DAX-Rekord nach US-Wahl: Rheinmetall bricht ein, Dollar fällt (05.11.2026)
DAX auf Rekordhoch nach den US-Midterms, Rheinmetall bricht ein. Dazu: Inflation steigt auf 4,0 Prozent, Tesla baut in Berlin aus und die Autokrise bremst Deutschlands Forschung.
In dieser Folge
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DAX erreicht nach US-Zwischenwahlen Rekordhoch bei 26.646 Punkten – Rheinmetall bricht ein
TagesschauDer DAX ist nach den US-Zwischenwahlen im frühen Handel um 0,7 Prozent gestiegen und hat zeitweise ein neues Rekordhoch von 26.646 Punkten erreicht. Unterstützt wird er von sinkenden Ölpreisen und überraschend starken deutschen Industrieaufträgen, während Experten die Folgen des Wahlergebnisses noch als unklar einschätzen. Bei den Einzelwerten enttäuschte Rheinmetall mit gesenkten Prognosen und einem Kurssturz von zeitweise mehr als 18 Prozent, die Commerzbank verbuchte trotz Rekordergebnissen knapp verfehlte Analystenerwartungen.
Original - 02
Autokrise drückt auf Forschungsausgaben: Deutsche F&E-Aufwendungen sinken
FAZ WirtschaftDie deutsche Automobilindustrie kürzt in der Krise ihre Ausgaben für Forschung und Entwicklung, was laut Stifterverband im laufenden Jahr auch die gesamten F&E-Aufwendungen der Unternehmen in Deutschland sinken lässt. Das gemeinsame Ziel, den Anteil der Forschungsausgaben bis 2030 auf 3,5 Prozent des BIP zu steigern, rückt damit in weite Ferne. Während die Autobranche und die Chemie sparen, bauen Maschinenbau und Elektroindustrie ihre Aufwendungen aus.
Original - 03
Tesla eröffnet europäisches Entwicklungszentrum in Berlin-Köpenick mit 100 Millionen Euro Investition
n-tv WirtschaftDer US-Elektroautobauer Tesla hat in einer umgebauten alten Fabrikanlage in Berlin-Köpenick sein neues europäisches Entwicklungszentrum eröffnet. Dort arbeiten zunächst mehr als 250 Beschäftigte an Material-, Antriebs- und Fahrzeugentwicklung, später sollen es rund 500 werden. Die Investitionen belaufen sich auf insgesamt 100 Millionen Euro.
Original - 04
US-Börsen legen nach Wahlsieg der Demokraten bei den Midterms zu, Dollar fällt auf Monatstief
The Guardian EconomicsNach den Siegen der Demokraten bei den Zwischenwahlen sind die US-Aktienkurse kräftig gestiegen, der Dow Jones legte um fast 3 Prozent zu und erzielte seinen besten Tag seit über einem Jahr. Anleger setzen darauf, dass Donald Trumps sprunghafte Politik durch einen demokratisch kontrollierten Kongress gebremst wird, während der Dollar auf den tiefsten Stand seit einem Monat sank und der Ölpreis deutlich nachgab. Analysten verweisen jedoch darauf, dass Trump etwa über Handelspolitik, Zölle und Außenpolitik weiterhin Einfluss auf die Märkte habe.
Original - 05
Zwischenwahlen in den USA spalten den KI-Sektor: Coreweave fällt, Amazon legt zu
HandelsblattDer Wahlerfolg der Demokraten bei den Zwischenwahlen könnte den Ausbau der KI-Infrastruktur in den USA deutlich einschränken, da viele ihrer Kandidaten den Widerstand gegen den KI-Boom zum zentralen Wahlkampfthema gemacht hatten. An den Märkten reagierte die Branche jedoch uneinheitlich: Kurse von Neocloud-Anbietern wie Coreweave gaben nach, während die Papiere großer Tech-Konzerne trotz der schlechten Nachrichten deutlich stiegen.
Original - 06
Ungeplante Erfolge ermöglichen: Wie Forschungs- und Innovationspolitik Deutschlands Wirtschaft stärken soll
FAZ WirtschaftDer Beitrag argumentiert, dass Deutschland angesichts von demographischem Wandel, Klimawandel und geopolitischen Verschiebungen auf ein leistungsfähiges Forschungs- und Innovationssystem angewiesen ist. Als zentrale Schwächen werden das späte oder zögerliche Aufgreifen disruptiver Innovationen durch etablierte Unternehmen sowie der schwache Transfer von Forschungsergebnissen in die Anwendung genannt. Die Politik solle Ziele und Rahmenbedingungen setzen, aber keine konkreten technologischen Lösungen vorgeben, da bahnbrechende Innovationen oft zufällig entstehen.
Original - 07
Deep-Tech-Gründer fordern in Brüssel verlässliche Rahmenbedingungen und Kapital
FAZ WirtschaftBei einem Dialog in der Brüsseler Nationalbibliothek schilderten Gründer nachhaltiger Technologieunternehmen Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen ihre Hürden, von langen Entwicklungszeiten über nationale Regelungen bis zu internationaler Konkurrenz. Von der Leyen verwies auf feste Klimaziele und auf das Geld, das die EU im kommenden Finanzrahmen ab 2028 bereitstellen will. Konkret verfügbar sind bereits 6,5 Milliarden Euro aus einem Scale-up-Fonds, der seit Juni arbeitet.
Original - 08
Inflation im Euro-Raum steigt im Oktober auf 4,0 Prozent – Energiepreise treiben Teuerung
Süddeutsche WirtschaftDie Verbraucherpreise im Euro-Raum sind im Oktober laut vorläufigen Daten des EU-Statistikamts um 4,0 Prozent gestiegen, nach 3,8 Prozent im September, und erreichten damit den höchsten Stand seit mehr als drei Jahren. Haupttreiber sind die Energiepreise, die infolge des Ölpreisschocks durch den Iran-Krieg um 20,8 Prozent zulegten. Die EZB hat den Leitzins bereits zweimal angehoben und dürfte im Dezember nach einer Pause erneut nachlegen.
Original - 09
Zusammenbruch der Digitalbank Ueno löst Finanz- und Politikkrise in Paraguay aus
TagesschauNach der faktischen Insolvenz der Digitalbank Ueno sind in Paraguay Konten eingefroren, und Millionen Menschen fürchten um ihre Ersparnisse. In der Hauptstadt Asunción protestieren Tausende, während die Opposition wegen früherer Geschäftsbeziehungen von Präsident Santiago Peña zur Bankengruppe dessen Absetzung fordert. Die Zentralbank hat ein Abwicklungsverfahren eingeleitet, die Staatsanwaltschaft ermittelt und mehrere Manager wurden verhaftet.
Original - 10
Nearshoring im Mittelstand: Worauf Firmen bei der Produktionsverlagerung nach Osteuropa achten müssen
Handelsblatt UnternehmenImmer mehr deutsche Mittelständler bauen wegen hoher Energie- und Personalkosten, Fachkräftemangels und geopolitischer Risiken eine zweite, europäische Produktionssäule auf. Das Beispiel Ziehl-Abegg zeigt, dass sich das Werk in Lodz trotz politisch bedingter Anlaufschwierigkeiten bei Wärmepumpen-Komponenten auszahlt. Experten raten zu einer detaillierten Kostenanalyse, sorgfältiger Länder- und Standortwahl sowie einem schrittweisen Vorgehen.
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DAX erreicht nach US-Zwischenwahlen Rekordhoch bei 26.646 Punkten – Rheinmetall bricht ein
TagesschauDer DAX ist nach den US-Zwischenwahlen im frühen Handel um 0,7 Prozent gestiegen und hat zeitweise ein neues Rekordhoch von 26.646 Punkten erreicht. Unterstützt wird er von sinkenden Ölpreisen und überraschend starken deutschen Industrieaufträgen, während Experten die Folgen des Wahlergebnisses noch als unklar einschätzen. Bei den Einzelwerten enttäuschte Rheinmetall mit gesenkten Prognosen und einem Kurssturz von zeitweise mehr als 18 Prozent, die Commerzbank verbuchte trotz Rekordergebnissen knapp verfehlte Analystenerwartungen.
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Autokrise drückt auf Forschungsausgaben: Deutsche F&E-Aufwendungen sinken
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Ungeplante Erfolge ermöglichen: Wie Forschungs- und Innovationspolitik Deutschlands Wirtschaft stärken soll
FAZ WirtschaftDer Beitrag argumentiert, dass Deutschland angesichts von demographischem Wandel, Klimawandel und geopolitischen Verschiebungen auf ein leistungsfähiges Forschungs- und Innovationssystem angewiesen ist. Als zentrale Schwächen werden das späte oder zögerliche Aufgreifen disruptiver Innovationen durch etablierte Unternehmen sowie der schwache Transfer von Forschungsergebnissen in die Anwendung genannt. Die Politik solle Ziele und Rahmenbedingungen setzen, aber keine konkreten technologischen Lösungen vorgeben, da bahnbrechende Innovationen oft zufällig entstehen.
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Deep-Tech-Gründer fordern in Brüssel verlässliche Rahmenbedingungen und Kapital
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Inflation im Euro-Raum steigt im Oktober auf 4,0 Prozent – Energiepreise treiben Teuerung
Süddeutsche WirtschaftDie Verbraucherpreise im Euro-Raum sind im Oktober laut vorläufigen Daten des EU-Statistikamts um 4,0 Prozent gestiegen, nach 3,8 Prozent im September, und erreichten damit den höchsten Stand seit mehr als drei Jahren. Haupttreiber sind die Energiepreise, die infolge des Ölpreisschocks durch den Iran-Krieg um 20,8 Prozent zulegten. Die EZB hat den Leitzins bereits zweimal angehoben und dürfte im Dezember nach einer Pause erneut nachlegen.
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Zusammenbruch der Digitalbank Ueno löst Finanz- und Politikkrise in Paraguay aus
TagesschauNach der faktischen Insolvenz der Digitalbank Ueno sind in Paraguay Konten eingefroren, und Millionen Menschen fürchten um ihre Ersparnisse. In der Hauptstadt Asunción protestieren Tausende, während die Opposition wegen früherer Geschäftsbeziehungen von Präsident Santiago Peña zur Bankengruppe dessen Absetzung fordert. Die Zentralbank hat ein Abwicklungsverfahren eingeleitet, die Staatsanwaltschaft ermittelt und mehrere Manager wurden verhaftet.
Original - 10
Nearshoring im Mittelstand: Worauf Firmen bei der Produktionsverlagerung nach Osteuropa achten müssen
Handelsblatt UnternehmenImmer mehr deutsche Mittelständler bauen wegen hoher Energie- und Personalkosten, Fachkräftemangels und geopolitischer Risiken eine zweite, europäische Produktionssäule auf. Das Beispiel Ziehl-Abegg zeigt, dass sich das Werk in Lodz trotz politisch bedingter Anlaufschwierigkeiten bei Wärmepumpen-Komponenten auszahlt. Experten raten zu einer detaillierten Kostenanalyse, sorgfältiger Länder- und Standortwahl sowie einem schrittweisen Vorgehen.
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Häufige Fragen
Warum hat der DAX nach den US-Zwischenwahlen ein Rekordhoch erreicht?
Der DAX stieg im frühen Handel um 0,7 Prozent und erreichte zeitweise ein Rekordhoch von 26.646 Punkten. Unterstützt wurde er von sinkenden Ölpreisen und überraschend starken deutschen Industrieaufträgen, während die Folgen des Wahlergebnisses noch als unklar gelten.
Wie haben die US-Märkte auf den Wahlsieg der Demokraten bei den Midterms reagiert?
Die US-Aktienkurse legten kräftig zu, der Dow Jones stieg um fast 3 Prozent und erzielte seinen besten Tag seit über einem Jahr. Anleger erwarten, dass ein demokratisch kontrollierter Kongress Trumps sprunghafte Politik bremst; der Dollar fiel auf den tiefsten Stand seit einem Monat, der Ölpreis gab deutlich nach. Analysten betonen, dass Trump über Handelspolitik, Zölle und Außenpolitik weiterhin Einfluss auf die Märkte hat.
Welche Auswirkungen haben die Zwischenwahlen auf den KI-Sektor?
Der Wahlerfolg der Demokraten könnte den Ausbau der KI-Infrastruktur in den USA einschränken, da viele ihrer Kandidaten den Widerstand gegen den KI-Boom zum Wahlkampfthema machten. Die Märkte reagierten uneinheitlich: Neocloud-Anbieter wie Coreweave verloren, während große Tech-Konzerne wie Amazon deutlich zulegten.
Wie entwickeln sich die Forschungs- und Entwicklungsausgaben der deutschen Wirtschaft?
Laut Stifterverband sinken die gesamten F&E-Aufwendungen der Unternehmen in Deutschland im laufenden Jahr, weil die Autoindustrie in der Krise kürzt und auch die Chemie spart. Maschinenbau und Elektroindustrie bauen ihre Ausgaben dagegen aus. Das Ziel von 3,5 Prozent des BIP bis 2030 rückt dadurch in weite Ferne.
Was will Tesla mit dem neuen Entwicklungszentrum in Berlin-Köpenick erreichen?
Tesla hat dort in einer umgebauten Fabrikanlage sein neues europäisches Entwicklungszentrum eröffnet und investiert insgesamt 100 Millionen Euro. Zunächst arbeiten über 250 Beschäftigte an Material-, Antriebs- und Fahrzeugentwicklung, später sollen es rund 500 sein.
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Hallo, hier ist Leo von Wirtschaft im Fokus. Heute geht es um Rekorde an der Börse, um die Frage, wie die US-Zwischenwahlen Märkte und Technologiebranche verändern, und um ein Thema, das für Deutschland langfristig mindestens genauso wichtig ist: Wie steht es um unsere Innovationskraft? Denn während die Aktienkurse steigen, sparen ausgerechnet die Autobauer bei der Forschung. Beginnen wir mit dem Aktienmarkt. Der DAX hat heute früh zeitweise ein neues Rekordhoch von 26.646 Punkten erreicht, im frühen Handel lag er rund 0,7 Prozent im Plus. Schon am Mittwoch war er um 2,2 Prozent auf 26.437 Punkte gesprungen. Dahinter stecken mehrere Faktoren. Die Ölpreise sind gesunken, die Brent-Sorte rutschte erstmals seit Anfang Oktober wieder unter die Marke von 100 Dollar pro Barrel. Dazu kamen überraschend starke Zahlen vom deutschen Arbeitsmarkt der Industrie, genauer gesagt von den Aufträgen: Laut Statistischem Bundesamt stiegen die Industrieaufträge im September um 4,4 Prozent. Das ist eine Erholung vom Einbruch im Vormonat. Commerzbank-Chefökonom Jörg Krämer spricht von einer positiven Überraschung und hält es für wahrscheinlicher, dass der Seitwärtstrend der Aufträge, der seit anderthalb Jahren anhält, jetzt endet. Das wäre ein wichtiges Signal für die Konjunktur, die ja seit Längerem nicht richtig in Schwung kommt. Allerdings: Ein einzelner Monat macht noch keine Trendwende. Der Auslöser der Rally lag aber jenseits des Atlantiks. Bei den US-Zwischenwahlen haben die Demokraten sowohl den Senat als auch das Repräsentantenhaus gewonnen. Die Anleger setzen offenbar darauf, dass ein demokratisch kontrollierter Kongress die oft sprunghafte Politik von Präsident Donald Trump etwas einhegt. In den USA legte der Dow Jones um fast 3 Prozent zu, es war sein bester Tag seit über einem Jahr. Nasdaq und S&P 500 gewannen jeweils rund 1,5 Prozent. Der Dollar fiel auf den tiefsten Stand seit einem Monat, und die Renditen von US-Staatsanleihen gaben nach. Die Rendite der zehnjährigen Papiere sank auf 4,918 Prozent. Für Verbraucher und Unternehmen ist das wichtig, weil solche Renditen als Orientierung für Kredit- und Finanzierungskosten dienen. Auch Gold war gefragt und stieg um 2,2 Prozent über die Marke von 4.000 Dollar je Unze. Das zeigt, dass trotz der guten Laune viele Anleger weiter nach Sicherheit suchen. Experten mahnen deshalb zur Vorsicht. Salah-Eddine Bouhmidi vom Broker IG sagt, die Euphorie verbessere das kurzfristige Marktbild, geopolitische Unsicherheiten und das Risiko kräftiger Rückschläge blieben aber bestehen. Dekabank-Experte Joachim Schallmayer sieht im Wahlergebnis das Signal, dass Trumps Politik nicht grenzenlos durchsetzbar ist, erwartet aber keinen dramatischen Kurswechsel. Und tatsächlich bleibt der Präsident bei Handelspolitik, Zöllen und Außenpolitik weiter ein entscheidender Faktor für die Märkte. Andreas Lipkow von CMC Markets wiederum hält es für möglich, dass die neuen Kräfteverhältnisse die US-Haushaltspolitik stärker disziplinieren und die Chancen auf eine Jahresendrally für den DAX erhöhen. Nicht alle Unternehmen profitieren von der guten Stimmung. Rheinmetall hat die Gewinnprognose gesenkt und das Umsatzziel für 2026 erneut gekürzt. Die Aktie brach zeitweise um mehr als 18 Prozent ein. Als Gründe werden unter anderem Verzögerungen beim Projekt „Arminius“ genannt, schon im August hatte der Stopp des Fregatten-Programms „F-126“ das Unternehmen gebremst. Ganz anders das Bild bei der Commerzbank: Sie steigerte im dritten Quartal ihr operatives Ergebnis um 25 Prozent auf 1,31 Milliarden Euro, das Nettoergebnis legte um rund 45 Prozent auf 859 Millionen Euro zu. Für das Gesamtjahr peilt der Vorstand mindestens 3,4 Milliarden Euro Gewinn an. Trotzdem verfehlte sie knapp die Erwartungen der Analysten, und an der Börse reicht das manchmal schon für Enttäuschung. Jetzt zu einem Thema, bei dem die Zwischenwahlen besonders spannend wirken: die Künstliche Intelligenz. Viele demokratische Kandidaten haben den Widerstand gegen den KI-Boom zum Wahlkampfthema gemacht. In Texas gewann Gina Hinojosa die Gouverneurswahl mit der Forderung nach einem sofortigen Moratorium für den Bau neuer Rechenzentren. Das löste kurzzeitig Spekulationen über gebremste KI-Investitionen aus. Tech-Analyst Dan Ives erwartet in den nächsten zwei Jahren erhebliche Hürden in der KI-Gesetzgebung, vor allem wegen des Senats, und sagt sinngemäß, das lasse sich nicht beschönigen. Das ist relevant, denn die großen Tech-Konzerne stecken derzeit Milliarden in Chips, Rechenzentren und die nötige Stromversorgung. Die Märkte reagierten allerdings uneinheitlich, fast paradox. Anbieter wie Coreweave, die Rechenleistung mit leistungsstarken Grafikchips bauen und vermieten, verloren an Wert. Die Papiere großer Tech-Konzerne wie Amazon dagegen legten deutlich zu. Man kann das so lesen: Die Anleger trauen den großen, breit aufgestellten Konzernen zu, mit Gegenwind umzugehen, während spezialisierte Anbieter bei Baustopps und strengerer Regulierung viel stärker getroffen würden. Auch Tesla und SpaceX gerieten unter Druck. Elon Musk hatte 446 Millionen Dollar in die Midterms gesteckt, und es gibt die Sorge vor strengerer Kontrolle von KI-Unternehmen. Damit zurück nach Deutschland, wo die Lage weniger glänzend ist, als der DAX-Rekord vermuten lässt. Der Stifterverband meldet, dass die deutsche Autoindustrie in der Krise ihre Ausgaben für Forschung und Entwicklung kürzt. Die internen Aufwendungen der Hersteller und Zulieferer sanken um knapp fünf Prozent auf rund 30 Milliarden Euro. In den Entwicklungsabteilungen wurden 2025 mehr als 9.000 Stellen gestrichen, fast sechs Prozent der Beschäftigten. Insgesamt sank der Anteil der Forschungsausgaben am Bruttoinlandsprodukt von 3,12 auf 3,07 Prozent. Für das laufende Jahr planen die Unternehmen mit 1,7 Milliarden Euro weniger interner Forschungsausgaben, ein Minus von 1,8 Prozent. Das gemeinsame Ziel von 3,5 Prozent bis 2030 rückt damit in weite Ferne. Ein Lichtblick: Der Maschinenbau steigerte seine Forschung um mehr als eine Milliarde auf gut zehn Milliarden Euro, und die Elektroindustrie kommt mit fast 18,5 Milliarden Euro auf Platz zwei hinter der Autoindustrie. Der Branchenverband VDA verweist außerdem darauf, dass Hersteller und Zulieferer von 2026 bis 2030 rund 320 Milliarden Euro in Forschung und Entwicklung stecken wollen. Forschungsministerin Dorothee Bär nennt die Zahlen einen Ansporn für Wirtschaft und Staat. Passend dazu eine Nachricht, die zeigt, dass Deutschland als Standort durchaus noch Anziehungskraft hat: Tesla hat in Berlin-Köpenick in einer umgebauten alten Fabrikanlage sein neues europäisches Entwicklungszentrum eröffnet. Zunächst arbeiten dort mehr als 250 Beschäftigte an Material-, Antriebs- und Fahrzeugentwicklung, später sollen es rund 500 werden. Insgesamt investiert Tesla 100 Millionen Euro. Getestet werden unter anderem Fahrzeugteile wie Airbags und Batteriezellen. Für die zweite Ausbaustufe hat das Unternehmen die Genehmigung beantragt. Bemerkenswert ist der Kontrast: Während die klassische Autoindustrie Forschungsstellen abbaut, baut ein Wettbewerber in Berlin welche auf. Dazu passt, dass Elektroautos hierzulande beliebter werden, auch wegen gestiegener Spritkosten, und dass die E-Autoprämie laut Bundesumweltministerium stark nachgefragt wird. Wie lässt sich Innovation nun politisch stärken? Ein Beitrag in der FAZ argumentiert, dass Deutschland angesichts von demografischem Wandel, Klimawandel und geopolitischen Verschiebungen ein leistungsfähiges Forschungssystem braucht. Die Schwächen: Etablierte Unternehmen greifen disruptive Neuerungen oft zu spät auf, und Forschungsergebnisse kommen zu selten in der Anwendung an. Die Politik solle Ziele und Rahmenbedingungen setzen, aber keine konkreten technischen Lösungen vorgeben, denn bahnbrechende Innovationen entstehen oft zufällig. Als Beispiele nennt der Text Penicillin, den Herzschrittmacher, den Mikrowellenherd oder Post-it. Es gilt der Satz von Louis Pasteur, dass der Zufall den vorbereiteten Geist begünstigt, und der Text ergänzt: und kluge Politik. Gefordert werden unter anderem weniger Bürokratie, Finanzierung in der Wachstumsphase und eine attraktive Standortpolitik für Fachkräfte. Und genau da setzt auch die Debatte in Brüssel an. Gründer nachhaltiger Technologieunternehmen schilderten Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen ihre Hürden: lange Entwicklungszeiten, nationale Regelungen und starke internationale Konkurrenz. Von der Leyen verwies auf feste Klimaziele und auf Geld, das die EU im Finanzrahmen ab 2028 bereitstellen will. Konkret verfügbar sind bereits 6,5 Milliarden Euro aus einem Scale-up-Fonds, der seit Juni arbeitet. Für junge Unternehmen mit teurer Technik ist verlässliches Kapital oft der entscheidende Punkt. Was nehmen wir mit? Die Börsen feiern, getragen von der Hoffnung auf eine ausgewogenere US-Politik, sinkenden Ölpreisen und besseren Industriedaten. Doch die Risiken bleiben, und die Rally ist kein Beleg für eine gesunde Konjunktur. Entscheidend wird sein, ob Deutschland und Europa in Forschung und Innovation wieder zulegen, denn dort entscheidet sich, wie stark unsere Wirtschaft in den kommenden Jahren wächst. Zum Abschluss kurz zusammengefasst: Der DAX steht auf einem Rekordhoch, die US-Zwischenwahlen bewegen Aktien, Dollar, Öl und Gold, Rheinmetall bricht ein, während die Commerzbank glänzt, und die Forschungsausgaben der deutschen Autoindustrie sinken, während Tesla in Berlin aufbaut. Morgen melde ich mich wieder mit den nächsten wichtigen Themen aus der Wirtschaft. Bis dahin: Danke fürs Zuhören und bleiben Sie neugierig. Übrigens: Dieser Podcast ist vollständig KI-generiert, und alle Quellen und Hintergründe finden Sie auf unserer Website.
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