Verbraucherfinanzen: Kassenrechte, Bauspargebühren, Schulden, Rendite (26.10.2026)
Verbraucherzentralen erklären Kassenrechte, Rückforderung von Bausparkassen-Gebühren und Wege aus der Schuldenfalle. Dazu: Renditerechner für Aktien und Festgeld, Immobilienpreise stagnieren, Mieten +4,5 Prozent.
In dieser Folge
- 01
Krankenversicherung: Verbraucherzentralen bündeln Ratgeber zu Kassenleistungen, Beiträgen und Versichertenrechten
Verbraucherzentrale GeldDie Verbraucherzentralen erläutern in einer Reihe von Ratgebern zentrale Themen der gesetzlichen und privaten Krankenversicherung, darunter Zahnleistungen, Auslandsschutz, Beitragssteigerungen und Bonusprogramme. Weitere Beiträge behandeln die elektronische Patientenakte, Familien- und freiwillige Versicherung, Vorsorgeuntersuchungen sowie den Umgang mit abgelehnten Leistungsanträgen.
Original - 02
Bausparkassen-Kontogebühren unzulässig: Verbraucherzentralen erklären Rückforderung
Verbraucherzentrale GeldDer Bundesgerichtshof hat entschieden, dass jährliche Kontoentgelte, die viele Bausparkassen in den vergangenen Jahren eingeführt oder erhöht haben, in der Sparphase unzulässig sind. Die Verbraucherzentralen zeigen Betroffenen mit einem Musterbrief, wie sie bereits gezahlte Gebühren zurückfordern können. Daneben bieten sie Ratgeber zu Immobilienfinanzierung, Bausparverträgen, Grundschuld, Bürgschaften und Wohnungsbauprämie an.
Original - 03
Verbraucherzentralen informieren über Kredite, Schulden, Inkasso und finanzielle Entlastung
Verbraucherzentrale GeldDie Übersicht der Verbraucherzentralen bündelt Ratgeberartikel zu Themen wie P-Konto-Bescheinigung, Inkassoforderungen, Energieschulden, Inflation und staatlichen Leistungen wie BAföG und Kinderzuschlag. Sie richtet sich besonders an Menschen mit geringem Einkommen und rät, bei drohender Überschuldung frühzeitig Hilfe zu suchen. Zusätzlich werden Fragen zu Autofinanzierung, Kreditkarten und einem Rechtsstreit um Inkassogebühren der EOS Investment GmbH behandelt.
Original - 04
Renditerechner der Verbraucherzentrale: Wie sich die Aufteilung zwischen Aktien und Festgeld auf den Ertrag auswirkt
VerbraucherzentraleDie Verbraucherzentrale bietet einen Online-Renditerechner an, mit dem sich die Folgen verschiedener Aufteilungen zwischen Aktien und Festgeld auf Geldanlage oder Sparplan durchspielen lassen. Grundlage ist die Entwicklung von Festgeld und Aktien der Industrieländer seit 1970. Dabei zeigt sich, dass auf lange Sicht Aktien stets vorne lagen, auch wenn die damaligen Festgeldrenditen heute nicht mehr erreichbar sind.
Original - 05
Höhere Zinsen lassen Kaufpreise für Immobilien stagnieren, Mieten steigen um 4,5 Prozent
SpiegelLaut einer Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln bremsen steigende Zinsen den Immobilienmarkt: Eigentumswohnungen verteuerten sich im dritten Quartal nur um 0,3 Prozent, Ein- und Zweifamilienhäuser um 0,4 Prozent. Die Mieten legten im selben Zeitraum bundesweit um 4,5 Prozent zu, da zahlungskräftige Haushalte angesichts hoher Finanzierungskosten auf den Mietmarkt ausweichen. Das IW erwartet vorerst keine Entspannung, weil steigende Baukosten den Neubau weiter bremsen.
Original
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Krankenversicherung: Verbraucherzentralen bündeln Ratgeber zu Kassenleistungen, Beiträgen und Versichertenrechten
Verbraucherzentrale GeldDie Verbraucherzentralen erläutern in einer Reihe von Ratgebern zentrale Themen der gesetzlichen und privaten Krankenversicherung, darunter Zahnleistungen, Auslandsschutz, Beitragssteigerungen und Bonusprogramme. Weitere Beiträge behandeln die elektronische Patientenakte, Familien- und freiwillige Versicherung, Vorsorgeuntersuchungen sowie den Umgang mit abgelehnten Leistungsanträgen.
Original - 02
Bausparkassen-Kontogebühren unzulässig: Verbraucherzentralen erklären Rückforderung
Verbraucherzentrale GeldDer Bundesgerichtshof hat entschieden, dass jährliche Kontoentgelte, die viele Bausparkassen in den vergangenen Jahren eingeführt oder erhöht haben, in der Sparphase unzulässig sind. Die Verbraucherzentralen zeigen Betroffenen mit einem Musterbrief, wie sie bereits gezahlte Gebühren zurückfordern können. Daneben bieten sie Ratgeber zu Immobilienfinanzierung, Bausparverträgen, Grundschuld, Bürgschaften und Wohnungsbauprämie an.
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Renditerechner der Verbraucherzentrale: Wie sich die Aufteilung zwischen Aktien und Festgeld auf den Ertrag auswirkt
VerbraucherzentraleDie Verbraucherzentrale bietet einen Online-Renditerechner an, mit dem sich die Folgen verschiedener Aufteilungen zwischen Aktien und Festgeld auf Geldanlage oder Sparplan durchspielen lassen. Grundlage ist die Entwicklung von Festgeld und Aktien der Industrieländer seit 1970. Dabei zeigt sich, dass auf lange Sicht Aktien stets vorne lagen, auch wenn die damaligen Festgeldrenditen heute nicht mehr erreichbar sind.
Original - 05
Höhere Zinsen lassen Kaufpreise für Immobilien stagnieren, Mieten steigen um 4,5 Prozent
SpiegelLaut einer Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln bremsen steigende Zinsen den Immobilienmarkt: Eigentumswohnungen verteuerten sich im dritten Quartal nur um 0,3 Prozent, Ein- und Zweifamilienhäuser um 0,4 Prozent. Die Mieten legten im selben Zeitraum bundesweit um 4,5 Prozent zu, da zahlungskräftige Haushalte angesichts hoher Finanzierungskosten auf den Mietmarkt ausweichen. Das IW erwartet vorerst keine Entspannung, weil steigende Baukosten den Neubau weiter bremsen.
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Häufige Fragen
Dürfen Bausparkassen in der Sparphase jährliche Kontoentgelte erheben?
Nein. Der Bundesgerichtshof hat entschieden, dass jährliche Kontoentgelte, die viele Bausparkassen in den vergangenen Jahren eingeführt oder erhöht haben, in der Sparphase unzulässig sind. Betroffene können bereits gezahlte Gebühren zurückfordern, die Verbraucherzentralen stellen dafür einen Musterbrief bereit.
Wie wirkt sich die Aufteilung zwischen Aktien und Festgeld langfristig auf den Ertrag aus?
Der Online-Renditerechner der Verbraucherzentrale macht die Folgen verschiedener Aufteilungen für Geldanlage oder Sparplan sichtbar. Er stützt sich auf die Entwicklung von Festgeld und Aktien der Industrieländer seit 1970. Auf lange Sicht lagen Aktien demnach stets vorne, wobei die damaligen Festgeldrenditen heute nicht mehr erreichbar sind.
Wie entwickeln sich Immobilienpreise und Mieten angesichts höherer Zinsen?
Laut Institut der deutschen Wirtschaft Köln stagnierten die Kaufpreise im dritten Quartal: Eigentumswohnungen verteuerten sich um 0,3 Prozent, Ein- und Zweifamilienhäuser um 0,4 Prozent. Die Mieten stiegen bundesweit um 4,5 Prozent, weil zahlungskräftige Haushalte angesichts hoher Finanzierungskosten auf den Mietmarkt ausweichen. Das IW erwartet vorerst keine Entspannung, da steigende Baukosten den Neubau bremsen.
Welche Themen zur gesetzlichen und privaten Krankenversicherung decken die Verbraucherzentralen ab?
Die Ratgeber behandeln unter anderem Zahnleistungen, Auslandsschutz, Beitragssteigerungen und Bonusprogramme. Hinzu kommen Beiträge zur elektronischen Patientenakte, zu Familien- und freiwilliger Versicherung, zu Vorsorgeuntersuchungen und zum Umgang mit abgelehnten Leistungsanträgen.
Wie sollten sich Menschen bei drohender Überschuldung verhalten?
Die Verbraucherzentralen raten, frühzeitig Hilfe zu suchen. Ihre Ratgeber erklären unter anderem den Umgang mit Inkassoforderungen, die P-Konto-Bescheinigung, Energieschulden und staatliche Leistungen wie BAföG und Kinderzuschlag. Das Angebot richtet sich besonders an Menschen mit geringem Einkommen.
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Martin: Hallo und herzlich willkommen bei Geld und Alltag. Ich bin Martin, und an meiner Seite ist heute wieder Nina. Sie fragt nach, wenn etwas zu sehr nach Fachsprache klingt. Hallo, Nina!
Nina: Hallo Martin, hallo zusammen. Ich bin gespannt, was heute dabei ist. Du hattest mir vorab was von Mieten und Immobilien erzählt.
Martin: Genau, damit fangen wir an. Das Institut der deutschen Wirtschaft in Köln hat eine Studie veröffentlicht. Danach bremsen höhere Zinsen den Immobilienmarkt. Eigentumswohnungen wurden im dritten Quartal nur um 0,3 Prozent teurer, Ein- und Zweifamilienhäuser um 0,4 Prozent. Die Mieten stiegen bundesweit dagegen um 4,5 Prozent.
Nina: Moment, die Kaufpreise treten auf der Stelle, aber die Mieten ziehen an? Wie passt das zusammen?
Martin: Das hängt zusammen. Wer sich eine Finanzierung eigentlich leisten könnte, überlegt es sich bei hohen Zinsen zweimal und bleibt zur Miete wohnen. Dadurch steigt dort die Nachfrage. Ein Beispiel aus der Studie: Bei einem Kredit von 300.000 Euro und zwei Prozent Tilgung zahlt man inzwischen rund 1600 Euro im Monat. Zu Jahresbeginn waren es etwa 1450 Euro.
Nina: Das sind 150 Euro mehr, jeden Monat. Das merkt man schon.
Martin: Ja. Und die Kaufpreise liegen laut IW gut zehn Prozent unter dem Höchststand von 2022. Seit 2023 bewegen sie sich weitgehend seitwärts. Regional gibt es aber große Unterschiede. In den sieben größten Städten sanken die Preise für Eigentumswohnungen um 0,8 Prozent. In den übrigen Großstädten und im Umland stiegen sie jeweils um 1,2 Prozent. Am stärksten zogen sie in Essen an, um 3,5 Prozent. In Stuttgart fielen sie um 3,9 Prozent.
Nina: Und bei den Mieten? Ich vermute, Berlin steht ganz vorne.
Martin: Im Jahresvergleich liegt Hamburg mit 6,8 Prozent vorn, dann Köln mit 5,3 und Essen mit 4,9 Prozent. Seit 2022 ist Berlin tatsächlich Spitzenreiter, mit 29,5 Prozent. Stuttgart liegt im Vergleich der Städte am unteren Ende, aber auch dort sind es 16,7 Prozent.
Nina: Heißt das, es wird so schnell nicht besser?
Martin: Das IW erwartet vorerst keine Entspannung. Die Baukosten steigen, vor allem durch hohe Energiepreise, und dadurch dürften weniger neue Wohnungen entstehen. Für Mieterinnen und Mieter heißt das: Das Angebot bleibt knapp. Wer kaufen will, sollte die monatliche Rate genau durchrechnen. Was passt, hängt aber immer von der persönlichen Situation ab.
Nina: Dann passt unser nächstes Thema ganz gut, oder? Es geht ja auch um Immobilienfinanzierung.
Martin: Stimmt. Es geht um Bausparverträge. Der Bundesgerichtshof hat entschieden, dass jährliche Kontoentgelte, die viele Bausparkassen in den vergangenen Jahren eingeführt oder erhöht haben, in der Sparphase unzulässig sind. Die Verbraucherzentralen zeigen mit einem Musterbrief, wie man bereits gezahlte Gebühren zurückfordern kann.
Nina: Also Geld zurück? Gilt das für jeden Bausparvertrag?
Martin: Nein, das ist wichtig. Das Urteil betrifft ausschließlich die Sparphase. Wer einen Bausparvertrag hat, kann prüfen, ob in dieser Zeit ein jährliches Kontoentgelt abgebucht wurde. Ob und wie viel zurückgefordert werden kann, hängt vom Einzelfall ab. Am besten schaut man auf die Kontoauszüge oder Jahresmitteilungen der Bausparkasse.
Nina: Mhm. Und die Verbraucherzentralen raten ja eher skeptisch zu Bausparverträgen, habe ich gelesen.
Martin: Sie warnen, dass neue Bausparverträge als Geldanlage unrentabel sind. Und die als zinsgünstig beworbenen Darlehen fallen deutlich teurer aus, als der Zinssatz vermuten lässt. Bei sogenannten Bausparsofortfinanzierungen heißt es: Sie versprechen schnelles Geld zu scheinbar günstigen Konditionen, sind aber kompliziert und nicht für jeden geeignet.
Nina: Was war nochmal eine Grundschuld? Das taucht bei dem Thema ständig auf.
Martin: Bei einer Baufinanzierung räumt man der Bank damit als Sicherheit den Zugriff auf die eigene Immobilie ein. Kann man den Kredit nicht mehr bedienen, darf die Bank im Zweifel darauf zugreifen. Auch bei der Ehegattenbürgschaft warnen die Verbraucherzentralen: Fällt der Kreditnehmer aus, droht dem Partner womöglich eine lebenslange Verschuldung. Bürgen müssen allerdings nicht immer zahlen.
Nina: Gut zu wissen, bevor man irgendwo unterschreibt. Und gibt es zu dem Thema noch etwas Positives?
Martin: Es gibt Antworten zur Wohnungsbauprämie, etwa wer sie bekommt und was eine wohnwirtschaftliche Verwendung ist. Das ist also eine Frage, die man vor dem Antrag klären sollte.
Nina: Okay. Dann zum nächsten, ich glaube, das ist ein ernsteres Thema: Schulden.
Martin: Ja. Die Verbraucherzentralen haben Ratgeber zu Krediten, Schulden, Inkasso und finanzieller Entlastung gebündelt. Sie richten sich besonders an Menschen mit geringem Einkommen. Der wichtigste Rat: Bei drohender Überschuldung frühzeitig Hilfe suchen, nicht abwarten.
Nina: Klingt logisch, aber viele schieben Briefe doch erst mal weg.
Martin: Das ist menschlich, aber oft teuer. Ein Beispiel: Wird eine Lastschrift wegen mangelnder Kontodeckung zurückgewiesen, können Verbraucherinnen und Verbraucher auch ohne Mahnung Inkassokosten tragen müssen. Und bei Inkassoforderungen per SMS nach angeblichen Gewinnspielen oder Telefonsex-Angeboten sind die Verbraucherzentralen skeptisch. Solche Forderungen gelten oft als unseriös.
Nina: Gab es dazu nicht auch einen Rechtsstreit um Inkassogebühren?
Martin: Ja. Der Verbraucherzentrale Bundesverband hatte die Otto-Tochter EOS Investment GmbH verklagt, wegen aus seiner Sicht künstlich überhöhter Inkasso-Gebühren. Der Bundesgerichtshof folgte der Begründung aber nicht und wies die Klage ab. Das zeigt: Nicht jede Gebühr, die hoch wirkt, ist automatisch unzulässig.
Nina: Und was ist ein P-Konto? Das Wort höre ich oft.
Martin: Das ist ein Pfändungsschutzkonto. Es schützt einen Grundbetrag vor dem Zugriff von Gläubigern. Für die P-Konto-Bescheinigung nennen die Verbraucherzentralen fünf Wege, darunter das Jobcenter, die Schuldnerberatung und das Vollstreckungsgericht.
Nina: Und bei Familien? Gab es da Zahlen?
Martin: Ja, der Kinderzuschlag zum Kindergeld beträgt 2026 maximal 297 Euro, genauso viel wie 2025. Beim BAföG hängt die Förderung vom Einkommen der Eltern und vom eigenen Vermögen ab. Zum Thema Autofinanzierung noch eine Einordnung: Der sogenannte Widerrufsjoker kommt nur infrage, wenn ein Diesel-Pkw über einen vom Händler vermittelten Kredit finanziert wurde und weitere Bedingungen erfüllt sind.
Nina: Also kein Freifahrtschein für jeden. Gut, dass das dabeisteht.
Martin: Genau. Kommen wir zu einem Thema, bei dem es um Sparen und Geldanlage geht. Die Verbraucherzentrale bietet einen Online-Renditerechner an. Man kann damit durchspielen, wie sich unterschiedliche Aufteilungen zwischen Aktien und Festgeld auswirken, bei einer Einmalanlage oder einem Sparplan.
Nina: [curious] Und woher kommen die Zahlen? Ist das nur eine Schätzung?
Martin: Nein, es sind historische Daten. Grundlage ist die Entwicklung von Festgeld und Aktien der Industrieländer seit 1970. Als Aktienbasis dient der MSCI World, ein Index mit mehr als 1600 Aktien aus über 20 Industrieländern. Berücksichtigt wurden Kosten von 0,5 Prozent pro Jahr. Ausgewertet wurden alle sich überlappenden Zeiträume von 10, 20 und 35 Jahren. Dabei lagen auf lange Sicht Aktien stets vorne.
Nina: Dann ist die Sache doch klar?
Martin: So einfach ist es nicht. Erstens sind die damaligen Festgeldrenditen heute nicht mehr erreichbar. Zweitens ist die Vergangenheit keine Garantie für die Zukunft. Und drittens zeigt der Rechner nur Modelle. Persönliche Steuern wie die Abgeltungsteuer wurden nicht einbezogen. Er ersetzt auch keine Beratung.
Nina: Wie teilt die Verbraucherzentrale das grundsätzlich auf?
Martin: Sie unterscheidet zwischen einem sicheren, aber kaum verzinsten Teil, dafür nennt sie Tages- und Festgeld, und einem ertragsstärkeren, aber riskanteren Teil. Dafür käme eine möglichst breit gestreute Anlage in kostengünstige, weltweit investierende Aktien-ETFs in Frage. Wie viel Risiko jemand verkraftet, ist aber sehr persönlich. Das ist keine Empfehlung von uns.
Nina: Und die Ergebnisse sind inflationsbereinigt, richtig? Das finde ich wichtig.
Martin: Ja, Endvermögen und Renditen sind inflationsbereinigt. Man sieht also, was am Ende real übrig bleibt, nicht nur die Zahl auf dem Papier. Außerdem wurde die Sparrate nicht an steigende Einkommen angepasst.
Nina: Gut. Und zum Schluss das Thema, das uns alle betrifft: die Krankenversicherung.
Martin: Die Verbraucherzentralen haben ihre Ratgeber zu gesetzlicher und privater Krankenversicherung gebündelt. Es geht um Zahnleistungen, Auslandsschutz, Beitragssteigerungen, Bonusprogramme, die elektronische Patientenakte und den Umgang mit abgelehnten Leistungsanträgen.
Nina: Fangen wir mit dem Ausland an. Ich dachte immer, die Karte reicht.
Martin: Das ist ein verbreiteter Irrtum. Gesetzliche Kassen übernehmen im Ausland nur eingeschränkten oder gar keinen Schutz. Deshalb raten die Verbraucherzentralen zu einer privaten Reisekrankenversicherung. Welche passt, hängt von Reiseziel und Dauer ab.
Nina: Und wenn die Kasse einen Antrag ablehnt? Oder gar nicht antwortet?
Martin: Nach dem Patientenrechtegesetz müssen Krankenkassen Leistungsanträge innerhalb von drei Wochen entscheiden. Ist ein Gutachten nötig, haben sie fünf Wochen. Das hilft, den Überblick über die eigenen Rechte zu behalten.
Nina: Und die elektronische Patientenakte? Da bin ich immer noch unsicher, was da eigentlich passiert.
Martin: Seit Oktober 2025 müssen Praxen, Apotheken und Kliniken bestimmte Daten in die ePA eintragen. Außerdem dürfen gesetzliche Krankenkassen auf Grundlage des Gesundheitsdatennutzungsgesetzes Abrechnungsdaten ihrer Versicherten auswerten, um mögliche Gesundheitsrisiken frühzeitig zu erkennen. Wer dazu Fragen hat, kann sich bei der eigenen Kasse oder der Verbraucherzentrale informieren.
Nina: [sighs] Und bei den privaten Kassen kommen jedes Jahr die Beitragserhöhungen.
Martin: Ja. Private Versicherer informieren ihre Kundschaft regelmäßig zum Jahreswechsel über steigende Beiträge. Das kann vor allem ältere Versicherte belasten. Zum Ratgeber gehört ein Musterbrief. Und bei der Kostenerstattung in der gesetzlichen Kasse drohen Kosten, auf denen man sitzen bleibt. Die Wahl lässt sich außerdem nur unter Einhaltung von Fristen rückgängig machen.
Nina: Wer kann überhaupt zwischen gesetzlich und privat wählen?
Martin: Hauptberuflich Selbstständige, Freiberuflerinnen und Freiberufler sowie Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer mit höherem Einkommen. Eine Entscheidung dafür oder dagegen sollte man sich gut überlegen. Und noch ein Hinweis: Gesetzlich Versicherte, Kinder wie Erwachsene, haben Anspruch auf Früherkennungs- und Vorsorgeuntersuchungen. Ein Ratgeber mit Infografik zeigt, was in welchem Alter bezahlt wird.
Nina: Das ist praktisch. Ich glaube, da gibt es bei vielen Lücken im Kopf.
Martin: Dann fassen wir zusammen. Bei Immobilien bremsen höhere Zinsen die Kaufpreise, die Mieten steigen weiter, regional sehr unterschiedlich. Bei Bausparverträgen lohnt ein Blick auf mögliche Kontoentgelte in der Sparphase. Bei Schulden gilt: früh Hilfe suchen. Und bei der Geldanlage sollte man Rechenmodelle als Orientierung verstehen, nicht als Versprechen. Bei der Krankenversicherung helfen Fristen und Rechte, Klarheit zu behalten. Alles ersetzt keine individuelle Beratung.
Nina: Genau, und ich nehme mit: erst Kontoauszüge und Unterlagen prüfen, dann entscheiden. Danke dir, Martin.
Martin: Gern, Nina. Danke fürs Zuhören. In der nächsten Folge sind wir wieder mit neuen Meldungen für Sie da, damit Sie informiert bleiben, bessere Entscheidungen treffen und den Überblick behalten. Noch ein Hinweis: Dieser Podcast ist vollständig KI-generiert. Alle Quellen und Hintergründe finden Sie auf unserer Website. Bis zum nächsten Mal!
Nina: Bis bald, und kommen Sie gut durch den Alltag. Tschüss!
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