KI-Ausverkauf: Nasdaq bricht ein, Dax fällt unter 26.000 Punkte (06.11.2026)
Der KI-Ausverkauf drückt den Dax unter 26.000 Punkte, und Anthropics Börsengang wackelt. Außerdem: Der Schweizer Chinadeal beunruhigt EU-Firmen, Trumpf setzt auf Chips, ABB-Chef warnt vor Energiekosten.
In dieser Folge
- 01
Dax rutscht nach Tech-Ausverkauf in den USA zeitweise unter 26.000 Punkte
Spiegel WirtschaftDer Kursrutsch an den US-Börsen im KI- und Halbleitersektor hat den Dax am Freitag zeitweise unter die Marke von 26.000 Punkten gedrückt, nachdem er tags zuvor noch ein Rekordhoch erreicht hatte. Analysten verweisen auf den Sieg der Demokraten bei den US-Kongresswahlen, der die politischen Rahmenbedingungen für den KI-Boom und Rechenzentrumsprojekte verändern könnte. Später erholte sich der Leitindex wieder etwas.
Original - 02
Schweizer Freihandelsabkommen mit China: EU-Firmen fürchten Wettbewerbsnachteile
HandelsblattDie Schweiz und China haben in Peking eine modernisierte Fassung ihres Freihandelsabkommens unterzeichnet, nach der künftig fast alle Schweizer Waren zollfrei nach China gelangen. EU-Diplomaten und Industrievertreter warnen, dass Schweizer Firmen dadurch gegenüber EU-Konkurrenten bessergestellt werden und chinesische Hersteller EU-Schutzmaßnahmen über die Schweiz umgehen könnten. Zugleich dürfte die EU Druck auf Bern ausüben, eigene Handelsschutzmaßnahmen gegen China zu übernehmen.
Original - 03
Ausverkauf bei KI-Aktien: Nasdaq 100 bricht ein, Dax fällt nach Rekordhoch ins Minus
Manager MagazinNach einem Rekordhoch von 26.686 Punkten schloss der Dax am Donnerstag 0,4 Prozent im Minus bei 26.325 Punkten, nachdem der Nasdaq 100 in den USA zeitweise knapp 6 Prozent verloren hatte. Besonders Chip- und KI-Werte wie Nvidia und Micron brachen ein, auch weil Anleger nach den Zwischenwahlen eine strengere Regulierung beim Ausbau von Rechenzentren befürchten. In Deutschland gerieten zudem Infineon, Siemens Energy und Rheinmetall unter Druck, während der Goldpreis auf 4100 US-Dollar stieg.
Original - 04
KI-Ausverkauf drückt Dax unter 26.000 Punkte – Sorge vor strengerer Regulierung nach Demokraten-Wahlsieg
WirtschaftsWocheDer Dax ist am Freitagvormittag um zwei Prozent auf 25.764 Punkte gefallen, nachdem er tags zuvor mit 26.692 Punkten ein Rekordhoch erreicht hatte. Auslöser ist der Ausverkauf im KI- und Halbleitersektor an den US-Börsen, der durch die Furcht vor einer strengeren Regulierung der Rechenzentrumsbranche nach dem Wahlsieg der Demokraten verstärkt wurde. Auch in Asien gaben die Märkte deutlich nach, besonders stark in Südkorea und Japan.
Original - 05
Trumpf setzt auf die Chipindustrie: Halbleitergeschäft wird zur zentralen Stütze
HandelsblattDer Laserspezialist Trumpf investiert in das Geschäft mit der Halbleiterindustrie, das in schwierigen Zeiten zur wichtigen Stütze des Unternehmens wird. Seit dem Rekordgeschäftsjahr 2022/23 hat Trumpf rund eine Milliarde Euro Umsatz eingebüßt, weshalb das Vorhaben mehr als ein gewöhnliches Wachstumsprojekt ist. Technik-Vorstand Berthold Schmidt betont, der Bereich sei bei Auftragseingang und Umsatzprognose proportional führend, auch wenn es noch Jahre dauern dürfte, bis er die größte Sparte wird.
Original - 06
Ausverkauf bei Tech- und KI-Werten: Nasdaq 100 mit größtem Tagesverlust seit 2020, Dax fällt vom Rekordhoch
Manager MagazinNach einem Rekordhoch von knapp 26.700 Punkten am Donnerstag gab der Dax am Freitagvormittag um 1,2 Prozent auf 26.014 Punkte nach, belastet vom Kurssturz an der Wall Street. Dort verlor der Nasdaq 100 am Donnerstag 6,4 Prozent und erlebte damit den stärksten Tagesverlust seit dem Corona-Crash im März 2020, ausgelöst durch die Sorge vor einem KI-Ausbaustopp nach den Zwischenwahlerfolgen der Demokraten. Auch in Asien brachen die Börsen ein, während der Ölpreis nach einem Rutsch wieder leicht stieg.
Original - 07
Anthropic-Börsengang wackelt: Investoren fordern niedrigere Bewertung
HandelsblattPotenzielle Investoren zweifeln Insidern zufolge am Zeitplan für den Börsengang des KI-Startups Anthropic und dringen auf eine niedrigere Bewertung als die zuletzt diskutierten 1,5 Billionen Dollar. Die für kommende Woche geplante Werbetour für eine Erstnotiz im November steht damit auf der Kippe. Gründe sind ein Ausverkauf bei Technologiewerten, politische Unsicherheiten nach den US-Kongresswahlen sowie die anhaltenden Verluste des Unternehmens.
Original - 08
Weltweite Börsen brechen ein: KI-Panik nach Erfolg der Demokraten bei den Midterms erfasst die Märkte
The Guardian BusinessDie Furcht, dass die Siegeswelle der Demokraten bei den US-Zwischenwahlen den KI-Investitionsboom bremsen könnte, hat nach massiven Verlusten an der Wall Street auch die asiatischen und europäischen Märkte belastet. In Asien gaben der Nikkei um fast 6 Prozent und der südkoreanische KOSPI um 6,7 Prozent nach, nachdem in den USA zuvor mehr als 3,2 Billionen Dollar an Börsenwert vernichtet worden waren. Analysten verweisen auf politische Unsicherheit über strengere Auflagen für Rechenzentren und auf enttäuschende Quartalszahlen der großen Technologiekonzerne, während einzelne Stimmen vor Panik warnen.
Original - 09
Anthropic-Börsengang gerät ins Wanken: Investoren fordern niedrigere Bewertung
n-tv WirtschaftPotenzielle Investoren zweifeln laut vier Insidern am Zeitplan für den Börsengang des KI-Unternehmens Anthropic, die für kommende Woche geplante Werbetour steht auf der Kippe. Die Geldgeber verlangen eine niedrigere Bewertung als die zuletzt diskutierten 1,5 Billionen Dollar und verweisen auf anhaltende Quartalsverluste sowie hohe finanzielle Verpflichtungen. Hinzu kommen der stärkste Ausverkauf bei Technologiewerten seit einem Jahr und Unsicherheit nach den US-Kongresswahlen.
Original - 10
ABB-Chef Wierod warnt: Hohe Energiekosten gefährden den Industriestandort Deutschland
Welt WirtschaftABB-Chef Morten Wierod sieht Deutschland als Industriestandort durch hohe Energiekosten gefährdet. Als größte Volkswirtschaft Europas müsse das Land vorangehen, doch die entscheidende Schwäche liege aus seiner Sicht bei der Umsetzung notwendiger Reformen.
Original
- 01
Dax rutscht nach Tech-Ausverkauf in den USA zeitweise unter 26.000 Punkte
Spiegel WirtschaftDer Kursrutsch an den US-Börsen im KI- und Halbleitersektor hat den Dax am Freitag zeitweise unter die Marke von 26.000 Punkten gedrückt, nachdem er tags zuvor noch ein Rekordhoch erreicht hatte. Analysten verweisen auf den Sieg der Demokraten bei den US-Kongresswahlen, der die politischen Rahmenbedingungen für den KI-Boom und Rechenzentrumsprojekte verändern könnte. Später erholte sich der Leitindex wieder etwas.
Original - 02
Schweizer Freihandelsabkommen mit China: EU-Firmen fürchten Wettbewerbsnachteile
HandelsblattDie Schweiz und China haben in Peking eine modernisierte Fassung ihres Freihandelsabkommens unterzeichnet, nach der künftig fast alle Schweizer Waren zollfrei nach China gelangen. EU-Diplomaten und Industrievertreter warnen, dass Schweizer Firmen dadurch gegenüber EU-Konkurrenten bessergestellt werden und chinesische Hersteller EU-Schutzmaßnahmen über die Schweiz umgehen könnten. Zugleich dürfte die EU Druck auf Bern ausüben, eigene Handelsschutzmaßnahmen gegen China zu übernehmen.
Original - 03
Ausverkauf bei KI-Aktien: Nasdaq 100 bricht ein, Dax fällt nach Rekordhoch ins Minus
Manager MagazinNach einem Rekordhoch von 26.686 Punkten schloss der Dax am Donnerstag 0,4 Prozent im Minus bei 26.325 Punkten, nachdem der Nasdaq 100 in den USA zeitweise knapp 6 Prozent verloren hatte. Besonders Chip- und KI-Werte wie Nvidia und Micron brachen ein, auch weil Anleger nach den Zwischenwahlen eine strengere Regulierung beim Ausbau von Rechenzentren befürchten. In Deutschland gerieten zudem Infineon, Siemens Energy und Rheinmetall unter Druck, während der Goldpreis auf 4100 US-Dollar stieg.
Original - 04
KI-Ausverkauf drückt Dax unter 26.000 Punkte – Sorge vor strengerer Regulierung nach Demokraten-Wahlsieg
WirtschaftsWocheDer Dax ist am Freitagvormittag um zwei Prozent auf 25.764 Punkte gefallen, nachdem er tags zuvor mit 26.692 Punkten ein Rekordhoch erreicht hatte. Auslöser ist der Ausverkauf im KI- und Halbleitersektor an den US-Börsen, der durch die Furcht vor einer strengeren Regulierung der Rechenzentrumsbranche nach dem Wahlsieg der Demokraten verstärkt wurde. Auch in Asien gaben die Märkte deutlich nach, besonders stark in Südkorea und Japan.
Original - 05
Trumpf setzt auf die Chipindustrie: Halbleitergeschäft wird zur zentralen Stütze
HandelsblattDer Laserspezialist Trumpf investiert in das Geschäft mit der Halbleiterindustrie, das in schwierigen Zeiten zur wichtigen Stütze des Unternehmens wird. Seit dem Rekordgeschäftsjahr 2022/23 hat Trumpf rund eine Milliarde Euro Umsatz eingebüßt, weshalb das Vorhaben mehr als ein gewöhnliches Wachstumsprojekt ist. Technik-Vorstand Berthold Schmidt betont, der Bereich sei bei Auftragseingang und Umsatzprognose proportional führend, auch wenn es noch Jahre dauern dürfte, bis er die größte Sparte wird.
Original - 06
Ausverkauf bei Tech- und KI-Werten: Nasdaq 100 mit größtem Tagesverlust seit 2020, Dax fällt vom Rekordhoch
Manager MagazinNach einem Rekordhoch von knapp 26.700 Punkten am Donnerstag gab der Dax am Freitagvormittag um 1,2 Prozent auf 26.014 Punkte nach, belastet vom Kurssturz an der Wall Street. Dort verlor der Nasdaq 100 am Donnerstag 6,4 Prozent und erlebte damit den stärksten Tagesverlust seit dem Corona-Crash im März 2020, ausgelöst durch die Sorge vor einem KI-Ausbaustopp nach den Zwischenwahlerfolgen der Demokraten. Auch in Asien brachen die Börsen ein, während der Ölpreis nach einem Rutsch wieder leicht stieg.
Original - 07
Anthropic-Börsengang wackelt: Investoren fordern niedrigere Bewertung
HandelsblattPotenzielle Investoren zweifeln Insidern zufolge am Zeitplan für den Börsengang des KI-Startups Anthropic und dringen auf eine niedrigere Bewertung als die zuletzt diskutierten 1,5 Billionen Dollar. Die für kommende Woche geplante Werbetour für eine Erstnotiz im November steht damit auf der Kippe. Gründe sind ein Ausverkauf bei Technologiewerten, politische Unsicherheiten nach den US-Kongresswahlen sowie die anhaltenden Verluste des Unternehmens.
Original - 08
Weltweite Börsen brechen ein: KI-Panik nach Erfolg der Demokraten bei den Midterms erfasst die Märkte
The Guardian BusinessDie Furcht, dass die Siegeswelle der Demokraten bei den US-Zwischenwahlen den KI-Investitionsboom bremsen könnte, hat nach massiven Verlusten an der Wall Street auch die asiatischen und europäischen Märkte belastet. In Asien gaben der Nikkei um fast 6 Prozent und der südkoreanische KOSPI um 6,7 Prozent nach, nachdem in den USA zuvor mehr als 3,2 Billionen Dollar an Börsenwert vernichtet worden waren. Analysten verweisen auf politische Unsicherheit über strengere Auflagen für Rechenzentren und auf enttäuschende Quartalszahlen der großen Technologiekonzerne, während einzelne Stimmen vor Panik warnen.
Original - 09
Anthropic-Börsengang gerät ins Wanken: Investoren fordern niedrigere Bewertung
n-tv WirtschaftPotenzielle Investoren zweifeln laut vier Insidern am Zeitplan für den Börsengang des KI-Unternehmens Anthropic, die für kommende Woche geplante Werbetour steht auf der Kippe. Die Geldgeber verlangen eine niedrigere Bewertung als die zuletzt diskutierten 1,5 Billionen Dollar und verweisen auf anhaltende Quartalsverluste sowie hohe finanzielle Verpflichtungen. Hinzu kommen der stärkste Ausverkauf bei Technologiewerten seit einem Jahr und Unsicherheit nach den US-Kongresswahlen.
Original - 10
ABB-Chef Wierod warnt: Hohe Energiekosten gefährden den Industriestandort Deutschland
Welt WirtschaftABB-Chef Morten Wierod sieht Deutschland als Industriestandort durch hohe Energiekosten gefährdet. Als größte Volkswirtschaft Europas müsse das Land vorangehen, doch die entscheidende Schwäche liege aus seiner Sicht bei der Umsetzung notwendiger Reformen.
Original
Häufige Fragen
Warum ist der Dax nach seinem Rekordhoch zeitweise unter 26.000 Punkte gefallen?
Auslöser war ein Ausverkauf bei KI- und Halbleiterwerten an den US-Börsen, der den Dax nach einem Rekordhoch von rund 26.700 Punkten am Donnerstag belastete. Am Freitagvormittag fiel der Index zeitweise auf etwa 25.800 Punkte, erholte sich später aber etwas.
Welche Rolle spielt der Wahlsieg der Demokraten bei den US-Kongresswahlen für den KI-Ausverkauf?
Anleger fürchten, dass die Demokraten den Ausbau von Rechenzentren und den KI-Boom strenger regulieren oder bremsen könnten. Diese Sorge traf vor allem Chip- und KI-Werte wie Nvidia und Micron.
Wie stark war der Einbruch an der US-Technologiebörse Nasdaq?
Der Nasdaq 100 verlor am Donnerstag zeitweise knapp 6 Prozent und schloss laut einer Meldung 6,4 Prozent im Minus. Das wäre der stärkste Tagesverlust seit dem Corona-Crash im März 2020.
Was bedeutet das modernisierte Freihandelsabkommen zwischen der Schweiz und China für EU-Unternehmen?
Fast alle Schweizer Waren gelangen künftig zollfrei nach China, wodurch Schweizer Firmen gegenüber EU-Konkurrenten im Vorteil sein könnten. EU-Vertreter befürchten zudem, dass chinesische Hersteller EU-Schutzmaßnahmen über die Schweiz umgehen, und dürften Bern zur Übernahme eigener Handelsschutzmaßnahmen drängen.
Warum setzt der Laserspezialist Trumpf verstärkt auf das Geschäft mit der Chipindustrie?
Trumpf hat seit dem Rekordgeschäftsjahr 2022/23 rund eine Milliarde Euro Umsatz verloren, und die Halbleitersparte soll in dieser schwierigen Phase zur zentralen Stütze werden. Sie führt laut Technik-Vorstand Berthold Schmidt bei Auftragseingang und Umsatzprognose proportional, dürfte aber noch Jahre brauchen, um die größte Sparte zu werden.
Vollständiges Transkript
Transkript ein-/ausblenden
Hallo, hier ist Leo von Wirtschaft im Fokus. Heute geht es vor allem um einen ziemlich heftigen Tag an den Börsen. Der Dax hat am Donnerstag noch ein Rekordhoch von knapp 26.700 Punkten markiert, und keinen Tag später rutschte er zeitweise unter die Marke von 26.000. Dahinter steckt ein Ausverkauf bei Technologie- und KI-Werten in den USA, der in Asien und Europa kräftig nachgewirkt hat. Danach schauen wir auf ein Handelsabkommen zwischen der Schweiz und China, auf den Laserspezialisten Trumpf und auf den möglicherweise wackelnden Börsengang des KI-Startups Anthropic. Fangen wir mit den Börsen an. Am Donnerstag hat der Nasdaq 100, also der Index der großen US-Technologiewerte, um 6,4 Prozent nachgegeben. Das ist der größte Tagesverlust seit dem Corona-Crash im März 2020. Rund 2,3 Billionen Dollar an Börsenwert sind an einem einzigen Tag verschwunden. Der breitere S&P 500 verlor etwa 4,4 Prozent, so viel wie zuletzt beim Zoll-Schock im April 2025. Der Dow Jones gab um gut drei Prozent nach. Am schlimmsten traf es die Chipwerte: Der Halbleiterindex SOX brach um 12 Prozent ein und ist in dieser Woche schon um fast 16 Prozent gefallen. Nvidia verlor rund 10 Prozent, der Speicherchip-Hersteller Micron fast 16 Prozent, Qualcomm knapp 14 Prozent, nachdem das Unternehmen wegen höherer Komponenten- und Fertigungskosten einen schwachen Gewinnausblick gegeben hatte. Auch Tesla musste mit über 11 Prozent kräftig Federn lassen. Binnen vier Wochen hat der Nasdaq 100 insgesamt knapp 15 Prozent eingebüßt. Was ist der Auslöser? Die Analysten verweisen vor allem auf die US-Zwischenwahlen. Die Demokraten haben gewonnen, und die Anleger fürchten, dass sich damit die politischen Rahmenbedingungen für den KI-Boom ändern. Konkret geht es um Rechenzentren. Die designierte demokratische Gouverneurin von Texas, Gina Hinojosa, hat ein sofortiges Moratorium für den Bau solcher Anlagen gefordert. Nach Schätzungen des Datenanbieters Cleanview sollen rund 40 Prozent der geplanten Rechenzentrumskapazitäten in Bundesstaaten entstehen, deren neu gewählte Gouverneure versprochen haben, solche Vorhaben zu stoppen oder auszusetzen. Wenn das so käme, wäre der ganze Ausbau der KI-Infrastruktur ungewisser, und damit auch die Nachfrage nach Chips. Andreas Lipkow von CMC Markets sagt, bislang als sicher geltende Projekte könnten erneut auf den Prüfstand geraten. Dadurch würden hohe Bewertungsaufschläge zunehmend hinterfragt und abgebaut. Dazu kommt ein zweites Thema: das sogenannte Klumpenrisiko. Jochen Stanzl von der Consorsbank erklärt, an der Wall Street ziehen wenige Techschwergewichte die großen Indizes mit nach unten. Wenn ein paar Schwergewichte so stark gewichtet sind, trifft ein Rutsch bei ihnen eben den ganzen Markt. Und für den Dax gilt laut Stanzl: Mit dem Rekordstand war ein nahezu optimales Umfeld eingepreist, das jetzt nicht mehr herrscht. In Asien war der Schock noch größer. Der japanische Nikkei verlor fast sechs Prozent, sein schlechtester Tag seit zwölf Monaten. Der südkoreanische Kospi brach zeitweise um bis zu neun Prozent ein, getragen von Schwergewichten wie SK Hynix und Samsung. Der Index ist seit seinem Hoch im Juni nach Berichten fast um die Hälfte gefallen. In Taiwan ging es um 4,5 Prozent nach unten. Und der Dax? Der gab am Freitag im frühen Handel zwischen gut einem und rund zwei Prozent nach, lag zeitweise bei etwa 25.800 Punkten und erholte sich später wieder etwas. Schon am Donnerstag hatte er nach dem Rekord leicht im Minus geschlossen. Auch der MDax und der Eurozonen-Index EuroStoxx 50 verloren rund ein Prozent. Unter Druck standen in Deutschland unter anderem Infineon und Siemens Energy. Bei Rheinmetall kam eine erneut gesenkte Prognose dazu. Ein Analyst von JPMorgan hält die bisherigen Ziele für wohl unrealistisch, auch wenn die Strategie nicht falsch sei. Die Aktie nähert sich der 800-Euro-Marke, vor gut einem Jahr lag sie noch über 2000 Euro. Außerdem fiel Bitcoin zeitweise um mehr als fünf Prozent auf etwa 75.000 Dollar. Der Goldpreis stieg dagegen auf rund 4100 Dollar, ein klassisches Zeichen, dass Anleger Sicherheit suchen. Und der Ölpreis ist auf Wochensicht um etwa 15 Prozent gefallen, auch wenn er zuletzt wieder leicht anzog. Wie ordnet man das ein? Ein Tag macht noch keinen Trend, aber der Auslöser ist ernst zu nehmen. Die Börsen hatten viel von der KI-Euphorie vorweggenommen. Jetzt kommt eine politische Unsicherheit dazu, und die trifft einen Sektor, der ohnehin schon hoch bewertet war. Was folgen könnte: weiter schwankende Kurse, solange nicht klar ist, wie konkret die neuen Mehrheiten ihre Ankündigungen umsetzen. Für Anleger in Deutschland heißt das, dass auch hier die Abhängigkeit von der Stimmung in den USA bleibt. Das spürt auch ein Kandidat, der gerade an die Börse will. Das KI-Startup Anthropic wollte im November aufs Parkett. Laut vier mit den Vorgängen vertrauten Personen, die mit der Nachrichtenagentur Reuters gesprochen haben, zweifeln potenzielle Investoren jetzt am Zeitplan. Sie dringen auf eine niedrigere Bewertung als die zuletzt diskutierten 1,5 Billionen Dollar. Die für kommende Woche geplante Tour zur Vorstellung bei Investoren steht damit auf der Kippe. Als Gründe nennen die Anleger den Ausverkauf bei Technologiewerten, die politischen Unsicherheiten nach den US-Wahlen und die anhaltenden Quartalsverluste samt hoher finanzieller Verpflichtungen beim Ausbau der KI. Anthropic wollte sich dazu nicht äußern. Möglicherweise müsste das Unternehmen einen größeren Preisabschlag hinnehmen, um sich Zusagen zu sichern. Das zeigt: Die Stimmung an den Börsen entscheidet auch darüber, ob und zu welchem Preis neue Unternehmen Geld einsammeln können. Kommen wir zu einem Thema, das auf den ersten Blick weit weg wirkt, aber für Europa wichtig ist. Die Schweiz und China haben in Peking eine modernisierte Fassung ihres Freihandelsabkommens unterzeichnet. Nach Übergangsfristen sollen 99,8 Prozent der bisherigen Schweizer Warenexporte zollfrei nach China gelangen. Für empfindliche Güter wie bestimmte Käse- und Papiersorten gilt eine Frist von zehn Jahren. Das Schweizer Wirtschaftsministerium rechnet damit, dass Unternehmen dort nach Inkrafttreten jährlich rund 266 Millionen Euro an Zöllen sparen. Der Handel zwischen beiden Ländern lag 2025 nach chinesischen Angaben bei gut 49 Milliarden Dollar. In der EU sorgt das für Unruhe. Diplomaten und Industrievertreter warnen, dass Schweizer Firmen auf dem chinesischen Markt bessergestellt sind als ihre EU-Konkurrenten. Außerdem könnten chinesische Hersteller EU-Schutzmaßnahmen über den Umweg Schweiz umgehen. Bundeskanzler Merz und Frankreichs Präsident Macron haben deshalb signalisiert: Fahrzeuge aus der Schweiz sollen nur dann als „Made in EU“ gelten, wenn die Schweiz ihre Handelsschutzmaßnahmen an die der EU anpasst, zum Beispiel mit Zöllen auf chinesische E-Autos. Die Ökonomin Alicia García-Herrero von der Denkfabrik Bruegel hält es für wahrscheinlich, dass Brüssel das von Bern verlangt, so wie zuvor schon bei den Briten. Neue Handelshürden zwischen EU und Schweiz hält sie aber für unwahrscheinlich. Der China-Experte Ralph Weber sieht in dem Abkommen ein Signal Pekings an Washington und Brüssel, dass vorteilhafte Handelsabkommen mit China weiterhin möglich sind. Und in der Schweiz selbst ist die Sache noch nicht durch: Linke und Grüne kritisieren fehlende Fortschritte bei den Menschenrechten, andere Kritiker prüfen ein Referendum. Zum Schluss ein Blick auf ein deutsches Unternehmen, das zeigt, wie eng Industrie und Chipbranche verzahnt sind. Der Laserspezialist Trumpf setzt verstärkt auf die Halbleiterindustrie. Seit dem Rekordgeschäftsjahr 2022/23 hat das Unternehmen rund eine Milliarde Euro Umsatz verloren, Vorstandschefin Nicola Leibinger-Kammüller hat in den vergangenen anderthalb Jahren rund 1000 Stellen gestrichen, großteils in Deutschland. Der Halbleiterbereich soll nun zur zentralen Stütze werden. Technik-Vorstand Berthold Schmidt sagt, er sei beim Auftragseingang und bei der Umsatzprognose proportional führend. Bis daraus die größte Sparte wird, dürften aber noch Jahre vergehen. Trumpf baut unter anderem Plasmageneratoren, etwa in Warschau, und im Zuge des Ausbaus sollen auch neue Arbeitsplätze in Deutschland entstehen. Die Einordnung dazu: Die Chipbranche kann Industrieunternehmen in schwierigen Zeiten stützen, aber sie hängt eben auch an der Stimmung rund um KI und Rechenzentren, über die wir vorhin gesprochen haben. Unterm Strich zeigt der Tag, wie stark Politik, Technologie und Börsenstimmung ineinandergreifen: Ein Wahlergebnis in den USA kann Chipwerte in Asien einbrechen lassen, Börsengänge ins Wanken bringen und Fragen an die Zukunft ganzer Industrien stellen. Gleichzeitig verschiebt sich der Welthandel weiter, wie das Abkommen zwischen der Schweiz und China zeigt. Das waren für heute die wichtigsten Punkte: der kräftige Rücksetzer bei Tech- und KI-Werten samt Dax unter 26.000 Punkten, die Zweifel am Anthropic-Börsengang, das Schweizer Freihandelsabkommen mit China und Trumpfs Wette auf die Chipindustrie. Morgen melde ich mich wieder und schaue, wie sich die Märkte weiterentwickeln. Noch ein Hinweis: Dieser Podcast ist vollständig KI-generiert, und alle Quellen und Hintergründe findet ihr auf unserer Website. Bis morgen, euer Leo.
Vorlage für die Sprachsynthese. Kleinere Abweichungen zur Audio-Datei möglich.
Fehler gefunden?
Die Pipeline ist automatisiert — gelegentliche Fehler passieren. Wir korrigieren auf Hinweis. Mehr Details unter Korrekturen.
corrections@login-online.com