenekenner Marius Rosenberg braucht das Land für ein starkes Ökosystem allerdings mehr Austausch zwischen den Regionen und sichtbare Leuchtturm-Unternehmen.
Original - 02
Evonik steigert Gewinn im dritten Quartal um 40 Prozent und hebt Ausblick an – BASF-Übernahme bleibt offen
WirtschaftsWocheDer Spezialchemiekonzern Evonik hat im dritten Quartal den bereinigten operativen Gewinn um 40 Prozent auf 629 Millionen Euro gesteigert und den Umsatz um 13 Prozent auf 3,8 Milliarden Euro erhöht. Für 2026 zeigt sich der Vorstand zuversichtlicher, da Lieferengpässe asiatischer Wettbewerber infolge der Nahost-Krise dem Konzern nutzen. Zugleich betont Interimschef Claus Rettig die Eigenständigkeit, während BASF weiter für eine Übernahme wirbt und Evonik ein Angebot von 24,00 Euro je Aktie abgelehnt hat.
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EU-Kommission genehmigt JD.com-Übernahme von Mediamarkt-Saturn-Mutter Ceconomy unter Auflagen
Spiegel WirtschaftDie EU-Kommission hat die Übernahme der Mediamarkt-Saturn-Muttergesellschaft Ceconomy durch den chinesischen Konzern JD.com genehmigt und beendet damit eine monatelange Phase der Ungewissheit. Zuvor hatte die Behörde vorläufige Bedenken wegen möglicher staatlicher Hilfen für JD.com geäußert, die nun durch verbindliche Zusagen ausgeräumt wurden. Diese Verpflichtungen gelten zehn Jahre lang und sollen Quersubventionen an Ceconomy verhindern.
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Europäische Firmen untergraben mit dem Ausbau ihres Chinageschäfts das „Derisking“
HandelsblattEuropäische und vor allem deutsche Unternehmen verlagern immer mehr Wertschöpfung nach China und gefährden damit nach Ansicht des Gastkommentars die europäische Strategie, wirtschaftliche Abhängigkeiten von der Volksrepublik abzubauen. Die Vorteile aus Marktnähe und niedrigeren Kosten gehen demnach zulasten Europas. Zugleich geraten die deutschen Autobauer in China zunehmend unter Druck, wie einbrechende Verkäufe und schwach ausgelastete Werke zeigen.
Original - 05
Geschäftsklima in der Chemieindustrie sinkt im Oktober auf -5,9 Punkte
ifo InstitutDas Geschäftsklima in der Chemieindustrie hat sich im Oktober deutlich verschlechtert: Der Index fiel auf -5,9 Punkte, nach +3,0 Punkten im September. Vor allem die Geschäftserwartungen sanken, während Nachfrage, Neuaufträge und Kapazitätsauslastung zulegten. Wegen notwendiger Umstrukturierungen planen die Unternehmen dennoch einen weiteren Personalabbau.
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US-Börsen uneinheitlich vor Zwischenwahlen: KI-Sorgen belasten Chipwerte, Ölpreis fällt um acht Prozent
n-tv WirtschaftZum Wochenstart haben die US-Börsen uneinheitlich geschlossen, weil sich Anleger vor den Zwischenwahlen und den Apple-Quartalszahlen zurückhielten. Sorgen über ausufernde Investitionen in Künstliche Intelligenz belasteten vor allem Chiphersteller und Techwerte, während der Ölpreis nach Friedenssignalen aus dem Iran um acht Prozent nachgab.
Original - 07
Anthropic meldet vor Börsengang Rekordumsatz und Milliardenverluste
Spiegel WirtschaftDas KI-Unternehmen Anthropic hat kurz vor seinem geplanten Börsengang laut SEC-Unterlagen im dritten Quartal einen Umsatz von 17 Milliarden Dollar erzielt, rund 1100 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Dem steht ein Quartalsverlust von 23,3 Milliarden Dollar gegenüber, der größtenteils auf eine bilanzielle Anpassung zurückgeht. Zugleich plant das Unternehmen enorme Investitionen in Rechenzentren und Infrastruktur.
Original - 08
Wissenschaftlicher Beirat: Wohnungsmangel bremst das Wirtschaftswachstum in Deutschland
FAZ WirtschaftDer Wissenschaftliche Beirat beim Bundeswirtschaftsministerium sieht in knappem und teurem Wohnraum ein Hemmnis für das Wachstum, weil hohe Wohnkosten Umzüge zu besser bezahlten Jobs erschweren. Als Gegenmittel schlagen die Ökonomen unter anderem vor, Kommunen stärker für die Ausweisung von Bauland zu belohnen und Eigentümer sowie Bauherren über eine erweiterte Infrastrukturkostenumlage oder einen Planungswertausgleich stärker an den Kosten zu beteiligen. Zugleich fehlen in Deutschland geschätzt mehr als eine Million Wohnungen, während der Neubau seit Jahren stockt.
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Marvell will Glasfaser- und Laserspezialisten Lumentum für 115 Milliarden Dollar übernehmen
Manager MagazinDer Chipkonzern und Netzwerkausrüster Marvell will Lumentum, einen Spezialisten für Glasfaser- und Lasertechnik, in einer reinen Aktientransaktion erwerben, wobei Lumentum inklusive Schulden mit 115 Milliarden Dollar bewertet wird. Marvell-Chef Matt Murphy begründet den Schritt mit dem grundlegenden Wandel der KI-Infrastruktur hin zur optischen Verbindungstechnik. Der Abschluss wird für die erste Jahreshälfte 2028 erwartet.
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Wirtschaftswachstum: In welchen Bereichen die USA Deutschland überholen
Spiegel WirtschaftDer Beitrag aus dem Wirtschaftsressort des SPIEGEL befasst sich mit dem Vergleich der Wirtschaftsentwicklung in den USA und in Deutschland. Im Mittelpunkt steht die Frage, in welchen Bereichen die Vereinigten Staaten beim Wachstum an Deutschland vorbeiziehen.
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Häufige Fragen
Wie positioniert sich Nordrhein-Westfalen im KI-Wettbewerb?
NRW konkurriert nicht mit großen KI-Modellen wie ChatGPT, sondern setzt auf maßgeschneiderte Anwendungen für Mittelstand und Dienstleister. Diese entstehen aus einem dichten Netz von Städten, Hochschulen und Unternehmen. Laut Szenekenner Marius Rosenberg fehlen für ein starkes Ökosystem noch mehr Austausch zwischen den Regionen und sichtbare Leuchtturm-Unternehmen.
Wie hat sich Evonik im dritten Quartal entwickelt, und wie steht es um die BASF-Übernahme?
Evonik steigerte den bereinigten operativen Gewinn um 40 Prozent auf 629 Millionen Euro und den Umsatz um 13 Prozent auf 3,8 Milliarden Euro. Für 2026 ist der Vorstand zuversichtlicher, weil Lieferengpässe asiatischer Wettbewerber infolge der Nahost-Krise helfen. Interimschef Claus Rettig betont die Eigenständigkeit; ein Angebot von 24,00 Euro je Aktie wurde abgelehnt, doch BASF wirbt weiter für eine Übernahme.
Unter welchen Bedingungen darf JD.com Ceconomy übernehmen?
Die EU-Kommission hat die Übernahme der Mediamarkt-Saturn-Mutter Ceconomy durch JD.com genehmigt, nachdem sie zunächst Bedenken wegen möglicher staatlicher Hilfen für JD.com geäußert hatte. Verbindliche Zusagen, die zehn Jahre gelten, sollen Quersubventionen an Ceconomy verhindern.
Warum gefährdet der Ausbau des Chinageschäfts die europäische Derisking-Strategie?
Europäische, vor allem deutsche Unternehmen verlagern zunehmend Wertschöpfung nach China, um von Marktnähe und niedrigeren Kosten zu profitieren. Laut Gastkommentar geht das zulasten Europas und untergräbt das Ziel, wirtschaftliche Abhängigkeiten von der Volksrepublik abzubauen. Gleichzeitig stehen deutsche Autobauer dort mit einbrechenden Verkäufen und schwach ausgelasteten Werken unter Druck.
Wie hat sich das Geschäftsklima in der Chemieindustrie im Oktober entwickelt?
Der Index fiel im Oktober auf -5,9 Punkte, nach +3,0 Punkten im September, vor allem weil die Geschäftserwartungen sanken. Nachfrage, Neuaufträge und Kapazitätsauslastung legten dagegen zu. Wegen notwendiger Umstrukturierungen planen die Unternehmen dennoch weiteren Personalabbau.
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Hallo, hier ist Leo von Wirtschaft im Fokus. Heute geht es um eine Industrie im Umbruch, um Europas schwieriges Verhältnis zu China und um die Frage, wie viel Geld in der Welt der Künstlichen Intelligenz eigentlich noch sinnvoll ist. Außerdem werfen wir einen Blick an die Börse, wo der Ölpreis kräftig gefallen ist. Fangen wir mit der Chemie an, denn da zeigt sich gerade ein spannendes Bild. Der Spezialchemiekonzern Evonik hat im dritten Quartal seinen bereinigten operativen Gewinn um 40 Prozent auf 629 Millionen Euro gesteigert. Der Umsatz legte um 13 Prozent auf 3,8 Milliarden Euro zu. Damit lag das Unternehmen im Rahmen dessen, was Analysten erwartet hatten. Für das laufende Jahr rechnet der Vorstand jetzt mit der oberen Hälfte der Spanne von zwei bis 2,2 Milliarden Euro. Ein Grund: Lieferengpässe bei asiatischen Wettbewerbern infolge der Nahost-Krise, von denen Evonik profitiert. Unterm Strich stand allerdings trotzdem ein Verlust von 53 Millionen Euro, wegen Sondereffekten und Kosten für Sparprogramme. Im Vorjahr waren es noch 106 Millionen Euro Minus. Dazu kommt ein Machtkampf. BASF möchte Evonik übernehmen, ein Angebot von 24 Euro je Aktie hat Evonik abgelehnt. Interimschef Claus Rettig betont die Eigenständigkeit und sagte: „Wir sind stark und robust.“ Dazu passt sein Satz: „Im Gegenwind fliegen Drachen am höchsten.“ Gesprächsbereit ist Evonik trotzdem, und zwar für einen, Zitat, „rein informativen und vertraulichen Austausch“. BASF-Chef Markus Kamieth nennt einen Zusammenschluss eine „starke deutsche Antwort auf den globalen Wettbewerb“ und verweist auf umfangreiche Zusagen für Beschäftigte und Standorte. Das ist wichtig, denn bei Evonik könnte die Belegschaft einschließlich bereits umgesetzter Sparprogramme um rund 10.000 Menschen schrumpfen. Aktuell arbeiten dort weltweit etwa 31.000 Menschen, mehr als 11.000 davon in Nordrhein-Westfalen. Wie fragil die Lage der ganzen Branche ist, zeigt der Blick auf das ifo Institut. Das Geschäftsklima in der Chemieindustrie ist im Oktober auf minus 5,9 Punkte gefallen, nach plus 3,0 im September. Interessant ist die Mischung dahinter: Die aktuelle Lage ist mit 2,4 Punkten zwar noch leicht positiv, nach 7,5 im Vormonat. Die Auslastung der Anlagen stieg sogar auf 76,6 Prozent, und auch Nachfrage und Neuaufträge zogen an, vor allem aus dem heimischen verarbeitenden Gewerbe. Das Auslandsgeschäft ist schwächer. Der große Dämpfer sind die Erwartungen: Sie sackten auf minus 13,8 Punkte ab, nach minus 1,5 im September. Die Unternehmen wollen ihre Produktion ausweiten und die Preise weiter erhöhen. Gleichzeitig planen sie wegen notwendiger Umstrukturierungen weiteren Personalabbau. Ifo-Branchenexpertin Anna Wolf sagt, an der angespannten Wettbewerbssituation im In- und Ausland habe sich wenig geändert. Das heißt: Kurzfristig läuft es etwas besser, aber für die Zukunft bleibt viel Skepsis. Und das Thema Arbeitsplätze bleibt in der Branche akut. Von der Chemie zum nächsten großen Thema, dem Verhältnis zu China. Die EU-Kommission hat die Übernahme der Mediamarkt-Saturn-Mutter Ceconomy durch den chinesischen Konzern JD.com genehmigt, allerdings mit Auflagen. Die Brüsseler Behörde hatte zunächst Bedenken, ob JD.com in China von Staatshilfen, Steuervorteilen und günstigen Krediten profitiert und deshalb ein höheres Angebot machen konnte. Diese Sorge sehen die Wettbewerbshüter nun durch verbindliche Zusagen ausgeräumt, und zwar für zehn Jahre. Transaktionen zwischen JD.com und Ceconomy sollen nur zu marktüblichen Bedingungen laufen, auch bei Geld, das JD.com der künftigen Tochter zur Verfügung stellt. Außerdem muss JD.com Lager- und Logistikdienste auch anderen Unternehmen in der EU zu denselben Bedingungen anbieten. Das Bundeskartellamt hatte schon im September 2025 grünes Licht gegeben, weil JD.com in Deutschland bisher kaum aktiv war. Mit rund 570.000 Beschäftigten und dem im März gestarteten Onlineshop Joybuy ist der Konzern aber nun deutlich näher an den deutschen Verbrauchern. Es wird spannend, ob die Auflagen in der Praxis wirklich greifen. Dazu passt ein Gastkommentar im Handelsblatt, der eine unbequeme Frage stellt. Europa will sich unter dem Stichwort „Derisking“ weniger abhängig von China machen. Doch gerade deutsche Unternehmen verlagern immer mehr Wertschöpfung ins Land. Vor allem die Autobauer verfolgen eine „In China, für China“-Strategie. Volkswagen betreibt in Hefei sein größtes Forschungs- und Entwicklungszentrum außerhalb Deutschlands und will gemeinsam mit dem chinesischen Hersteller Xpeng die Entwicklungskosten neuer Modelle dort um bis zu 50 Prozent senken. Das klingt nach Effizienz, doch der Kommentar warnt: Die Vorteile aus Marktnähe und niedrigeren Kosten gehen zulasten Europas. Und das Geschäft läuft ohnehin nicht rund. Im zweiten Quartal 2026 brachen die Verkäufe von Volkswagen, Mercedes-Benz und BMW in China um mindestens 30 Prozent ein. Die gemeinsamen Werke von Volkswagen und dem Partner SAIC waren 2025 nur zu 58 Prozent ausgelastet, bei einer Kapazität von 2,1 Millionen Fahrzeugen. Der Kampf um Marktanteile wirkt laut dem Autor immer aussichtsloser. Für Europa heißt das: Man gerät in eine doppelte Zwickmühle, mehr Abhängigkeit bei weniger Erfolg. Nun zur Künstlichen Intelligenz, und zwar aus zwei sehr unterschiedlichen Perspektiven. Zuerst die bodenständige. Nordrhein-Westfalen will nicht mit den ganz großen KI-Modellen wie ChatGPT konkurrieren, sondern setzt auf maßgeschneiderte Anwendungen für Mittelstand und Dienstleister. Ein Beispiel ist das Kölner Start-up Hidesk, dessen Telefon-KI etwa bei der Düsseldorfer Firma Maela Anfragen automatisch bearbeitet. Dort übernehmen Telefon-KI und Chatbot rund 40 Prozent der durchschnittlich 573 Anfragen pro Monat und sparen dem Verwaltungsteam ein bis zwei Arbeitsstunden pro Tag. Hidesk startete im Januar, erreichte nach sechs Monaten die Gewinnschwelle und wurde nach elf Monaten von der Plattform Anny übernommen. Laut Dealroom gab es im Mai in Köln 89 aktive KI-Start-ups, in Düsseldorf 34 und in Aachen 29. Köln lag beim Finanzierungsvolumen mit 224,4 Millionen Dollar vorn. Szenekenner Marius Rosenberg sagt, das Land brauche mehr Austausch zwischen den Regionen und sichtbare Leuchtturm-Unternehmen. Für Firmen heißt das: KI wird hier ganz praktisch, als Entlastung im Alltag. Die andere Perspektive ist die der Milliarden. Anthropic hat kurz vor dem geplanten Börsengang Zahlen vorgelegt, die schwindelig machen. Im dritten Quartal lag der Umsatz bei 17 Milliarden Dollar, rund 1100 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum und 46 Prozent mehr als im Vorquartal. In den ersten neun Monaten kamen gut 33 Milliarden Dollar zusammen, nach 2,5 Milliarden im Vorjahr. Dem steht ein Quartalsverlust von 23,3 Milliarden Dollar gegenüber, der größtenteils auf eine bilanzielle Anpassung zurückgeht. Der operative Verlust betrug 567 Millionen Dollar. Und der Appetit auf Investitionen ist gewaltig: Laut Börsenprospekt veranschlagt die Firma 895 Milliarden Dollar für Rechenzentren und Infrastruktur, knapp 450 Milliarden davon werden bis Ende 2030 fällig. Das zeigt, wie viel Kapital in dieser Technologie steckt, und wie viel Vertrauen Anleger aufbringen müssen. Wie nervös der Markt dabei bereits ist, zeigte der Wochenstart an den US-Börsen. Die Indizes schlossen uneinheitlich: Der Dow Jones legte 0,4 Prozent auf 51.983 Punkte zu, der S&P 500 verlor 0,5 Prozent, der Nasdaq sogar 1,1 Prozent. Belastet wurden vor allem Chip- und Techwerte, wegen der Sorge vor ausufernden KI-Investitionen. Oracle fiel um fast neun Prozent, nachdem der Konzern angekündigt hatte, 20 Milliarden Dollar über Aktien und Anleihen einzusammeln. Marvell Technology stürzte um 13 Prozent ab, nach der Ankündigung einer 115 Milliarden Dollar schweren Übernahme des Herstellers optischer Komponenten Lumentum. Lumentum selbst verlor 18,6 Prozent. Auch Intel gab um 8,8 Prozent nach. Vermögensverwalter Jake Dollarhide sagte, Unternehmen müssten erkennen, dass es eine Grenze für ihre Ausgaben gebe, ab der nur noch Kosten statt zusätzlichen Mehrwerts entstehen. Ein interessanter Satz, wenn man ihn neben die Anthropic-Zahlen legt. Gute Nachrichten gab es dagegen beim Öl: Der Preis fiel um acht Prozent, nachdem der Iran Bereitschaft zu Friedensgesprächen signalisiert hatte. Der Konflikt hält die Energiepreise hoch und heizt die Inflation an, deshalb wäre jede Entspannung für Verbraucher und Unternehmen eine gute Sache. Und am Dienstag stehen in den USA die Zwischenwahlen an. Es geht darum, ob die Demokraten den Republikanern von Präsident Donald Trump die Kontrolle über den Kongress abnehmen. Umfragen sehen die Demokraten im Repräsentantenhaus vorn, der Senat ist offener. Kein Wunder, dass sich viele Anleger erst einmal zurückhielten. Was bleibt also? Die Wirtschaft balanciert zwischen kurzfristiger Erholung und langfristiger Unsicherheit, ob in der Chemie, bei den Autobauern in China oder bei den gigantischen KI-Wetten. Wer hier Chancen sieht, muss auch die Risiken im Blick behalten. Zum Abschluss die Highlights in Kürze: Evonik steigert den Gewinn, bleibt aber im Übernahmepoker mit BASF, die Stimmung in der Chemie trübt sich ein, Brüssel winkt JD.com bei Ceconomy mit Auflagen durch, die deutschen Autobauer kämpfen in China, und KI sorgt zwischen Mittelstand und Milliardenbörsengang für Chancen und Nervosität. Morgen melde ich mich wieder mit den nächsten wichtigen Wirtschaftsthemen. Bis dahin, machen Sie es gut. Noch ein Hinweis: Dieser Podcast ist vollständig KI-generiert, und alle Quellen und Hintergründe finden Sie auf unserer Website.
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